Ist es ein schlechtes Zeichen, wenn einem ca 5 Jahre altem Kind klar wird, dass es und seine Mitmenschen irgendwann tot sein werden und somit egal sind?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Es ist in dem Alter völlig normal dass Kinder sich über den Tod und in ihrem Denkvermögen über den Sinn des Lebens Gedanken machen.

Falls es Angst hat dass die Mama oder sonst jemand auch mal sterben könnte beruhige es dass Mama auf ihn aufpassen wird. Wichtig ist nur, wenn das Kind nachfragt, dass du nicht zu tief ins Detail gehst, um das Kind nicht zu verschrecken, denn es macht sich die grausame Welt so wie es selber es vertragen kann.

Da gibt es viele Faktoren, die einzuschätzen sehr schwierig sind. Da ist das elterliche und mediale Umfeld. Da sind die gesellschaftlich zunehmenden Tendenzen, den Tod immer mehr auszuklammern. Gleichzeitig ist er auf den Bildschirmen allpräsent. Es kommt auch auf die Sensibilität des Kindes an und seine eigenen Fantasien. Eine allgemeine Schlussfolgerung kann man da nicht ziehen.

Jeder hat seine individuelle Begegnung mit dem Tod, den Moment, wo Tod und Endlichkeit wirklich an einen herankommen. Ich bin ja noch in einer Zeit groß geworden, in der die Leute zu Hause gestorben sind im Kreis der Familie. Ich war Messdiener und bin ab ca. 7 Jahren immer gern mit Beerdigungen gegangen, weil es hinterher für die Messdiener einen Extra-Obulus gab. Die Predigten des Pfarrers weder beim Totenrosenkranz, noch bei der Totenmesse noch beim Grab haben mich wirklich erreicht. Ich war gut katholisch und Tod hieß letztlich Himmel, wenn man brav war. Letzteres habe ich immer etwas verdrängt. Als ich älter wurde habe ich dem Beerdigngszug vorweg das Kreuz getragen - was bei ca 700 m sehr schwer werden kann. Da sind noch alle gelaufen, vom Haus der/des Verstorbenen bis zum ausgehobenen Grab.

Solange ich gut katholisch war, hatte ich kein Problem mit dem Tod - kleine Selbstschwindelei eingeschlossen. Als ich dann aus der Kirche ausgetreten bin, auch nicht. Hatte inzwischen Sartre gelesen und war Camus-Fan. In diese Situation hinein bin ich dann mit ca. 23 wirklich dem Tod begegnet, meinem eigenen in Form einer heftigen Angina Pektoris. Es ist erstaunlich, was da der Körper mit einem macht und welche Probleme der Kopf hat, die Angstwellen des Körpers in den Griff zu bekommen. Selbst als sich das als ein nerveneinklemmender Halswirbel herausstellte, blieb die Erinnerung immer wieder lebendig, wenn mir der verrutschende Halswirbel mal wieder "das Lied vom Tod" spielte - bis heute.

Ich habe Leute erlebt, die angeblich tiefgläubig waren und einen Horror vor dem Tod hatten und Leute, die locker mit dem Thema Tod umgegangen sind, obwohl sie keine "Kirchenrenner" waren. Das ist so individuell, dass ich nicht glaube, dass man Schlüsse auf alle Menschen ziehen kann. Ich selbst bleibe bei allen Erfahrungen auf das Leben fixiert, auf meines und meiner Freunde und der näheren Gemeinschaft. Mir geht es am Hintern vorbei, wer später mal an mich denkt. Meine Freunde sicherlich, weil wir es mit den verstorbenen Freunden auch so halten (ich bin halt schon in dem Alter, wo die Bekannten in Krankenhäusern und dann auf dem Friedhof landen). Mein Rat: Wenn mit zunehmendem Alter das Sargdeckelklappern lauter wird, ist es gut, wenn man wirklich gute, persönliche Freunde hat und nicht diesen Facebook-Larifari. Die sind dann wirklich weg und wenn das Smartphone abgeklemmt ist, ruft auch keiner mehr an.

Andr3e 28.02.2016, 00:25

Tschuldigung aber um diese Frage zu beantworten muss man nicht alles umschreiben und ausformulieren, damit man wie ein "Experte" rüber kommt.

0
berkersheim 28.02.2016, 10:19
@Andr3e

@ Andr3e

Wie ich antworte, ist doch meine Sache. Wenn der Fragesteller für sich etwas Sinnvolles daraus ziehen kann, prima. Du kannst Deine Antwort geben. Wer bist Du, dass Du andere bewertest?

1

Das ist ganz normal, Dinge wie Friedhof werden in dem Alter auch interessant. Ist für die Eltern mitunter etwas makaber aber die Kinder gehen in der Regel damit recht locker um.

Weder noch, dass ist bald wieder vergessen.

Wenn jemand stirbt, wird er nicht zwangsläufig vergessen und ist einem somit auch nicht egal. 

Ich habe meine Tochter verloren. Und sie lebt immer noch in meinem Herzen fort. Sie wird mir nie egal oder vergessen sein. 

Das kann man dem Kind erklären. Somit ist es nichts Böses, wenn jemand stirbt. 

Nein, das ist völlig normal.

ne, diese Kids haben es drauf.

Bei Interesse google bitte mal "Indigo-Kinder" oder  "Kristall-Kinder", einfach mal als kleiner Hinweis.

🙋

Du darfst ihm klar machen, dass es ein Ende gibt. Aber das deswegen alles egal ist, ist falsch. Wenn du selbst so denkst, dann hast du auch eine falsche Sicht auf die Dinge.

JadenShortbread 08.03.2016, 07:27

Wie kannst du denn die Sicht eines anderen Menschen rigoros falsch nennen? Es mag ja sein, dass du diese Sichtweise nicht teilst. Alles was darüber hinaus geht, ist Anmaßung deinerseits und wäre noch viel eher als falsch zu bezeichnen.

0

Ich versteh deine Frage nicht ganz?!?

MalFragenHalt 26.02.2016, 23:49

Was genau ist denn unverständlich? 

0
oXicDeViL 26.02.2016, 23:54
@MalFragenHalt

Ich denke das ist eher so eine Phase, sollte das Kind mit 10 oder 11 jahren immer noch so denken sollte ich zu einem Fach arzt gehen

0
MalFragenHalt 27.02.2016, 10:47
@oXicDeViL

Und wenn das Kind schon 19 ist und sich dieser Tatsache immer bewusst hielt?

0
oXicDeViL 27.02.2016, 15:28
@MalFragenHalt

Ich denke bei solchen sachen ist es immer sinnvoller gleich zu einem Facharzt zu gehen, denn der weiss was zu tun ist

0

Ein 5 Jahre altes Kind, kann die Begrifflichkeit von Tod sicher noch nicht verstehen.

... somit egal sind: das kann ein Kind auch nicht wirklich verstehen!

Was möchtest Du wissen?