Ist es ein Unding den Lehrbetrieb nach der Ausbildung zu verlassen?

10 Antworten

Das kann man pauschal nicht beantworten.

Es gibt Betriebe, die bilden aus und übernehmen im Anschluss daran so gut wie niemanden, weil sie sich in den kommenden Jahren weiterhin auf neue Azubis beschränken wollen.

Dann gibt es Betriebe, die Bilden aus und sind geneigt, einige Auszubildende zu übernehmen, weil sie merken: Das klappt!

Schlusslicht, wenn man so nennen darf, sind dann manchmal aber auch (kleine) Betriebe, die nur einen oder zwei Azubis ausbilden können, weil ihnen das Geld und die Zeit für mehrere fehlen. In diesen Betrieben sind nicht selten eben auch Fachkräfteengpässe, sodass diese meist zum eigenen Zweck Mitarbeiter ausbilden. Für die in es nach 3 oder 3 1/2 Jahren Ausbildung bitter, Zeit und Geld investiert zu haben und am Ende ohne qualifizierten Mitarbeiter dazustehen.

Es ist kein Unding den Betrieb nach der Ausbildung zu wechsel, um auch andere Erfahrungen zu sammeln. Aber man muss sich z. T. eben auch in den Ausbildungsbetrieb versetzen und die Situation auch von der anderen Seite betrachten.

Nicht selten sind es z. B. in eher ländlicheren Regionen die Betriebe, die enorm viel Einsatz in die Ausbildung ihrer Azubis stecken, weil die Mitarbeiter immer älter werden. Dass diese Betriebe nicht mit anderen großen Betrieben mithalten können, was z. B. die Bezahlung angeht oder dass große Unternehmen lieber Ausgelernte mit hohem Einstiegsgehalt locken, weil sie vielleicht selbst keine Azubis ausbilden (und so z. T. auch sparen), sollte man sich vielleicht mal wieder hervorrufen.

Am Ende ist es aber deine Entscheidung. Es ist dein Leben.

22

Danke :) Ich verstehe was du meinst. Wenn ich bei einem kleinen Handwerksbetrieb wäre, hätte ich Hemmungen zu gehen.

Ich lerne allerdings in einem Industriebetrieb mit 500 Mann in dem einen Werk.

Ich habe das Gefühl das es Betriebselektriker wie Sand am Meer gibt.

Ich wohne im ländlichen Gebiet und habe probleme den Betrieb im Winter zu erreichen und fühle mich da in der Produktion echt nicht wohl. Ich möchte in die Instandhaltung.

Bei mir im direkten Umfeld gibts genügend Betriebe was nicht heißt das die Chancen gut sind

0

Wir raten sogar dazu, nach der Ausbildung in einen anderen Betrieb zu wechseln und unterstützen sie dabei (Azubi, gruseliges Wort, wie sagte Wolf Schneider? " Azubi, der: Die Rache des Volksmundes dafür, dass es den Lehrling nicht mehr gibt".)

Es dient m.E., ähnlich dem altem "Auf die Walz gehen" der Gesellen, der zusätzlichen Qualifikation, dem Kennenlernen anderer Bertriebsabläufe, stärkt soziale Kompetenzen ( nicht alle Chefs sind so nett wie ich :-)) und erweitert den Horizont.

Nur in seltenen Fällen, wenn es wirklich plietsche Leute sind, übernehmen wir ... wir sagen aber auch schon bei Ausbildungsbeginn, dass wir aus vorgenannten Gründen kaum übernehmen (Relation ca. 1:10)

22

Interesant :) Darf ich fragen was ihr ausbildet? Ist das nicht ein großes finanzielles Loch das ihr da reinreißt? Denn man bildet ja aus um den Arbeiter zu bekommen :)

0
32
@nike5899

Medientechnik Print. Und nein, per se sollten unsere Azubis spätestens im 2. Lehrjahr in der Lage sein, bestimmte Routineabläufe zum Lehrlingsgehalt eigenständig und möglichst fehlerfrei zu erledigen.

Interessant ist der mittelbare Nutzen für den Betrieb, weil man immer bestrebt sein muss, die neusten Entwicklungen zumindest zu kennen, also dieses "Das haben wir schon immer so gemacht!" bei uns nicht vorkommt, Azubis uns vor der Vergreisung bewahren :-)

So einige Kritik der Jungspunde hat mich schon ins Grübeln gebracht i.S.v. "eigentlich hat er ja recht" ...

Und schlussendlich erfordert unser Beruf viele Soft Skills ... kann er mit Kunden umgehen, sie beraten, kann er Aufträge kalkulieren/managen, alles ebenso wichtig wie Photoshop kopfüber zu beherrschen.

0
22
@Majorie22

Interessant. Heißt ihr profitiert von den Lehrlingen.

Ich lerne Elektroniker für Betriebstechnik. Ist nicht so leicht finde ich.

Braucht ihr denn die Fachkräfte nicht?

0
32
@nike5899

Die hohe Kunst besteht im "Nein-Sagen". Wir sind ein 30-Mann Betrieb mit bestimmten Ressourcen und vielen langfristigen Verträgen, im übrigen in unseren Räumlichkeiten auch an der Grenze des Machbaren. Ein guter DTP-Arbeitsplatz kostet blank ca. 25.-30.000€, soll heissen, ein neuer Auftrage/Kunde muss nun binnen 2 Jahren diesen refinanzieren (neben den Lohnkosten) ... es ist manchmal viel profitabler, Nein zu sagen

0
32
@nike5899

Das die Wahrscheinlichkeit der Übernahme gering ist? Ab dem ersten Tag.

