Ist es ein Suizid aus rationalen Gründen möglich?

4 Antworten

Ich habe diese Wortwand ehrlich gesagt nicht gelesen.

Ich kann mir vorstellen, daß man sich einen Suizid rational denkt und redet.
Da der Hinderungsgrund  Selbstmord zu begehen der Selbsterhaltungstrieb, also ein sehr starkes Gefühl ist, kann dieses nicht mit etwas so schwachem wie ein paar rationalen Überlegungen ausgehebelt werden.

Es gäbe aber ein paar rationale Gründe, keinen Selbstmord zu begehen.

Warum sollte ich mich der Mühe unterziehen, wenn ich todsicher sowieso eines Tages sterbe?
Außerdem denke ich immer, wenn ich schon mal hier bin und Eintritt bezahlt habe, will ich den Film auch zu Ende sehen. Jetzt will ich auch wissen, wie es ist alt zu sein.

 

Es ist ein schönes Gefühl, diese Gedanken durch die Fortschritte wieder loszuwerden!. Auch wenn die Gedanken ein paar Jahre, in einem weitaus längerem Leben sehr stark sind, viele Situationen und Momente unerträglich zu sein scheinen, so kann immer noch eine sehr schöne und ruhigere Zeit kommen. Eine Zeit in der du dafür dankbar bist, diese Gedanken nicht in die Tat umgesetzt zu haben. 

Du kannst weinen (Gefühle zulassen), arbeiten und sogar nebenbei studieren und mit Menschen im Kontakt sein; etwas was die meisten mit BPS nicht schaffen. Gebe dir Zeit und setze dich nicht mit deinen Zielen unter Druck.

Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe ja in meinen Beitrag erwähnt,dass ich gelernt habe mit meiner Krankheit umzugeehen. Ich habe bisher in 25 Jahren nicht erfahren, was das Leben lebenswert macht. Daher bin ich noch motiviert, weil ich denke dass da etwas ist was ich erleben muss. Bis in alle Ewigkeit kann ich das aber nicht durchhalten, deswegen beschäftigt mich das Thema. Was aber noch wichtiger ist, ich habe große Angst vorm tot. Ich glaube eigentlich nicht, dass ich die Eier dafür habe.

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@lastresort1991

Ich weiß nicht welche Therapie du machst. Ich habe in der DBT erlernt im "Jetzt" zu bleiben. Ich denke, dass solche Gedanken wie lebenswert das Leben in Zukunft sein wird wenig produktiv sind um das "Jetzt" als lebenswert zu empfinden.

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@lastresort1991

Wenn du dich noch impulsiv zeigst, Ausbrüche von Wut und Trauer nicht unter Kontrolle hast, dann gibt es noch viel was du durch Therapie erreichen kannst.

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@BTSSV87

Diese Impulsivität kann man glaub nicht ganz abschalten, man kann nur lernen damit umzugehen. In der Umgebung von Menschen habe ich unter Kontrolle, ich fühle zwar die Anspannung, gebe dieser aber nicht nach. Wenn ich alleine bin hingegen, kann es schon vorkommen, dass ich mich nicht unter Kontrolle habe.  

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@BTSSV87

Da habe ich mich wohl unglücklich ausgedrückt. Ich denke nicht ständig über die Zukunft nach. Ich wollte damit nur sagen, dass ich keinen Neid oder Missgunst gegenüber anderen empfinde. Ich mag es wenn ich glückliche Menschen sehe.

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Erstmals: Natürlich wäre ein Suizid niemals eine gangbare Möglichkeit und dementsprechend muss ich mich dagegen ausspprechen. Jedoch möchte ich nun als Gedankenspiel erklären wann denn überhaupt maximal ein Suizid in irgendeiner Weise gerechtfertigt wäre:

Ein Suizid wäre nur dann nachvollziehbar und begründbar, wenn dieser dazu dient das eigene OBJEKTIVE Leiden zu stoppen. Wenn also durch eine schwere Krankheit das Leben nicht mehr möglich ist, man keinerlei Möglichkeit hat diese Krankheit zu überwinden und die Einschränkungen der Krankheit so enorm sind, dass man nur noch im Bett liegen kann ohne am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, nur dann wäre es nachvollziehbar Suizid zu begehen. Bsp. zur näheren Erläuterung:

Man hat eine schwere Krankheit mit keinerlei Chance auf Heilung und wird in ca. 2 Jahren sterben. Gleichzeitig bereitet einem diese Krankheit unglaubliche Schmerzen weshalb das Leben in der Gesellschaft nicht möglich ist, und das Ertragen des Tages nur noch mit Schmerzmittel irgendwie überwunden werden kann. Nun wäre es nachvollziehbar wenn diese Person Suizid begehen würde.

