Ist es ein Grund gekündigt zu werden, wenn man sagt das man die Firma Verlassen will und die nächste freie Stelle bei einer anderen Firma annimmt?

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5 Antworten

Ob das für den Chef ein Kündigungsgrund ist, sei mal dahingestellt. Es geht hier wohl eher darum, ob der AG so einfach kündigen kann.

Wie lange ist der MA in der Firma? Wie viele MA hat der Betrieb?

Wenn es sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt oder der AN noch nicht länger als 6 Monate im Betrieb ist, greift das Kündigungsschutzgesetz nur in Ausnahmefällen und der AG hat es mit einer Kündigung einfach.

Ist man schon länger beschäftigt und es ist kein Kleinbetrieb, sollte innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erhoben werden.

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In der heutigen Zeit ist niemand mehr so naiv zu glauben, dass ein Mitarbeiter sich sein ganzes Leben lang seinem Betrieb gegenüber verpflichtet, genauso wenig, wie sich die AG den Mitarbeitern auf Dauer gegenüber verpflichten.

Jeder AG muss damit rechnen, das ein MA der etwas interessanteres oder attraktiveres findet, den Vertrag natürlich entsprechend der vertraglichen und gesetzlichen Regelungen, beendet.

Genauso muss auch ein MA damit rechnen, dass er durch andere MA ersetzt wird solange es die vertraglichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zulassen.

Da dies offensichtliche und bekannte Rechte beider Vertragsparteien sind wird durch die Äußerung dieser Absicht weder das Vertrauensverhältnis dahingehend zerstört, dass eine weitere Zusammenarbeit unmöglich wird, noch rechtfertigt dies eine Kündigung des AN.

Natürlich dürfte durch diese Äußerung die Zukunft in diesem Betrieb insbesondere die Karriereaussicht nahezu bei 0 sein.

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Wenn man den Chef damit droht die nächste freie Stelle anzunehmen hat sich diese Person von der Firma schon verabschiedet. Das kann dazu führen dass der Arbeitgeber sofort die Kündigung selbst ausspricht.

Niemand ist unersetzbar und drohende Mitarbeiter sind leicht zu ersetzen mit solchen die Interesse an der Firma und einem Arbeitsplatz haben.

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Kommentar von PeterSchu
15.07.2016, 23:59

"...hat sich diese Person von der Firma schon verabschiedet."

Woher willst du das wissen? Wir haben freie Berufswahl und es steht jedem Menschen frei, sich einen anderen Job zu suchen. Dass du ihm unterstellst, dadurch seine Aufgabe nicht mehr richtig zu erfüllen, ist eine Unterstellung ohne Grundlage.

Einen Arbeitgeber, der sich über die Kündigung eines Mitarbeiters derart ärgert und derart unprofessionell reagiert, würde ich eher vergleichen mit einem Sklavenhalter, der sauer ist, weil ihm ein Sklave weglaufen will.

Genau wie ein Arbeitgeber unter Einhaltung der Fristen kündigen kann, kann dies ein Arbeitnehmer auch. Damit verstößt er nicht gegen seine Arbeitspflichten.

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Sowas kann durchaus als Kündigungabsicht verstanden werden. Und nun ist demjenigen der Arbeitgeber eben zuvorgekommen.

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Kommentar von Amtsschimmel25
15.07.2016, 11:20

Eine Kündigungsabsicht eines AN ist aber kein Kündigungsgrund für den AG. Wie soll der AG die Kündigung seinerseits begründen?

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Kommentar von PeterSchu
16.07.2016, 00:09

"Sowas kann durchaus als Kündigungabsicht verstanden werden."

Schön, jetzt musst du nur noch erklären, womit dies gegen irgendwelche Arbeitspflichten verstößt. Wir haben freie Berufswahl und der Arbeitnehmer kann unter Einhaltung von Fristen kündigen. Was also wäre ihm vorzuwerfen?

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Ja das ist ein Kündigungsgrund

Vertrauensverlust und keine Loyalität dem Unternehmen gegenüber

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Kommentar von PeterSchu
16.07.2016, 00:11

Unsinn. Jeder Mensch hat das Recht, seinen Beruf und seine Arbeitsstelle selbst zu suchen. Wo steht geschrieben, dass man dem Betrieb gegenüber ein Leben lang loyal sein muss? Solange man dort arbeitet, hat man loyal zu sein. Mehr nicht.

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