Ist es ein Betrüger, was soll ich tun?

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11 Antworten

Die Goldmünzen per normaler Post zu versenden war schon mal fahrlässig

[AGB der Post] 3.1.2. Briefe
a. Bei Briefen haftet die Post für Schaden, der aus Beschädigung, Verlust oder nicht korrekter Zustellung entsteht, wie folgt:
Angebot                                 Haftungslimite
Briefe ohne Zustellnachweis CHF 0.–
«Einschreiben»                     CHF 500.–
«A-Post Plus».                      CHF 100.–

https://www.post.ch/de/pages/footer/allgemeine-geschaeftsbedingungen-agb?shortcut=agb

Eine Nachforschung ist nur mit einer Sendungsnummer möglich (die Du nicht hast) https://www.post.ch/de/pages/kontaktformulare/nachforschung-national.

Je nachdem wie Du die Münzen verpackt hast könnten die auch bei der Post abhanden gekommen sein

Dass er erst nach einem Monat reagierte, erstaunt mich allerdings etwas ...

Du kannst Anzeige wg Betrug machen - er allerdings auch ... wobei dann Aussage gegen Aussage steht.
Der Käufer ist allerdings seiner Pflicht zu bezahlen nachweislich nachgekommen.

Wende Dich betreffend Haftung Käufer, Verkäufer an einen CH Rechtsanwalt.

Da hast du dir was eingebrockt....

Hattest du zuvor mit dem Käufer über die Versandweise korrespondiert?

Gibt es einen Nachweis, dass der Käufer -vielleicht aus Kostengründen- keinen versicherten Versand wünschte, sondern einfach per Brief? Oder hast du gar nicht gefragt und die Münzen einfach in einem Umschlag gesteckt?

Du musst nachweisen können, dass du den Brief verschickt hast, damit du schon mal halb aus der Sache heraus bist. Das wäre ohne weiteres möglich gewesen, hättest du die Münzen als Einschreiben verschickt.

Das hast du nun mal nicht, also hilft kein Trauern. Jetzt kannst du nur noch einen Nachforschungsantrag bei der Post stellen. Wenn die Post aber behauptet, der Brief sei zugestellt worden,wird es kompliziert. Denn der Käufer hat sie nicht erhalten, und vom Käufer kann nicht erwartet werden, dass er den ganzen Tag den Briefkasten bewacht. Also hast du wieder den schwarzen Peter und hast du weiter keine Möglichkeit mehr, das Gegenteil zu beweisen. In dem Fall musst du die Ware ersetzen.

Das ist wirklich bitter, aber der Käufer hat ein Recht auf Zustellung der Münzen, wenn er sich ordnungsgemäß bezahlt hat.

sharenoevil 15.08.2017, 14:56

Beim verschicken von Münzen neben Einschreiben auch auf Luftpolsterumschlag achten :) es gibt immer noch einige Menschen, die Münzen und andere Kleinteile in normalen Umschlag stecken - sowas bleibt dann oft in den Sortiermaschinen stecken.

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Dann hast Du ein Problem, fallsaDu die falsche Versendungsart gewählt hast:

https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/unzulaessige-inhalte-gefaehrliche-gueter.html

siehe da: Punkt 8 bei unzulässigen Gütern

Hättest Du das Einschreiben gewählt, hättest Du einen Nachweis..

So wirst Du wohl nicht umhin kommen, den Betrag zu erstatten.

gschyd 05.07.2017, 12:47

Da der FS von CHF und A-Post schreibt ist mE davon auszugehen, dass der Brief in der Schweiz versendet wurde.

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Silo123 05.07.2017, 15:41
@gschyd

Oh, ok, dann kann es da anders sein. Danke!

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Dass du das Geld nicht mehr hast, ist ÜBERHAUPT kein Argument.

Du musst BEWEISEN, dass du die verkaufte Ware abgeschickt hast.

Du hast Münzen im Wert von 480,-- Franken als einfachen Brief versendet? Das glaubt Dir kein Mensch, dass Du so naiv bist. Hast Du wenigsten einen Nachforschungsantrag gestellt? Das kann nämlich nur der Absender.

Jetzt kommt es darauf an, was für eine Versandart ausgemacht war. Wenn der Käufer mit einem einfachen Brief einverstanden war, dann trägt er das Versandrisiko.

Sowas hättest Du im eigenen Interesse versichert versenden müssen.

Silo123 05.07.2017, 12:35

Nur ist Gold explizit in den Geschäftsbedingungen der Post als unzulässiges Gut aufgeführt. Es ist da die Frage, ob der Käufer, selbst wenn er mit unversichertem Versand einverstanden gewesen WÄRE, noch selber Schuld wäre.

Weil in diesem Fall hätte der Verkäufer mit der Übergabe der Sendung an die Post gegen deren AGB´s verstoßen

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sharenoevil 15.08.2017, 14:59
@Silo123

Das wusste ich garnicht, dass Gold nicht zulässig ist. Gut zu wissen. Dachte bisher nur, dass verderbliche Ware wie Lebensmittel verboten sind.

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Der Gefahrenübergang ist beim Abgeben des Briefes. Ab dem Zeitpunkt ist es sein Problem, wenn die Post nicht ankommt. Er hätte ja auch Versicherten Versand mit Trackingnummer verlangen können. Wenn für Ihn bei Kauf ersichtlich war, wie die Ware versendet wird, dann trifft dich keine Schuld... so ist die Lage und da kann er dir noch so viel drohen. 

Zumindest in Deutschland ist es so, dass die Gefahr eines Verlustes laut Paragraf 447 Bürgerliches Gesetzbuch auf den Käufer übergeht, wenn der Verkäufer die Ware beim Spediteur abgibt

tmattm 05.07.2017, 13:25

Aber dann muss der Verkäufer wenigstens nachweisen können, dass er die Ware losgeschickt hat. Bei einem Brief/Päckchen ist das nicht möglich.

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Wo und wie hast du die Münzen verkauft? 

Normalerweise trägt der Empfänger das Risiko. Daher wählen die meisten Käufer ja auch versicherten Versand aus.

Und nicht du musst beweisen, dass du sie abgeschickt hast, sondern der Empfänger muss beweisen, dass du es nicht gemacht hast.

Im Zweifel steht hier Aussage (nicht erhalten) gegen Aussage (habs abgeschickt)

Das ist ja jetzt nicht wenig Geld. 

Wäre es nicht angebracht gewesen einen Versicherten Versand mit Packetdienst zu machen? 

In Deutschland würde man sagen Aussage gegen Aussage.

Ich glaube nicht das es bei euch sehr viel anders ist weil könnte ja jeder dan so betrügen.

Privat käufe und verkäufe sind immer mit Risikos verbunden.


Welcher Art der Post Versendung wurde denn beim Kauf mit dem Käufer vereinbart?

Ich würde sagen, da haste Pech gehabt oder kannst du irgendwie nachweisen dass du die Münzen versendet hast? Abgesehen davon, wieso hat ER nachgeforscht? Vielleicht ist das in der Schweiz anders, aber in Deutschland kann nur der Versender einen Nachforschungsauftrag stellen. Riecht leicht nach Betrug, aber machen kannste sicher nix

Immenhof 05.07.2017, 12:18

So ein Schwachsinn, als Privatverkäufer haftet bei unversichertem Versand der Käufer!

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Da du sie nicht versichert versandt hast liegt das Risiko bei dir.

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