Ist es egoistisch auf so einer Welt Kinder zu setzen?

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33 Antworten

Ob eine Handlung egoistisch ist, hängt von der Motivation ab, aus der die Handlung resultiert.

Bei der Zeugung eines Kindes, kann der Wille des Kindes nicht im Vordergrund stehen. Die Kindszeugung ist nie eine altruistische Handlung, denn "der Andere" ist noch gar nicht existent. "Der Andere" kann also nicht in die Entscheidung mit einbezogen werden, konnte keine Wünsche äußern und auch nicht intervenieren, sofern ihm diese Entscheidung nicht gefällt. Man handelt nicht im Sinne "des Anderen", höchstens kann man sich einreden, man würde in seinem Sinne handeln.

Kurz - ein Kind kann die Entscheidung ob es Leben möchte nicht selbst treffen, denn um eine Entscheidung treffen zu können, muss es erst einmal am Leben sein. Die radikale Entscheidung gegen das Leben, als Gegenentwurf zur Geburt, kann daraufhin nur über einen Leidensprozess, mit einem Suizid als Abschlusshandlung, getroffen werden. 

Etwas überspitzt: "Wir zwingen dich dazu dies zu tun, wenn du es nicht möchtest beziehungsweise es dir nicht gefällt, dann musst du dich umbringen." 

Die Kindszeugung ist an dieser Stelle ausgeübter Zwang. Die Eltern zwingen das Kind zum Leben, sie treffen die Entscheidung allein und treffen diese Entscheidung meist aus egoistischen Beweggründen - "Wir wollen ein Kind.", "Ich möchte Mutter sein.", "Ich möchte Vater werden.", "Wir wollen eine Familie gründen." et cetera sind alles egoistische Beweggründe.

Trennen könnte man an der Stelle allerdings noch. Es wäre möglich zu argumentieren, dass der Erhalt der menschlichen Spezies die Motivation darstellt. Damit wäre die Handlung der Kindszeugung gegenüber dem Kind in meinen Augen immer noch egoistisch, allerdings muss an dieser Stelle abgewägt werden, ob der auferlegte "Lebenszwang" als Mittel, den Zweck der Arterhaltung heiligt.

Hier trennt sich dann der Philanthrop von Misanthrop, wenn man es auf die Spitze treiben möchte.

Ich komme für mich nicht drum herum, die Kindszeugung als egoistische Handlung zu betrachten. Der eigene Wunsch wird in den Vordergrund gerückt und übt einen Zwang aus, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Auch unabhängig von den Lebensumständen und der aktuellen globalen Situation, die sich an der Stelle sicher noch einbinden ließe aber im Ergebnis käme ich zum selbigen Fazit.

Wichtig an der Stelle - ich habe die Wahrheit nicht für mich gepachtet. Es ist schlicht und ergreifend nur meine Gedanken zu dieses Thema. Ein Blickwinkel von vielen.

Liebe Grüße.

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Ich fände es als Kind bedenklich, dass meine Mutter sich fragt, ob es das Richtige war, mich geboren zu haben. Ob ich gut für die Welt bin und ob meine Existenz es wert ist, dass ich nicht nur die schönsten Seiten des Lebens kennenlerne. Letzten Endes sind wir jetzt gerade alle auf dieser Welt und die Situation ist nicht rosig. Aber ich freue mich am Leben zu sein. 

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Hallo!

Für mich kommen Kinder auch nicht in Frage, aber nicht aufgrund der Gesellschaft oder dem Treiben in der Weltpolitik, sondern aus Gründen die eig. im Internet nix groß zu suchen haben... egal!

Allgemein muss es jeder für sich selber wissen & ich verurteile KEINEN, der sich auch aus diesem Grund gegen Kinder entscheidet. Es ist wahr ------> die relativ sorglose Kindheit die ich (Jahrgang 1990) noch hatte, gibt es heute so nicht mehr. Die meisten Kinder gehen nach der Schule entweder in dutzend Vereine oder aber gleich in die Ganztagsschule.. was die Freizeit stark einschränkt & dem Kind in seiner ENtwicklung m.E. nicht nur Vorteile bringt: Ein Kind sollte auch mal Kind sein dürfen & das ist heute leider nicht mehr gewährleistet... weil viele Eltern ein Kind als Prestigeobjekt definieren.