Ach ja noch so nebenbei:

Wenn du dich umbringen würdest, dann wäre das eher ein Zeichen von Schwäche. Du möchtest es dir einfach leicht machen. Leben ist hart unfair und anstrengend - das steht außer Frage. Doch das Leben zu beenden ohne starke körperliche Einschränkungen wie oben genannt zu haben ist eine Beleidigung für alle die nach obigen Schema leben und auf ein Wunder hoffen. Also wenn du unbedingt dein Glück finden möchtest, dann tritt dir einfach in den Arsch.

Du schreibst von Krankheiten mit schlimmen Schmerzen.

Es gibt Menschen, die psychische Krankheiten haben. Sie sind trotz Medikamenten immer unglücklich, fühlen sich immer schlecht. Irgendwann haben sie alle Möglichkeiten der Behandlung ausprobiert. Auch sie sind oft nicht mehr dazu in der Lage, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen - oder nur unter Leiden, ohne Freude daran.

Wie siehst du das dann, dürften solche Menschen sich töten?

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@Mirarmor

Psychische Krankheiten resultieren aus meiner Sicht letztlich immer aus der Schwäche der jeweiligen Person. Dadurch das die Leute immer nur an ihr eigenes doch so unfaires Leben denken, ignorieren diese den Fakt wie viele Möglichkeiten ihnen gegeben sind. Weshalb sie das tun? Ganz einfach: Einfach zu sagen das das Leben so gemein zu einem ist und sich überlegen umzubringen ist einfach leichter als sich ernsthaft mit seinen Problemen auseinanderzusetzen. Das ganze beginnt damit das durch die Schaffung des Bildes einer "psychischen Krankheit" der "Erkrankte" vollkommen der Meinung ist das er daran nichts ändern kann. Obwohl er es könnte. Das man selbst nicht mehr am gesell. Leben teilnehmen kann ist stets nur Einbildung und Illusion. Denn dafür müsste man offen konfliktfreudig und freundlich sein. Doch das erfordert Anstrengungen. Da sind die meisten eben lieber traurig, depressiv und denken über nen schönen Tod nach.

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@BIOwarFIRE

Manche Kämpfen ihr Leben lang und jeden Tag gegen ihre Krankheit oder Störung an! Was du schreibst ist nicht anders wie wenn du, auf Grund des Mangels an Wissen, einem Krebspatienten sagst, dass er selbst Schuld wäre, er einfach nur zu faul sei gesund zu sein. 

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Ich habe bisher nicht über das Thema gesprochen, genau wegen Leuten wie dir. Ich habe 6 Jahre lang meine Klappe gehalten, weil ich selbst dieser Meinung war. Ich habe mir eingeredet, dass ich keinen wirklichen Schmerz kenne und dass ich froh sein sollte, kein Krebs zu haben, was mit körperlichen Schmerzen verbunden ist. Mein Therapeut hat mit dazu geraten mir Input von anderen zu holen. Ich wollte hier keinesfalls Mitleid eregen oder so tun als ob das Leben nur zu mir unfair ist. Ich weiß, dass andere auch Ihre Probleme haben. Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich motoviert bin meine Situation zu verbessern und ein Suizid für mich nicht in Frage kommt! 

Vielen Dank

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@lastresort1991

Also ich möchte noch erwähnen dass es natürlich auch wirkliche psychische Krankheiten gibt beispielweise bei Behinderten. Mein großer Bruder ist schwer behindert, deshalb weiß ich recht genau was diese Menschen denken, wie sie handeln und was die Auslöser dazu sind. Aber solch eine Behinderung ist auf eine wirkliche Schädigung des Nervensystems und Gehirns zurückzuführen, wohingegen diese "antrainierten" Krankheiten doch eher von einer eingeschränken Sicht äußern. Man muss offen für alles sein und sich mit Güte den Mitmenschen zuwenden.

