Ist es dreist einem Bettler einen Gutschein statt Geld zu schenken?

160 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich finde es merkwürdig, dass man sich überhaupt überlegt, ob es dreist ist einem Menschen, dem es offensichtlich an allem mangelt, etwas zu Essen (bzw. einen Gutschein für selbiges) zu schenken.

Nicht nachvollziehbar sind die Aussagen, die hier viel DHs bekommen, dass man ihm Geld geben soll und es ihm überlassen soll was er kauft und wenn es ihn glücklich macht sich jeden Abend ins Koma zu saufen, dann finanziert man das halt. Er sei schliesslich ein erwachsener Mensch.

Ein Suchtkranker ist nicht mit den gleichen Augen zu sehen wie ein nicht-Suchtkranker. Ein Suchtkranker wird nämlich durch seine Sucht in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Er kann das aus meiner Sicht nicht steuern. Das ist nicht wie die Entscheidung, ob man heute mit dem Zug oder mit dem Auto in die Arbeit fährt. Die Realitätswahrnehmung dieser Menschen ist durch den Alkoholmissbrauch so verzerrt und bestimmt, dass sie nicht die gleiche Entscheidungsfreiheit zur Frage "Schnaps oder Brot" haben wie unsereins in der Frage "Käse oder Nuss-Nougatcreme aufs Brötchen".

Da wird ein freier Wille vorausgesetzt, den diese Menschen so nicht mehr haben.

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DH und danke! ich finde es auch unmöglich das die mit den meisten DH so verquer denken. natürlich sind es erwachsene menschen und die haben das recht selbst zu entscheiden.

aber ein essengutschein hilft wirklich denn er wird ihn nicht wegschmeissen nur weil er lieber geld für alk hätte. er wird etwas zu essen haben und so hat man ihm geholfen ob er daür dankbar ist oder nicht!

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Sehr richtig!

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@Luminol

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. eine wirklich gute Antwort.

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Aber es ist doch nicht jeder Obdachlose gleich ein Alki, jeder kann heute ganz locker jederzeit obdachlos werden und dann wäre ich auch froh was zu bekommen. Egal ob Gutschein, ein paar Cent oder ein Brötchen ! Und falls er Alki sein sollte kann man doch trotzdem helfen, der leidet doch auch ??!!

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@Zukunftsfigger

@Zukunftfigger

Ich habe nie gesagt, dass man einem Obdachlosen nicht helfen soll. Ich finde es nur verwunderlich, dass es hier welche gibt, die die Frage, ob es dreist ist einem Obdachlosen einen Essensgutschein zu geben, bejaht haben.

Wie kann es dreist sein etwas zu verschenken, mit dem der Beschenkte etwas anfangen kann?

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DH!

Wer wirklich Hunger leidet und Hilfe braucht, wird sich definitiv auch über einen Gutschein für Nahrungsmittel freuen.

Wer sich da nicht freut, der hat es auch wirklich nicht verdient und leidet ganz offensichtlich nicht so, dass er Hilfe wirklich braucht.

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"Ein Suchtkranker wird nämlich durch seine Sucht in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt."

Richtig. Und genau deswegen macht es keinen Sinn ihm den Alkohol vorzuenthalten. Dies soll keine Aufforderung dazu sein Obdachlosen den Stoff zu finanzieren, doch Süchtige haben wie du sagst keine Wahl und ein kalter Entzug ohne Hilfe auf der Straße ist lebensbedrohlich. Von heute auf morgen nichts mehr zu trinken, obwohl der Spiegel sonst konstant gehalten wurde ist aus medizinischer Sicht weitaus dramatischer als weiterhin eine gewisse Dosis zu sich zu nehmen.

Wenn ich einem Obdachlosen Geld gebe, kann er damit machen was er möchte, ob er sich nun ein Brötchen kauft oder Schnaps, das liegt bei ihm. Und ein extrem abhängiger Mensch würde eher versuchen den Gutschein zu verhökern, wenn er schon ein diesem Punkt angelangt ist. So errettet man sicher niemanden.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass es mehr als nur Nahrung oder Alkohol gibt. Eventuell benötigt ein Obdachloser ein günstiges Paar Socken von Kik, weil strenger Winter herrscht, oder ein Paar Handschuhe. Er könnte auch einen Hund haben und sich eine Dose Hundefutter absparen. Das ganze ist weitaus vielfältiger als das man immer nur "die kaufen eh nur Schnaps" sagen kann.

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@anonlikestrains

deswegen macht es keinen Sinn ihm den Alkohol vorzuenthalten.

Wo steht irgendwas von vorenthalten? Es ist doch ein Unterschied, ob ich einem etwas vorenthalte, oder ob ich ihm das nicht finanziere.

Was würdest du denn machen, wenn du eine Heroinsüchtige Tochter hättest? Würdest du der auch ihre Sucht finanzieren, weil ein Entzug ja schon ganz schön krass wäre?