Es gibt aber auch genügend Eltern die da ganz andere Wege gehen & man muss es ja nicht diesen Eltern gleichtun die ihre Kinder als Prestigeobjekt vorführen.. was übrigens mMn nix als egoistisch von ihnen ist. An das Wohl der Kinder denkt dabei niemand.

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Kitharea 17.07.2016, 14:28

An das "Wohl" der Kinder wurde vor unserer Wohlstandsgesellschaft NIE gedacht. Früher mussten Kinder mithelfen und alles tun was auch Erwachsene tun. Sie wurden geschlagen und gezwungen zu Allem möglichen. Sie wurden teilweise auch einfach verkauft oder ins Heim gegeben. Ich weiß nicht warum man jetzt dazu neigt alles was jetzt passiert mit Kindern, was definitiv in Summe weit weniger schlimm ist als früher - so schlecht hinstellt. Jede Gesellschaft und jeder Gedanke darin braucht einfach seine Zeit um Früchte zu tragen. So etwas geht nicht von heute auf morgen. Deswegen alle abzuurteilen ist kein guter Weg und richtig ist es auch nicht.

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ManuTheMaiar 17.07.2016, 17:33

Komisch, ich hatte eine sorglose Kindheit und habe jetzt eine sorglose Jugend und mehr als genug Freizeit die ich nutzen kann wie ich will, ich habe die freie Wahl ob ich raus gehen will, am PC zocken oder hier was schreiben will

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Hallo pacaveli7,

auch wenn es in bestimmten Lagen und Verhältnissen sinnvoll ist, keine Kinder zu bekommen, machen sich aber genau die Menschen oft über die ach so grausame Erde Gedanken, die aus ganz anderen - egoistischen(!) - Gründen keine Kinder bekommen wollen, darüber Gedanken und schieben das dann als Argument vor.

Und fühlen sich auch noch unheimlich sozial. Und dann profitieren sie von all den Vorteilen, die sie ohne Kinder haben (wirtschaftliche Lage, Zeit, Karriere, persönliche Freiheiten ....).

Wenn ihnen das Leid der Kinder am Herzen läge, hätten sie umgekehrt sehr viele Möglichkeiten - kostet aber Zeit und Geld.

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Die Frage nach Egoismus scheint mir hier nicht ganz treffend. Ein Kind kann (ausgenommen Vergewaltigung) nur auf eigenen Wunsch gezeugt werden. Das später entstehende Kind kann noch nicht dazu befragt werden.

Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass jedes Lebewesen einen biologisch begründeten Lebenswillen hat. Das zeigt sich in natürlichen Verhalten zur vermeidung von Gefahr und Schmerzen.

Gedankenexperiment: Welt ohne Menschen. Auch ohne unser zutun, vollkommen unabhängig von uns würden tagtäglich Lebewesen sterben.
Auch sie würden oft durch andere Lebewesen sterben. Das würde keine Spezies davon überzeugen, einfach ihre Existenz aufzugeben.

Jetzt zu dem, worauf du wohl eigentlich hinauswolltest. Die Welt ist kein schlechter Ort. Sie ist das, wozu wir sie machen. Wir haben einen immensen Einfluss auf unsere Umwelt und haben unendlich viele Möglichkeiten, auf gegebenes zu Reagieren. Wir haben möglichkeiten uns frei zu entfalten, werden von Generation zu Generation klüger (natürlich mit Ausnahmen, aber darum geht es garnicht). Es gibt unendlich viele wege, Freude und "Erfüllung" zu erfahren. Auch in Krisengebieten sind die Menschen glücklich. Genauso gibt es bei uns Menschen, die unglücklich sind. Es gibt also keinen Grund, einen allgemeinen Existenzwillen in frage zu stellen :)

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Nachdem wir nur diese Welt haben und keine andere, kannst du entweder hier welche in die Welt setzen oder gar nicht. Und das ist dann deine persönliche Entscheidung und hat mit der Welt an sich herzlich wenig zu tun.

