Ist es ein Fall für den Tierschutz?

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10 Antworten

Ist eine schwierige Frage....vom Gefühl her müsstest Du es...andererseits würde dies unter Umständen.ein grosses Zerwürfnis mit den Besitzern zur Folge haben.

wo der Hund gemeldet ist, spielt keine Rolle, sondern wo er gehalten wird. Falls die Besitzer in der Schweiz leben, hättest den Tierschutz auf Deiner Seite...dort wurden schon Hunde weggenommen, weil der Besitzer den ganzen Tag arbeitete,  und zuwenig Zeit für seine Fellnase hatte.

Ob sich der deutsche Tierschutz für einen Hund einsetzt, welcher ja *gut* versorgt wird....weiss ich nicht.

Ich würde ihn aber auf jeden Fall einschalten...aber so diskret, dass Dir der Zugang zu der Hündin von den Besitzern nicht verwehrt wird. Versuch möglichst viele Beweisstücke zu sammeln ( Photos et. ), und mach`s....vielleicht solltest Du zuerst einen TA einschalten, und seine Untersuchungsergebnisse ( Überfütterung etc ) dann ebenfalls vorlegen.

Viel Glück.

Beim Einschalten des Tierschutzes steht an erster Stelle die Meldung an das Veterinäramt...

Dieses wird die Unterbringung, Versorgung und Haltung kontrollieren und hinsichtlich des Zustandes des Hundes nichts unternehmen können, denn:

  • der Hund ist artgerecht untergebracht
  • wird gesundheitlich versorgt
  • eine Vorschrift zu ausreichendem Auslauf zwecks Abnehmen gibt es nicht
  • auch keine Vorschrift zur kalorienreduzierten Fütterung

Der Hund "leidet" sozusagen genau so, wie ein adaptiöser Mensch, welcher zuwenig Bewegung und zu viele Kalorien hat. Auch hier darf die Gesellschaft nichts unternehmen.

Du schreibst weiter unten, dass der Hund bei dieser Haltung vielleicht noch ein Jahr vor sich hat.

Mal abgesehen davon, dass ich das ein Jahr Quälerei zuviel finde: Wie reagiert denn der Besitzer auf die Prognose? Und wäre es nicht vielleicht eine Option, mit Hund und Halter zu einem vernünftigen TA zu gehen, der mal ganz deutliche Worte findet?

Der Halter scheint ja an dem Hund zu hängen. Dann sollte ihm doch beim Gedanken daran, den Hund zu verlieren, der A... auf Grundeis gehen. Das würe ich zum Wohle des Hundes nutzen.

Meiner Meinung nach ist es kein Fall von Tierschutz. Ich kenne viele Labradore, die "fett" gefüttert werden. Diese Rasse nimmt auch sehr schnell zu. Vielleicht ist es hilfreich, den Hund auf eigene Verantwortung beim TA vorzustellen und sein "Urteil" den Besitzern zu übermitteln - das wird sein, wenn die Ernährung nicht umgestellt wird, der Hund zu Tode kommt. Es ist nicht anders als bei Menschen, der Hund ist übergewichtig, was die inneren Organe überfordert.

Ich finde es super gut, dass du dir solche Gedanken machst. Und ich weiss aus eigener Erfahrung, dass Besitzer unheimlich engstirnig sind. Du hast einen schweren Weg vor dir, ihnen das begreiflich zu machen. Aber du musst auch starke Nerven haben und sehr hartnäckig bleiben..

Ich wünsche dir ganz ganz viel Erfolg und drücke dir ganz lieb die Daumen!!!

Liebe Grüße  Jacqueline

Kommentar von Narthan01
24.10.2016, 12:31

Wie geht es denn zwischenzeitlich mit dem Labbi? Hast du was erreichen können?

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Ich sehe hier abgesehen von der falschen Fütterung kein tierschutzrelevantes Problem im Sinne der Gesetze. Der Auslauf wird durch dritte sichergestellt, was grundsätzlich so in Ordnung ist.

Nun scheint es aber so zu sein, das die Haltungsbedingungen nicht optimal sind (um es mal vorsichtig auszudrücken). Das ist jedoch ein Problem, welches sich einvernehmlich mit dem Besitzer lösen läßt (du schreibst Hilfe würde durchaus angenommen werden).

Ein Amtstierarzt wird in diesem Fall wohl kaum die Haltung des Hundes untersagen, daher kannst du dir den Gang zum Amt auch sparen.

Kommentar von douschka
19.10.2016, 02:43

Du hast den Kern getroffen, danke. Wir Nachbarn kümmern uns und wollen den wenigen Halt der Betroffenenen nicht nehmen. Eine Dauerlösung ist es keineswegs. Ihre Tierliebe geht durch den Magen und Labis haben keine Fressbremse.