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@BIOwarFIRE

Also ich glaube nicht, dass man sich diese Krankheit antrainieren kann. Es gibt diverse Bereiche im Gehirn, die sich im Kindesalter entwickeln müssen. Ich möchte nicht alles auf meine Eltern schieben, aber ich habe noch nie Zuneigung erfahren, wurde vernachlässigt, misshandelt etc. Dadurch habe sich diverse Bereiche im meinem Gehirn nicht korrekt entwickelt. Man muss natürlich dazu sagen, dass es viele Menschen gibt, die deutlich Schlimmeres erlebt haben und kein BPS oder ähnliches haben.

Ich arbeite nun mit meinem Therapeuten daran an diesen Problemen zu arbeiten. Ich habe auch große Vorschritte gemacht (objektiv).  Ich hatte lange Zeit eine sozial Phobie, Minderwertigkeitskomplexe, habe mich hässlich gefühlt (war schwer übergewichtig). Dies habe ich alles überwunden und kann ein normales Leben führen. Normal aber leider allein - weder Freunde noch Familie.

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@BIOwarFIRE

Eine Schädigung des Nervensystems, bzw. eine neurologische Erkrankung ist keine psychische Störung/Krankheit und eine Behinderung kann sowohl psychisch oder körperlich sein.

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@BIOwarFIRE

Wie sieht es bei einer Traumatisierung aus? Ist man wohl selbst Schuld daran wenn man sich einem Schreckenserlebnis aussetzt, oder?

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@BTSSV87

Es ist zu komplex um auf das Thema genau einzugehen. Man könnte allein um die oben gestellte Frage zu beantworten eine ganze Buchreihe schreiben. Wieso? Weil jeder mit seiner eigenen Meinung berücksichtigt werden möchte, das macht aber Themenkomplexe nicht diskutierbar, da zu viele Feinheiten zu beachten sind. Es gibt Leute die werden von einem Erlebnis traumatisiert während andere das wegstecken. Wie möchtest du dies dann erklären? Der eine hat eben mehr mentale Stärke und verkraftet dadurch Situationen besser, ob diese mentale Stärke von weiteren Faktoren als den eigenen Willen abhängt ist logisch, können aber nicht benannt werden. Da der Mensch sich selbst aufgegeben ist, wer hat die Schuld wenn man von einem Trauma dauerhaft geschädigt wird? Genau, die Antwort wird immer lauten man selbst, auch wenn man vllt gegen diese Gegebenheiten nichts ändern kann ist man letztlich durch seinen eigenen Bezug mit daran beteiligt

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@lastresort1991

Unter dem Wort "antrainieren" meine ich die Aneignung von psychischem Fehlverhalten/Abnormitäten/Störungen aufgrund des sozialen Umfelds und persönlicher Erfahrungen. Keinesfalls möchte ich Leuten unterstellen absichtlich sich irgend eine psychische Störung anzueignen.

Und das mit dem entwickeln ist aus meiner persönlichen Sicht eher ein Mittel die Schuld von sich zu schieben.

Auch ich hatte eine nicht leichte Kindheit:

Ich hatte niemals Freunde, weder im Kindergarten noch in der Grundschule

Ich war extrem schüchtern und aufgrund fehlender Mainstream-Gegenstände wie coolen Klamotten, Spielekonsolen, Internetzugang usw. war ich nie in die Gemeinschaft inkludiert

Mein bereits erwähnter behinderter Bruder hat mich oftmals geschlagen oder meine Eltern die deshalb stets Konflikte in sich trugen und ich daraufgehend vernachlässigt wurde.

Wie glaubst du ist es für einen 6 jährigen zu hören wie seine eltern sich gegenseitig anschreihen, der große Bruder Gewaltausbrüche hat und man selbst keine andere Möglichkeit hat sich in sich selbst zurückzuziehen?

Und doch bin ich dankbar eben genau für diese Situationen die mich geprägt haben. Sie haben mir unglaublich viel Mitgefühl, Willensstärke und Kraft verliehen. Viele wären an solch einer Vergangenheit zerbrochen, doch ich bin daran gewachsen. Weshalb? Naja in den Fantasybüchern musste auch jemand der Held sein der sich nicht unterkriegen lässt.

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