Ich persönlich wurde auch ungefragt in genau diese Welt gesetzt und ich bin extrem froh, zu leben. Hätten meine Eltern mir diese Chance nicht gegeben wäre das für mich der größtmögliche Verlust gewesen, auch in Anbetracht der Zustände in der Welt.

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Die Erde ist nicht grausam. Es sind die Erdbewohner. Und da auch nicht alle, sondern nur viele.

Soll man sich nun wegen dieser oft hirnverdrehten, geldgeilen und egomanischen Idioten alles verleiden lassen? Da wäre man ja schön blöd!

Ich hab zwei Kinder und deshalb definitiv kein schlechtes Gewissen. Seine eigene kleine Welt hat nämlich jeder auch ein Stückweit selbst in der Hand. Ich kann alles scheizze finden oder ich kann lernen, aus Scheizze auch Bonbons zu machen. Da, wo ich herkomme, gehörte das zum Überleben dazu. Wer sich das abgeschaut und selbst angeeignet hat, kann auch Kinder dazu befähigen, nicht bei jedem Problem davonzurennen.

Ach ja: Kinder werden von ihren Eltern, der Umwelt und Freunden geformt. Ich habe noch von keiner heiligen Jugendgeneration gehört........

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Natürlich ist es nicht egoistisch und ich versteh auch überhaupt nicht warum alle das behaupten dass sie keine Kinder in diese Welt setzen wollen. Ich meine wann war die Welt denn so tolerant und friedlich wie jetzt? Natürlich ist zur Zeit in sehr vielen Ländern Krieg aber das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Solange keine Zombie Apokalypse ausbricht kann man (zumindest in Deutschland) zu dieser Zeit auf jeden Fall Kinder auf die Welt setzen, vorausgesetzt man kann sich auch gut um sie sorgen (Unterkunft, Pflege, Nahrung, Geld,..).

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Herrscht vor deiner Haustür Krieg? Wieviele deiner Freunde und Verwandte wurden schon ermordet oder sind vor Hunger gestorben? Musst du in Angst leben, dass jederzeit jemand kommen könnte und dich erschießen oder ins Gefängnis stecken könnte? Ja, das wäre sehr unverantwortlich, in diese Welt Kinder zu setzten... Sie würden sich bei so einer Erziehung selbst umbringen.

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Wenn wir uns die Geschichte anschauen, so wird klar, dass es nie eine wirklich friedliche Zeit gegeben hat. In Zeiten des Krieges, der Armut, Krankheiten und anderen Katastrophen haben die Menschen immer weiter gemacht.

Man hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass nach dem Umwetter ein Regenbogen erscheint. Ich würde nicht auf die Idee kommen, angesichts schlechter Umstände auf der Welt, keine Kinder mehr auf die Welt zu setzen. 

Ich würde viel mehr auf eine gute Erziehung setzen, meinen Kindern lehren wie mit den Plagen umzugehen ist und somit versuchen dem Sturm mit einem Gegenwind entgegen zu wirken. 

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Wenn Du diese Definition liest

https://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus

wirst Du sehr schnell feststellen, dass das Zeugen von Kindern überhaupt nichts mit Egoismus zutun hat.

Ein Kind zu erziehen heißt eine Menge Verantwortung zu übernehmen und bedeutet auch Verzicht auf viele Dinge, die Menschen ohne Kinder sich leisten können.