1

Der Ausbildungsvertrag endet mit der bestandenen Prüfung. Damit musst Du, um den Betrieb zu wechseln keine Kündigung einlegen, sondern nur eine Übernahme ablehnen, wenn Dir das Angebot gemacht wird. (Du solltest aber einen neue Stelle "in der Tasche haben")

Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten als ungelernter Staplerfahrer im Lager?

Ich habe seit ca.8 Jahren in verschiedenen Firmen als Staplerfahrer im Lager gearbeitet und möchte mich da gerne weiterbilden oder eine Fortbildung als Fachlagerist oder ähnliches machen.Gibt es da Möglichkeiten,auch wenn ich keine Ausbildung habe und bereits 41 bin? Das Arbeitsamt würde es wohl sogar finanzieren.Ich bin über jeden Tip dankbar.

...zur Frage

Wo kann ich mein Schülerpraktikum Pferdewirtin in der Nähe von Frankfurt am Main machen?

Hey also ich habe Anfang nächsten Jahres Praktikum und wir sollen uns jetzt schon mehrere Betriebe in verschieden Sparten suchen. Und neben Bühnentanz interessiert mich auch Pferdewirt/in (aber nicht als Beruf, bräuchte die Ausbildung aber zu einem für mich interessanten Beruf) aber dafür muss ich ja irgendwelche H
Betriebe finden. Kennt ihr gute Betriebe rund um Frankfurt am Main die Plätze für ein Ca 2 wöchiges Schülerpraktikum hätten? Wenn ja wie heißen sie? Habt ihr oder ein bekannter dort Praktikum gemacht? Ist es ein eingetragener Ausbildungsbetrieb (kein muss)? Ein Link wäre nicht schlecht.
Liebe Grüße MilleW

...zur Frage

Einsamkeit, mal wieder?

Jo, ist eh wieder 'ne dumme Idee, hier zu schreiben. Werde es gleich wieder bereuen. Fühle mich gerade wieder komplett allein und verlassen. Kann nicht schlafen deshalb. Mir geht es einfach schlecht.

...zur Frage

Ich hasse meinen Job, was kann ich machen?

Hallo ihr lieben,
Um es kurz zu fassen: ich arbeite als groß und Außenhandelskauffrau. Unsere Kundschaft sind hauptsächlich Handwerker.
Ich halte diesen Job nicht mehr aus, ich fühle mich einfach nicht mehr wohl. Es ging damit an das unsere Kunden mich sexuell belästigt haben. Dann sind meine Arbeitskollegen jeden Tag schlecht gelaunt! Das Arbeitsklima ist zum kotzen und keiner kann sich wirklich leiden! Mir macht mein Job gar keinen Spaß mehr.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Lg

...zur Frage

Industriemechaniker oder doch Mechatroniker?

Hallo Community!

Ich habe eine Frage zu den oben genannten Ausbildungen. Ich weiß, dass der Mechatroniker auch etwas im Elektronik Bereich, im Gegensatz zum Industriemechaniker. Dazu habe ich dann eine Frage.

Ist der Mechatroniker nicht dann nur so eine 50/50 Ausbildung? Also hat man dann vielleicht später Probleme die Firma zu wechseln, weil man nur 2 Sachen ein bisschen kann? Oder ist die Ausbildung einfach nur schwerer?

Gerade im Hinblick auf die Zukunft weiß ich nicht genau, welche von den beiden Ausbildungen ich machen soll. Ich kann mich zwischen den beiden entscheiden, weshalb ich euch um Rat frage. Auch die Jobsicherheit ist mir wichtig. Möchte man eher einen, der 2 Sachen ein bisschen kann oder eher ein Spezialisten? Bei den Weiterbildungsmöglichkeiten ist es ja relativ ähnlich, soweit ich weiß.

Auch würde mich interessieren, welche Ausbildung einen besseren Ruf hat, falls man sich mal umbewerben möchte. Es geht nur um die Ausbildung, beide Betriebe sind ziemlich groß.

Vielen Dank im voraus! :)

...zur Frage

Während der Ausbildung in einen anderen Betrieb wechseln, Kündigungsgrund?

Hallo,

Ich habe jetzt eine Ausbildung bei einem Möbelhaus angefangen und fühle mich ehrlich gesagt die ersten 3 Tage nicht wirklich wohl.. Zuerst mache ich eine verkürzte Einzelhandelsausbildung (2 Jahre) und danach den Handelsfachwirt (1Jahr).

Ich muss sagen, dass der Umgang mit Kunden im Zusammenhang mit Möbeln, Polster usw. überhaupt nicht meine Welt ist.
Deswegen wollte ich fragen, ob es laut Vertrag auch so genehmigt ist, sich heimlich bei einer anderen Firma zu bewerben (für dieselbe Ausbildung)?
Die Arbeitszeiten sind auch nicht mein Fall. Von 11 Uhr bis 20:00 Uhr.. Und dann auch noch nicht mal jeden Samstag frei :-(

Das wird mir zwar in einem anderen Betrieb auch so gehen, jedoch würde ich dann eher darauf achten, eine Filiale zu finden, die näher zu meinem Lebensgefährten ist. Des Weiteren kann ich mir gut vorstellen, dass mir der Umgang mit Lebensmitteln und Co. viel besser gefallen würde.

Ich wollte also für dieses Jahr sogenannte Last Minute Angebote nutzen, um mich bei diesen Firmen bewerben zu können. Wären diese ganzen Aufzählungen, die ich genannt habe möglich?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?