Ich persönlich habe mich schon längst damit abgefunden, das man vieles hinnehmen muß. Die Labimaus hat so vllt. noch ein Jahr. Sie kennt es nicht anders und fügt sich.

Ist einfach Mist und dass es anders besser gehen könnte. Bin traurig wegen des Egoismus. Gegen den kommt man leider selten an. LG

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3. es gibt schlimmere Fälle. Hier handelt es sich "lediglich" um einen Hund, der zu viel Futter bekommt und keinen Auslauf hat.

Diese Aussage ist so etwas von daneben und völlig unüberlegt!

Wenn dein Kind 41 Grad Fieber hat braucht man sich auch nicht drum zu kümmern da es Kinder gibt denen es viel schlimmer geht.

Bitte vorher nachdenken.

Schweizer TschG 455

Art 1:
Zweck dieses Gesetzes ist es, die Würde und das Wohlergehen des Tieres zu schützen.

Art 3b:

Wohlergehen

: Wohlergehen der Tiere ist namentlich gegeben, wenn:

1. die Haltung und Ernährung so sind, dass ihre Körperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört sind und sie in ihrer Anpassungsfähigkeit nicht überfordert sind,
2. das artgemässe Verhalten innerhalb der biologischen Anpassungsfähigkeit gewährleistet ist,
3. sie klinisch gesund sind,
4. Schmerzen, Leiden, Schäden und Angst vermieden werden;
Art 4: GRUNDSÄTZE
Wer mit Tieren umgeht, hat:
a. ihren Bedürfnissen in bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen; und
b. soweit es der Verwendungszweck zulässt, für ihr Wohlergehen zu sorgen.

Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten.

Der Bundesrat verbietet weitere Handlungen an Tieren, wenn mit diesen deren Würde missachtet wird.

Kommentar von xttenere
19.10.2016, 12:04

drum hab ich ja als Antwort geschrieben, dass in der Schweiz das TSG ziemlich sicher eingreifen würde.

Nur wohnt der Besitzer des Hundes in Deutschland....vermute, dass es da leider etwas anders aussieht, weil de STS keine grenzübertretende Befugnis hat.

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Kommentar von douschka
19.10.2016, 13:33

Hast Du Schwierigkeiten mit Sarkasmus?

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Wenn ich das richtig verstehe, geht es dem Hund gesundheitlich einigermaßen gut, wird aber überfüttert und eben durch dessen Gewicht mit Medikamenten zugepumpt?

Die Besitzer weigern sich und zeigen keinerlei Einsicht?

Ich würde sofort eine Anzeige erstatten, auch wenn es fallengelassen wird.

Vielleicht geht dann den Besitzern ein Lichtlein auf.

Zudem würde ich, mit dem Hund, zu einem Tierschutzverein fahren und dort mit den Zuständigen sprechen.

Die wissen bestimmt besser was man da rechtlich machen kann.

Die Hilfe die die Hündin braucht, ist vor allen Dingen Auslauf.

Finde das ist sehr wohl ein Fall für den Tierschutz.

Ein Hund braucht auslauf.

was du da schreibst, macht einfach nur traurig, schön, dass du dich des hundes animmst, wenn auch erfolglos auf lange sicht. eigentlich müsste man dem jetzigen besitzer den hund wegnehmen, gibt es nicht die möglichkeit, gemeinsam mit dem jetzigen besitzer nach einem neuen herrchen zu suchen oder ist der so uneinsichtig, dass er die folgen seiner überfütterung und untätigkeiten insachen gassigehen und bewegung nicht einsieht.??

Kommentar von douschka
19.10.2016, 13:30

Danke. Die Besitzer sehen es nur bedingt ein und hoffen ..... auf ein Wunder. D.h. sie werden wieder selbst gesund und können sich ausreichend kümmern. Eine traurige Illusion. Es gibt durchaus gute Vermittlungsmöglichkeiten, das beruhigt die Halter. Zum letzten Schritt dahin sind sie noch nicht bereit. Die Einsicht, sich von ihren Katzen zu trennen war schon schwierig. Leider haben wir Helfer noch kein neues Zuhause für die beiden Miezen (je 5 Jahre jung, kastriert, gechippt, geimpft) gefunden. Bereitschaft zur Abgabe nur über Privatvermittlung.

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wenn, dann wäre das Veterinäramt zuständig, schildere den Fall und dokumentiere mit Bildern. Vielleicht hast du Glück und es wird eingegriffen. Aber wenn nur die Überfütterung im raum steht, wird es schwer werden.

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