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In den schlimmsten Zeiten haben die Menschen Kinder bekommen. Es gibt keine gute oder schlechte Zeit. Für mich hat sich das Thema sowieso erledigt, weil ich Anfang 40 bin und evtl. auch keine bekommen kann. Was ich viel schlimmer finde ist, wenn Personen Kinder bekommen die damit nicht umgehen können. Wenn die Eltern Kinder über Kinder bekommen, weil sie das Kindergeld kassieren wollen, aber die Kinder verwahrlosen lassen. Wenn ich Kinder bekommen könnte und eigentlich alles rundherum stimmen würde, würde ich evtl. keine bekommen wollen, weil man noch so gut erziehen kann, das Kind wird immer anderweitig erzogen und das nicht zum besten. Ich selbst wurde geboren ohne einen Einfluss darauf gehabt zu haben. Wenn man selbst entscheiden kann, dann sollte man gut überlegen ob man Kinder/Kind haben will. Allerdings geht das Leben eben auch weiter und würde niemand Kinder bekommen wäre die Welt auch schon leer.

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Kitharea 17.07.2016, 14:35

So viele Vorurteile ...

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Phantom15 17.07.2016, 16:35
@Kitharea

Falls Du das mit dem Kindergeld meinst, möglich das es ein Vorurteil ist. Aber Eltern die ihre Kinder verwahrlosen lassen sind ein No Go.

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Erlich es gibt Momente jetzt wo mögliche Anschläge in Deutschland passieren können IS und das mit den hohen Zahlen von Flüchtlingen,wo ich mich schon frage was wird aus meiner 5jährigen Tochter .Kan sie noch sicher in Deutschland aufwachsen ?Wollte eigentlich noch ein Kind aber derzeit lass ich es!Und das die Armut kommt spätestens jetzt das mit den Flüchtlingen wer kan das noch ausschliessen!Krankenkassen heben die Beiträge schon wieder an.Und der Flüchtlingsoli sind wir davor noch sicher?

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Wenn du Kinder haben möchtest, solltest du lieber deinen Gefühlen folgen.
Aber keine Kinder haben zu wollen, nur weil Mensche sterben? Sterben ist leider natürlich und gehört zum Leben. Du kann es nicht aufhalten. Genauso wenig wie du aufhalten kannst das die Sonne untergeht. 

Bei der Jugend muss ich auch den Kopf schütteln. Ich habe seit neuestem zwar mein Abschluss, aber in der Schule waren die kleinen Kinder eine Qual. Die haben zu viel Selbstvertrauen. Meiner Meinung haben sie das durch das Internet erlangt. Sie sind mit dem Internet aufgewachsen und waren dort "immun" vor realen Menschen. Und dieses Selbstvertrauen spiegel sie nun im realen Leben.
 Aber du kannst deine Kinder ja besser erziehen als andere.

Zum Beispiel:
- Kauf ihm nicht alles was er verlangt, er soll verstehen das man nicht alles haben kann. (Damit meine ich vor allem: Kleine Kinder die ein Handy haben das 2 mal so groß ist, wie ihre Hand)

- Er soll nicht von klein auf mit dem Internet konfrontiert werden. Meine Lehrerin hat mal etwas über ihren Sohn erzählt, der in die 3. Klasse geht: Er hat einmal einen Freund eingeladen, damit sie bei ihm zu Hause spielen. Der Sohn der Lehrerin hat mit Baggern gespielt und der andere Junge saß am Tablet und hat Pornoseiten durchstöbert.

Hoffentlich konnte ich dir mehr Infos geben.

-Mfg Sumari

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Fortbestand der Art ...
Egoistisch ? Für wen ?
Gibt Kinder die wurden im Mittelalter gemacht da gings schlimmer zu. Willst du das auch als Egoistisch abtun? Die Welt und das Leben ist, wie es ist. Grade Kinder lernen damit groß zu werden was einerseits gut ist für das Überleben der Menschheit und Andererseits natürlich schlecht weil dadurch auch "böses" weitergedeiht. So ist das halt.

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Erstmal ist es so; wenn Du jemanden wirklich liebst, bleibt Dir in einem Kind ein Teil von der Person immer für den Rest Deines Lebens. Auch wenn sich derjenige trennt oder verstirbt.

Kinder sind die einzigste Hoffnung für diese Welt, Du kannst versuchen, sie so zu erziehen, dass sie sie bessermachen.

