Ist es biologisch überhaupt sinnvoll, dass es etwa gleich viele Frauen wie Männer gibt?

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12 Antworten

Wenn es um den Erhalt der Art ginge, wäre es tatsächlich sinnvoller, wenn viele Weibchen von gerade soviel Männchen befruchtet werden, wie nötig ist.

Aber Arten in der Natur entwickeln sich den Wettbewerb zwischen den Individuen um den höchsten Fortpflanzungserfolg. Wenn in einer Population zehnmal so viele Weibchen vorkommen wie Männchen, haben diese Männchen einen sehr hohen Fortpflanzungserfolg und damit einen Vorteil gegenüber jedem weiblichen Individuum, da diese nicht zwingend alle befruchtet werden.

Die genetisch begründete Fähigkeit eines Individuums, mehr männliche als weibliche Nachkommen zu erzeugen, führt in einer solchen Populationen zu einer maximal möglichen Anzahl an Enkeln und bietet damit einen evolutionären Vorteil, während die Neigung, mehr weibliche Nachkommen zu produzieren, einen evolutionären Nachteil darstellt. Auf Dauer dreht sich das Verhältnis dadurch um und die Männchen bzw. Merkmale, die zu mehr männlichen Nachkommen führen, gewinnen die Oberhand über ihre Gegenstücke.

Wenn in einer Population mehr Männchen als Weibchen vorkommen, ist die Fähigkeit, weibliche Nachkommen zu produzieren, wiederum ein evolutionärer Vorteil, da jedes Weibchen befruchtet wird, die meisten Männchen aber keine Partnerin finden.

Auf Dauer bleibt durch dieses dynamische Gleichgewicht bei den meisten Arten ein Geschlechterverhältnis von nahezu 1:1 erhalten.

die Fortpflanzung somit also ausgebremst wird.

Wohl eher nicht, oder wie erklärst Du das rasante Wachstum der Weltbevölkerung?

Ein "Mangel" an Männern würde die Frauen an der Selektion ihrer Partner hindern, was sich auch eher negativ auswirken würde.

Wenige "potente" Männer die aber womöglich unfähig oder unwillig sind sich auch um die "Aufzucht" des Nachwuchses zu kümmern, dürften da viel eher nachteilig sein.

Hallo selector,

wenn du den Menschen nur als weiterentwickelten Affen betrachtest, nur die biologische Seite und hierbei nur die Fortpflanzung siehst, könnte man auf solche Ideen kommen.

Normalerweise denkt der Mensch aber weiter: Was ist der Mensch über das Tier hinaus? Was ist sinnvoll mit Berücksichtigung der Begriffe Verantwortung, Partnerschaft, Fürsorge, Liebe, Kommunikation,....

Und da ist dann die rein biologische Betrachtungsweise weit, weit (!) hinten. Kein Mensch bekommt Kinder oder nicht, weil er etwas für die Fortpflanzung der Menschheit plant.

PS.: Was hat das jetzt mit Schule zu tun?

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Eigentlich ist das sinnvoll, da der Mann auch zum Schutz der Frau und des Kindes während und nach der Schwangerschaft nützlich ist. Er ist von Natur aus stärker als die Frau und als der Säugling sowieso. Das klingt jetzt vielleicht seltsam, aber die Menschheit (Homo Sapiens) lebt noch nicht lang genug in einer Welt, in welcher sowohl Männer als auch Frauen, unabhängig ihrer angeborenen Vor- oder Nachteile, vor z.B. Raubtieren sicher sind. Also aus heutiger Sicht könnte man meinen, dass Frauen zur Fortpflanzung (!) kostbarer sind, als Männer, welche wie du auch erwähnt hast, eine Vielzahl an Nachkommen zeugen können und eine Frau nur begrenzt (durch die Schwangerschaft). Allerdings ist der Mann trotzdem noch für die Ernährung/Versorgen der Frau zuständig. (Hierbei meine ich nicht, dass der Mann generell arbeiten und die Frau auf das Kind aufpassen soll. Es ist eine Fakt, dass Frauen körperlich während der Schwangerschaft etwas verhindert sind)
Es macht also schon Sinn, dass es relativ gleich viele Männer wie Frauen gibt. Früher zum Schutz oder zur Ernährung. Heute ist das mit dem Schutz eher Nebensache, aber der Mann muss dennoch Geld für die schwangere Frau und das Kind verdienen.
Ich hoffe, dass das was ich hier erzähle kein Blödsinn ist und dass ich helfen konnte:)

Du weißt schon, dass genetische Vielfalt geben muss?