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@Panazee

Es geht hier nicht darum einen Süchtigen in seiner Abhängigkeit zu Unterstützen und jemandem den Entzug zu verwehren, daher ist das Argument mit der heroinabhängigen Tochter auch nichtig. Es gibt einen Unterschied zwischen einem kontrollierten Entzug unter Aufsicht und einem unfreiwilligem, kalten Entzug der jemandem das Leben kosten kann. Wenn jemand Geld erhalten hat und sich in so einer Situation befindet, kann er dann selbst entscheiden was er tut.

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@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

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@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

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@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

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@anonlikestrains

****Glaubst Du also, dass er einen unfreiwilligen, kalten Entzug machen muss, nur weil ich ihm einen Gutschein statt Geld schenke? Interessant.

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Da, wo ich wohne, sitzt kaum jemand mit einem Hut da und wartet, dass man ihm was gibt. Allerdings gibt es diverse Obdachlose, die einen ansprechen und um Geld für Essen oder die Notschlafstelle bitten. Da gebe ich auch immer einen Gutschein (habe jeweils einen für die Suppenküche und einen für die Notschlafstelle dabei). Manche wollen den dann nicht - aber das ist deren Problem. Das, nach dem sie gefragt haben, hätten sie bekommen können. Nach Geld für Alkohol oder Drogen hat noch nie einer gefragt, würde ich aber auch nicht geben.

Also ich kaufe sehr oft einfach einen Kaffee to go und dazu eine Brezel oder auch mal ein belegtes Brötchen und gebe es den Leuten ohne Kommenter. Bei uns sitzen sehr oft Rumänen, die wirklich sehr arm dran ind, da die ihr erbetteltes Geld "abgeben" müssen, weil da ein Obermacker abkassiert.. Denen kaufe ich immer was zu Essen und freue mich dann, wenn sie das dankbar annehmen und auch gleich zu essen beginnen. Einen Gutschein würde ich niemals schenken, lieber gleich was handfestes.

Wie erkenne ich organisierte Bettler?

Hallo!

Da ich ab und zu mal unterwegs bin und ich bei zwischenstops bei McDonalds snake, wurde ich schon mehrmals von Bettler angesprochen.

Kurze Beschreibung: Sind (bis jetzt) immer männlich gewesen, nicht schlecht gekleidet (damit meinte ich auch nicht teurer) haben charakteristisch einen ordentlichen Eindruck, sind nett, und reden gebrochenes deutsch.

Sie erzählen mir dann dass sie Geld brauchen, weil sie alles verloren haben.

Die Story die jetzt immer gebracht wurde hat sich bis jetzt immer mit den von den anderen übereinstimmt: "Ich lebe 2 Jahre in Deutschland, hab meine Familie verloren (von der Frau evtl. Mit Kind getrennt), keine Wohnung und kein Ausweis. Ursprünglich hatten sie keinen deutschen Ausweis, sondern einen ausländischen. Dieser wurde allerdings geklaut als der geschlafen hat, zusammen mit dem Geldbeutel und den anderen Sachen. "

Und jetzt brauchts er Geld... Dazu kommt noch die" Caritas - Unterkunft" die 15 Euro pro Nacht kostet, und irgendwann kriegt man dann Hunger.

Muss zugeben, die Story geht echt ans Herz. Am ersten mal habe ich all mein Kleingeld gegeben, welches ich hatte. 2. Könnte ich nichts geben, da mein Zug kam und ich keine kein hatte zur Bank zu gehen. Und jetzt das 3. mal habe ich 15 Euro abgegeben. Aber eigentlich wollte er mehr.

Der dritte(22) hatte sogar Tränen in den Augen gehabt und meinte sogar er würde mir es wieder zurückgeben, wenn wir uns wieder sehen. Beim 3. Habe ich sein Name, Vorname, Geburtstag und Geburtsort aufgenommen, um das nächste mal es auszugleichen um zu gucken, ob er die Wahrheit sagt oder nur ausgedacht. Er meinte sogar, dass er mit mir hinfahren würde zum Caritas, damit ich mich vergewissern kann, dass er dort wirklich die Unterkunft in Anspruch nimmt... Aber wer weiß eyy.... Man kann heute ja wenigen vertrauen. Vielleicht führt er mich irgendwo hin schlägt mich mit seinen Kollegen zusammen und holt alles wertvolle ab... Ja.

Also: was ich sehr auffällig finde, ist die Tatsache, dass die Storys nahezu ähnlich sind und ich ein organisierte Gemeinschaft vermute, welches sich versucht dadurch Geld einzutreiben. Oder das ist die eine Methode aus dem Internet, mit dem man sich on einer fremden Stadt Geld machen kann und die von einzelnen dreist genutzt wird...

Was würdet ihr sagen? Gibt es denn überhaupt irgendwelche Hilfsorganisationen, die explizit auf DAS fixiert sind? Auf welche Ämter kann ich denn sie verweisen, damit denen geholfen wird? Ich meine Deutschland ist ja ein Sozialstaat. Würdet ihr denn Geld geben?

MfG

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