Ich weiss nicht, mit welchen Jugendlichen Du in Kontakt kommst, ich kenne viele Studenten die auf dem Weg sind diese Welt nachhaltig zu lenken und positiv zu verändern. Im Besonderen viele hochgebildete Frauen.

Leider ist es so, dass viele Jugendliche (leider vielfach Jungen) da den Zug irgendwie verpassen, weil sie in der Entwicklung bis 18 Jahren den Mädchen weit unterlegen sind.

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OnezeZ 16.07.2016, 16:49

Was laberst du mit Jungen und Mädchen? Würdest du bitte aufhören hier rumzudiskrimieren?! Kannst mir doch nicht erzählen dass ausschließlich Jungs und Männer die Welt schlecht machen?

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FlyingCarpet 16.07.2016, 16:56
@OnezeZ

Weisst Du, da gibt es kein Schwarz/Weiss und das ist das Problem der Männer und einer patriacharischen Gesellschaft.

Es ist halt schade, das viele Jungen ihr Potenzial nicht nutzen, das macht mich traurig.

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weizenmehl96 17.07.2016, 00:42
@FlyingCarpet

Ich stimme deiner Darstellung nicht zu. Das klingt übrigens sehr nach Feminazi. 

Aber nun zu meinem Grund dafür:

Es gibt keinen "Mann" genausowenig wie es eine "Frau" gibt. Und die Tatsache, dass es Jungs gibt, die auch sehr weitsichtigen Mädchen nicht unterlegen sind beweist für mich, das Genetik maximal nur begrenzt damit zu tun hat. Potenzial nutzen geht eher in eine akzeptable Richtung. Aber ob man das tut oder nicht hängt bei beiden Geschlechtern davon ab, welches Bild man von sich und der Welt entwickelt sprich Erziehung in ihrer allgemeinsten Form. 

Und dass du dich auf einer so voreingenommenen Weltsicht niederlässt, sagt auch viel über das Potenzial dass DU nutzt. 

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Susanne88 17.07.2016, 11:49
@weizenmehl96

@weizenmehl96: Da habe ich Verständnisprobleme:

1. Welche Aussagen von @FlyingCarpet klingt nach "Feminazi"? Google: "Feminazi" wird von "antifeministischen Männer- und Vaterrechtlern im deutschsprachigen Raum gebraucht..." Siehst du dich als solchen bzw. deren Standpunkt als richtig an?

2. Du schreibst: "Potenzial nutzen... ...Aber ob man das tut oder nicht hängt bei beiden Geschlechtern davon ab, welches Bild man von sich und der Welt entwickelt sprich Erziehung in ihrer allgemeinsten Form."
Damit sagst du, dass, wenn die Erziehung falsch war, dieser Mensch keine Möglichkeit mehr hat, sein Potential zu nutzen? Weil du ja Genetik, also Veranlagung, einen Satz vorher "max. nur begrenzt" zuläßt. Also Erziehung falsch, keine Möglichkeit mehr?

3. Und was meinst du mit "so voreingenommenen Weltsicht" von @FlyingCarpet?

Würde mich tatsächjlich interessieren.

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weizenmehl96 21.07.2016, 20:52
@Susanne88

Ich habe nicht Feminazi gesagt, um jemanden zu beleidigen, sondern einfach nur, weil ich Menschen, die nicht Gleichheit, sondern gesellschaftliche Überlegenheit der Frau anstreben, als solche kennengelernt habe. Ich kann aber auch gern ein anderes Wort benutzen, wenn du mir eins weißt. Grundsätzlich passt es mir einfach nicht, von einem Extrem ins andere überzuschwappen. Gleichheit ist super und alles andere eben nicht. 