Stell dir vor es gäbe einen einzigen Mann auf der Welt und ansonsten nur Frauen.

Jetzt trägt dieser Mann leider eine dominant vererbte Erbkrankheit, damit besteht eine Chance von 50%, dass ein Kind den genetischen Auslöser dieser Krankheit vererbt bekommt. Ziemlich blöd, oder?

Deswegen sollte es auch mehrere Männer geben, aber im Tierreich gibt es glaube ich etwas mehr Weibchen als Männchen, bei einem guten Bestand. 

Also viele Männer, aber noch etwas mehr Frauen, ein leichtes Ungleichgewicht zu Gunsten der Frauen ist wohl biologisch am günstigsten.

du hast vollkommen recht ! Trotzdem schade :-(

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@selector

Was ist daran schade, wenn wahrscheinlich die Hälfte der Kinder an einer Erbkrankheit leidet?

Ich persönlich könnte es mir auch nicht vorstellen, möglichst viele Kinder mit verschiedenen Frauen zu zeugen...

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1:10000 wäre kein Drama für die genetische Vielfalt.

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@Walum

Willst du das weiter ausführen?

Schließlich greift auch hier wieder mein Argument, bei dem die Krankheiten der Frauen gar nicht berücksichtigt werden.

Von 10,000 tragen ungefähr 50% also 5,000 eine Erbkrankheit in sich. Im ungünstigsten Fall sterben also rund 50% der Population aufgrund fehlender genetischer Vielfalt.

Das findest du nicht schlimm?

Haben wir einen gesunden und einen kranken Mann, welche sich die 10,000 Frauen teilen, so tragen am Ende um die 25% also ca 2,500 gezeugte Kinder eine Erbkrankheit in sich.

Das macht schon einen gravierenden Unterschied? Oder? Zur Vereinfachung ging ich davon aus, dass nur Einzelkinder geboren werden.

Unberücksichtigt bleibt hierbei auch die Evolution. Schließlich können sich positive Mutationen viel schneller entwickeln, je höher die genetische Vielfalt des Erbgutes ist.

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Aufgrund der Paarbindung des modernen Menschen nützt dieser theoretische Vorteil den Männern herzlich wenig. Nicht mal der reichste Mann kann tausende Kinder ernähren. Außerdem haben Männer eine höhere Sterblichkeit, die in einen ausgewachsenen Männermangel münden würde, gebe es grundsätzlich weniger Männer als Frauen. Nicht zuletzt wäre ein unausgegliches Geschlechterverhältnis eine Bedrohung für die genetische Vielfalt.

Das ist nur ein Faktor -.- .

Meine Erachtens ist diese Teilung von der Biologie aus die Bestmögliche, da Männer einen geringeren Lebenserwartung als Frauen haben und zugleich ist die Periode der Frau Durchschnittsgemäß bei 43 vorbei. 

Bei den Männern ist vllt der Spermium aktiv, aber dennoch werden sie vom Alter des Mannes aus Schwächer.

Die Psychologie und Triebart der Tierart Mensch sind auch Faktoren, wieso die Natur uns in gleicher Menge einzelnen "Geschlechts" wenn man von männlich und weiblich ausgehen. 

Wenn die "Befruchtung von Frauen" der einzige Zweck eines Mannes wäre, ja, dann wäre das biologisch unsinnig.

Da die Aufzucht des Nachwuchses von der Natur gemeinsam vorgesehen ist, macht das Sinn.

In der Steinzeit hätte es eine Frau mit Kind allein nicht unbedingt geschafft.

Meinst Du die Evolution hat in ihren über 1 Milliarde Jahren Erfahrung da ein Fehler gemacht?

Also ich meine mal gehört dmzu haben, dass es mehr Frauen als Männer gibt.

Das mit den tausenden musst du mir erklären

ich kämpge noch, aber davon kann ich nur träumen

Mir geht es dabei eher um das Kindergeld

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