Ist es "besser" wenn ein Tier stirbt, anstatt ein Mensch?

16 Antworten

Ich denke, dass es auf die Beziehung zwischen den Individuen ankommt:

  • Wenn ein Mensch stirbt, der uns nahe steht, sind wir natürlich traurig.
  • Wenn unser Hausttier stirbt, sind wir auch traurig.

Das sind völlig "normale" Reaktionen, auf den Verlust eines mit uns verbundenen Lebewesens. Das tritt aufgrund unser Gefühle für jenes Lebewesen auf.

Doch auf der anderen Seite:

Wenn ein uns unbekannter Mensch stirbt, sind wir nicht unbedingt traurig.

Wenn ein uns unbekanntes Tier stirbt, sind wir nicht unbedingt traurig.

Da wir keine Beziehung zu jenen Lebewesen aufgebaut hatten, sie ggf. nicht kannten, nur flüchtig kannten, kommt dieses Trauergefühl nicht allzu stark oder gar nicht auf. Die meisten Todesfälle bekommt man ja auch gar nicht mit, da sie am anderen Ende der Welt passieren.

Ich denke auch, dass ein wenig auf die Art ankommt. Der Mensch, als ein dominantes Wesen über Alles(Scheinbar) sieht sich wohlmöglich als etwas Besseres. Ein Tier ist ein rezessives Wesen und demnach nicht so viel Wert. Das erkennt man deutlich an der Übermacht des Menschen über die Tierwelt. Nehmen wir mal als Beispiel die Massentierhaltung von Kühen o.Ä. Sie dienen uns zur Nahrungsversorgung und helfen uns zu überleben. Das heißt, wir sind auf diese zu einem bestimmten Prozentsatz angewiesen( Es gibt ja noch Alternatven). Wenn so ein Tier stirbt, mag es für den Einen oder Anderen nicht so schlimm sein, da sie "in Massen" vorhanden sind.

Die Bezeichnung dieser Tiere als Nutztiere beschreibt die Beziehung zum Menschen deutlich. Deshalb ist das Trauerempfinden für diese Tiere niedrig.

Im Allgemeinen sind die Mensch- Mensch Beziehungen meist stärker als die Mensch-Tier Beziehungen( Ausnahmen bestätigen die Regel: Tante Gertrud mit ihren 40 Katzen mag eine Ausnahme sein...).

Zusätzlich kommt es auf die Größe des Individiums an:

Als Beispiel kann man hier den Walfang nehmen. Die meisten Menschen trauern vermehrt, um die großen Schönheiten der Meere, wenn wieder welche von den Japanern gejagt werden oder wieder welche an den Küsten stranden.

Der Schutz dieser Tiere ist relevanter als der Anderer... Doch ist das richtig?

Ich finde nicht unbedingt. Auch kleinere, unscheinbare Tiere sollten dann vor dem Aussterben bewahrt werden. Ich meine, wenn man die lästigen Fliegen/Bienen/Wespen tötet, denkt man auch nicht darüber nach. Möglicherweise, weil sie klein sind. Natürlich können diese Insekten auch gefährlich sein, doch Schutz muss nun mal sein, und nach dem Tod nützt das dem Tier auch nichts mehr.

Ich hoffe, man versteht mich bis hier hin :D

Todesfälle sind normal und nicht vermeidbar, doch es gibt nun mal Präferenzen, die sich in der Gesellschaft durchgesetzt haben.

Und doch, ich denke schon, dass es einigen Tieren nahegeht, wenn ein Mensch stirbt. Allerdings nur, wenn die Beziehung zwischen Mensch und dem Tier extrem stark war. Das kann man anhand einiger Beispiele von Hunden sehen, die immer wieder zum Grab ihres ehemaligen Besitzers laufen(Als ein Beispiel).

So, zum Abschluss meines Romans, möchte ich noch mal auf den Anfang meines Beitrages hinweisen: Denn die Bindungen zum Individium sind meines Erachtens die Schlüssel zu den beiden Türen; ob man jetzt für dieses Lebewesen trauert oder nicht :)

und den Tod eines anderen Lebewesen's nicht.

das ist eine behauptung, die nicht allgemein zutrifft.

nur weil einer es lustig findet, insekten zu zertreten oder andere tiere zu killen, heisst es nicht, dass der tod eines tieres nicht auch als traumatisch empfunden werden kann.

manche menschen haben eine sehr innige beziehung zu ihren haustieren, für manche sind sie kindersatz oder die einzige bezugsperson. wenn dann dein tier stirbt, dann hast du gewaltig was verloren.

aber auch für menschen, die eine weniger innige beziehung zu ihrem tier haben, kann der tod eines tieres eine unangenehme, vielleicht auch traumatische erfahrung mit dem tod sein, mit der sicherheit, selbst auch sterben zu müssen.

warum es manche leute lustig finden, tiere zu töten?  manche möchten sich stark fühlen; vielleicht müßen sie selbst gewalt erdulden und so können sie auch mal der mächtige sein. manche haben keinen respekt. vielleicht sind sie auch einfach nur strohdumm und sie kennen die bedeutung der tiere und pflanzen für ihr eigenes leben nicht. manche denken einfach nicht nach, können aber dazu angeleitet werden und ihre meinung ändern.

Ich finde, das ist eine sehr schwere Frage. Die anderen haben es ja schon gesagt, wenn fremde Menschen sterben, ist man meist nur "betroffen" aber lebt ganz normal weiter.

Wenn das eigene Haustier stirbt, trauert man viel mehr.

Natürlich trauert man am meisten, wenn ein Mensch stirbt, zu dem man eine Beziehung hatte. Ich zum Beispiel habe getrauert. als Ephraim Kishon gestorben ist, obwohl ich ihn nie persönlich kannte - aber ich kannte und liebte seine Geschichten.

Ich mag auch keine Insekten töten (ich halte selbst Fauchschaben und Waldschaben, sowie Vogelspinnen in Terrarien), aber bei Stechmücken, Wespen und Zecken kenne ich keine Gnade. Und bei Getreidemotten.

Allerdings würde ich im Garten nie absichtlich auf einen Käfer treten.

Ich glaube, daß die Wertigkeit für ein Lebewesen subjektiv im Menschen selbst verankert ist. Es gibt auch völllig gefühllose Menschen, denen sogar der Tod der eigenen Mutter egal ist, und die Katzenbabies in einen Sack stecken und in den Bach werfen, damit sie "weg" sind.

Somit glaube ich wirklich, daß der Wert eines Lebewesens nicht allgemein bewertet werden kann, sondern jeder Mensch dem ein persönliches "Gewicht" beimisst.

/Beispiel: ich kann es nicht ausstehen, wenn Spinnen getötet werden und mag hier auch keine Fragen lesen, wo es als Abwehrmethode vorgeschlagne wird)

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