Je nachdem wie ein Kind groß wird, wird es ein Bankangestellter, ein Künstler oder ein Serienmörder. Was die Welt aus einem Menschen macht, ist meiner Meinung nach ein sehr großer und auch weitgehend terminierender Faktor in der Charakterbildung. Genetische Grundlagen können natürlich Dinge subtil oder in extremen Fällen auch stärker beeinflussen. Teilweise geht es auch ineinander über - wenn jemand klein geboren wird (Genetischer Faktor), kann es gut sein, dass er darum viel gemobbt wird (Äußerer Faktor) - das kann zu Suizid oder Racheaktionen führen. Man wird als Mensch so geformt, dass man sich für bestimmte Dinge entscheidet. Denn man hat ja auch für alle Entscheidungen einen Grund - (Erfahrungen, Denkweise, Charaktereigenschaften wie Konsequenz etc, Unterbewusstes -> Bauchgefühl)

Um aber nochmal auf das Potenzial zurückzukommen - ob ein Mensch also neugierig wird und sich Wissen aneignen möchte, ob er über sich selbst und über das um ihn herum reflektiert. Das kommt nicht alles von irgendwelchen genetischen Faktoren. Natürlich kann es das vermutlich beeinflussen, wenn jemand mit einer geistigen Behinderung geboren würde. Aber ansonsten würde ich alles bei der Erziehung ansiedeln. Vieles wird auch in den ersten Jahren nach der Geburt durch Ernährung entschieden. 

Mit voreingenommener Weltsicht meine ich folgendes:

"Weisst Du, da gibt es kein Schwarz/Weiss und das ist das Problem der Männer und einer patriacharischen Gesellschaft. Es ist halt schade, das viele Jungen ihr Potenzial nicht nutzen, das macht mich traurig."

>>DAS PROBLEM DER MÄNNER<<

>>DASS VIELE JUNGEN IHR POTENZIAL[...]<<

das ist, was ich damit meinte

klar benehmen sich viele Jungs ziemlich doof - aber das sind eben nicht JUNGS - sondern Menschen. Und zu Menschen gehören auch Mädchen. Und ich kenne sehr viele Mädchen, die sich gegenseitig sehr angiften und deren Charakter verfault ist. Ein Beispiel wäre doch die Petri, die Teil einer Partei ist, die die Emanzipation ungeschehen machen möchte. Und bei den absurd großen Wahlergebnissen kann man wohl davon ausgehen, dass da auch bei den Wählern einige Frauen dabei waren. Noch ein Punkt, wenn es bei POTENZIAL um Leistung geht: 

Mein Abijahrgang hatte drei 1.0-er das Verhältnis von Männern zu Frauen war 2:1 - das soll nicht sagen wir haben ne zweimal so hohe Erfolgsquote, sondern einfach nur sagen: Leuts, euer Geschlecht macht euch nicht besser oder schlechter in irgendeiner Form. 

Es ist einfach so: Ich als Junge fühle mich da sehr angegriffen, gerade weil ich, so arrogant es auch sein mag, mich für einen wachen Geist halte. Und da kann ich so konservative, aus der Luft gegriffene Argumente einfach nicht vertragen, ohne meine Meinung dazu zu geben.

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Alija1990 16.07.2016, 17:01

@flyingcarpet geb dir recht!👍🏻

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Kitharea 17.07.2016, 14:32

Es ist nachgewiesen dass Jungs sich etwas langsamer entwickeln. Man darf das nicht als Nachteil sehen. Das Ganze hat auch seine guten Seiten. Vor allem Jungs werden es sein die uns alle - wenn es hart auf hart kommt - den Arsch retten werden. Weil sie nicht zögern, nicht zu viel nachdenken und eher handeln als Mädchen. Das was du schreibst klingt eher wertend für Frauen gegen Männer. Das ist - nach wie vor - einfach nur zu wenig in alle Richtungen gedacht.

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Kinder in die Welt zu setzen ist immer egoistisch, denn dieser Vorgang hat den Sinn, seine eigenen Gene weiter zu geben um sich so selbst zu erhalten und in der Evolution weiterhin eine Rolle zu spielen.

Bezogen auf das schlechte Gewissen gegenüber der Kinder hast du natürlich Recht, aber das trifft meiner Meinung nach vor allem auf Eltern zu, die ihre eigenen Kinder nicht versorgen können, aber trotzdem dutzende in die Welt setzten, wie man es z.B. aus Afrika und islamischen Kulturkreisen kennt...

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howelljenkins 17.07.2016, 14:20

gerade in armen regionen haben die menschen viele kinder, weil familienplanung schwierig oder unmoeglich ist, weil es eine hohe sterblichkeitsrate gibt und weil kinder mithelfen, die familie zu ernaehren.

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BTyker99 17.07.2016, 15:07
@howelljenkins

Ja, das ist mir bekannt. Ich gehe aber auch davon aus, dass den Eltern bekannt ist, dass ein großteil ihrer Kinder durch ihr Handeln später elendig verrecken wird. Wenn eine Familie 10 Kinder ins Erwachsenen-Alter durchbringt, und das Erbe dann entsprechend geteilt wird, muss es den Nachkommen zwangsläufig schlechter gehen, als der Elterngeneration.

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Nö, überhaupt nicht. Die Welt war schon immer schlecht und trotzdem wurden immer Kinder in die Welt gesetzt, ansonsten gäbe es niemand mehr auf dieser Welt.

Die Welt war schon immer schlecht und wird es auch immer bleiben. 

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Wenn du diese Meinung vertrittst, dürfte es dich selber wohl auch nicht geben.

Denn es gab schon immer Schlechtes in der Welt. Als ich geboren wurde, tobte der kalte Krieg, dann kam Tschernobyl, sauerer Regen, Ozonloch etc.

Komisch, trotzdem lebe ich noch - und ich hätte kein schlechtes Gewissen, Kinder in die Welt zu setzen.

Denn wer soll denn die Welt besser machen, wenn nicht wir und unsere Kinder? Kinder geben einem Hoffnung, dass zumindest sie die Welt verbessern können, wenn schon "wir" es nicht schaffen.

Und über die Jugend wurde schon immer geschimpft, so wie du es nun tust, das war noch nie anders!

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Gar keine Kinder ist nicht der richtige Weg , ich bin aber dafür das max nur ein Kind pro Paar erlaubt sein sollte damit sich die Menschheit "gesundschrumpfen" kann auf so maximal 3-4 Milliarden. Denn es gibt meiner Meinung eindeutig zu viele Menschen auf der Welt. Natürlich gibt es mit weniger Menschen auf der Welt nicht weniger Probleme oder Kriege aber ich denke das aufgrund der weniger benötigen Wohnflächen und Nahrungsmittel es sich besser leben lässt und somit Konflikte "kleiner" ausfallen.
Denn wenn Wohnraum und Nahrungs bezahlbar ist für jedermann dann herrscht auch mehr Zufriedenheit.


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FlyingCarpet 16.07.2016, 16:58

Wie wahr, erst wenn die Grundbedürfnisse gestillt sind, wird sich mit anderen Themen beschäftigt.

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DonkeyDerby 17.07.2016, 13:54

Denn wenn Wohnraum und Nahrungs bezahlbar ist für jedermann dann herrscht auch mehr Zufriedenheit.

Schön wär's, aber warum sind die Deutschen dann so unzufrieden?

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howelljenkins 17.07.2016, 14:24
@DonkeyDerby

genau. und wem darf ich das recht auf ein halbes kind ueberlassen, dass der sich vielleicht aus einer zweiten haelfte ein ganzes zweites kind zusammensparen kann?

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howelljenkins 17.07.2016, 14:23

die ein-kind-politik funktioniert nicht und ist darueber hinaus menschenverachtend. 

davon abgesehen sind menschen immer erobernd und kriegstreiberisch unterwegs gewesen auch in zeiten, in denen man noch weit weg von uebervoelkerung war.

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BTyker99 17.07.2016, 15:10
@howelljenkins

Ich China hat es doch gut funktioniert. Das Problem war nur, dass Frauen damals einen sehr geringen Stellenwert hatten, so dass Mädchen häufig geopfert wurden, bis ein männlicher Nachwuchs gekommen ist. Das wäre aber in unserer Gesellschaft nicht der Fall. Aber natürlich geht es bei der Frage nicht um Europa, daher gehe ich durchaus d'accord damit, dass es in den Problem-Gebieten der Welt nicht wirklich funktionieren würde...

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