Ist es beim bund wirklich so wie mein vater sagt?

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9 Antworten

So nachdem ich mich weng durch die ganzen antworten gelesen habe...

Einige nahe dran andere weit entfernt von der Wahrheit. 

Zu dem Punkt "Verpflichten": 

Das bedeutet für dich im Klartext dass, du keinen mit der Privatwirtschaft vergleichbaren Vertrag unterzeichnest!!! 

Der Ablauf ist wie folgt:

Du bewirbst dich entweder zuerst als FWDL (Freiwillig Wehrdienst Leistender), das ist allerdings nur bis zu 23 Monate möglich und bewirbst dich danach als SAZ (Soldat auf Zeit). Oder du lässt einfach den ersten Teil weg (also kein FWDL). Solltest du als SAZ angenommen werden, wirst du nach vier Monaten gefragt ob du weiter machen möchtest. Sagst du ja erhälst du eine Ernennungs-Urkunde zum SAZ. Und ab jetzt wird es anders als bei einem "normalen Arbeitsvertrag !!! Du kannst nicht einfach kündigen !!! Den du hast dich verpflichtet. Auch wenn das Wort heutzutage ein wenig an Bedeutung verloren hat ist das in diesem Fall bitter ernst gemeint. Um vor Ablauf deiner Verpflichtungszeit aus dem Verhältniss als SAZ auszuscheiden gibt es nur ausergewöhnliche Kündigungsgründe und keine einfache Kündigung. Beispielsweise wäre da das Versterben eines direkten Familienangehörigen der einen Betrieb hat und du diesen weiterführen musst. Oder das du in deinem Beruf so unglaublich gut bist das eine Firma horende Summen bezahlt und du so vom Bund freigekauft wirst (Ja ist schon vorgekommen wenn auch selten). Alle anderen Gründe das du eher gehst und sozusagen "gekündigt" wirst sind entweder ein schweres Fehlverhalten deinerseitz (Straftaten nach dem Strafgesetzbuch Zivil) oder Fehlverhalten im Dienst (grobfahrlässiges Verhalten, Vorsatz) oder die Tatsache das du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Dienstfähig bist. Und das ist ein Wichtiger Grund, da Dienstfähigkeit viel beschränkter ist als Arbheitsunfähigkeit. Als Mechatroniker bist du mit zwei fehlenden Fingern nicht Arbeitsunfähig, aber sehr warscheinlich Dienstunfähig. Also eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschießen!

So dann noch kurz zu ein paar sehr lustigen komentaren:

Als SAZ ist man im Staatsdienst und somit auch verbeamtet und da es ein Zeitlich begranztes verhältinis ist ist man somit auch zeitlich begranzt BEAMTER. jeder der jetzt klugscheißerisch wiederspricht der sollte mir vorher die Frage beantworten warum  jeder Soldat (SAZ und BS) der Beamtenurlaubsverordnung unterliegt wenn er nicht BEAMTER ist.

Gut is weng lang geworden aber ich hoffe du kannst ein paar Antworten finden.

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Die Bundeswehr hat sich seit der Zeit als dein Dad dort war entscheidend geändert. Du verpflichtest dich, du unterschreibt eine Vertrag. Wie bei jedem anderen Vertrag gibt es sicher immer eine Klausel das beide Partner aus dem Vertrag aussteigen können. Das macht ja auch für beide Seiten Sinn.

Aber, so einfach wird dich die BW nicht entlassen, also den Vertrag kündigen. Die haben echt ein Interesse dich zu behalten. Weil die stecken ja auch Geld in deine Ausbildung.

Aber das Beste ist das du dich mal mit deinem zuständigen Karriereberater unterhalten solltest.

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Du verpflichtest dich auf jeden fall schon vor der Grundausbildung, hast in den ersten 6 Monaten Probezeit wo du jederzeit kündigen kannst wenn es dir nicht gefällt.

Rauswerfen können sie dich nicht in der Zeit wenn du dich nicht gerade total doof anstellst oder irgendein Disziplinarvorgesetzter den totalen hass auf dich hat
.

So gesehen ist es auf jeden fall (für die Verpflichtungszeit) ein sicherer Job als die meisten Zivilen.

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da du nicht mehr zum Bund gezogen wirst, sondern dich freiwillig dorthin begibst, ist es wie ein normaler Arbeitgeber , Auch dort kannst du jederzeit entlassen werden. Da sie nicht mehr alle nehmen müssen, suchen die sich, wie alle Arbeitgeber, nur die Fähigsten und Besten aus. Fällst du durch den Rost, bist du wieder draussen. 

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Wenn du dich verpflichtest, kann dich die Bundeswehr in den ersten 4 Jahren relativ leicht durch einen Verwaltungsakt wieder entlassen. Danach ist das nur noch über ein Truppendienstgericht möglich.

Aber du kannst nur bei schweren Verfehlungen entlassen werden oder wenn du plötzlich untauglich wirst. Betriebsbedingte Kündigungen gibt es bei der Bundeswehr nicht.

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So lange du dich gut verhältst wirst du eigtl nicht raus geworfen. So wie es Momentan steht, kann sich die Bundeswehr das auch kaum leisten. 

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Sie können dich nicht einfach rauswerfen, wenn du nichts dummes machst; Wollen die auch gar nicht, weil die Leute suchen. 

Problem ist eher, dass du dich zumeist nur für 13(?) Jahre verpflichten lassen kannst und die Frage ist, was dannach kommt. 
Entweder du so viel Glück und wirst nochmal genommen oder du sitzt halt da, ne. 

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Kommentar von Apfelkind86
24.02.2016, 11:13

Wer sich so lange verpflichtet, erlernt meist bereits während der Dienstzeit einen Beruf oder absolviert ein Studium und erhält am Ende nochmal sehr umfangreiche Wiedereingliederungsmaßnahmen.

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Nee, die Verpflichtung ist der Tag an dem Du Beamter auf Zeit wirst, die Verpflichtungszeit gilt erst mal für beide Seiten.

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Kommentar von Mentolo1new
23.02.2016, 19:52

Beamter schon mal garnicht

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Ich finde gerade diese verpflichtung problematisch weil im aller höchsten notfall könnte man doch auch in den krieg geschixkt werden oder sehe ich das falsch?

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Kommentar von shaydoor
23.02.2016, 19:56

klar kann man auch in den krieg geschickt werden, aber das hält mich nicht davon ab

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Kommentar von Mentolo1new
23.02.2016, 19:59

Im Verteidigungsfall kann jeder Mann in Deutschland bis 60 oder 49 (?) Jahre eingezogen werden und sogar Frauen bis 55 Jahren zu Lazarettdienst verpflichtet werden

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Kommentar von ponter
23.02.2016, 20:00

Was ist fûr dich der "allerhöchste Notfall"? 

Schon jetzt befinden sich zahlreiche Soldaten in Einsätzen, einige davon durchaus sehr gefährlich.

Dazu mal eine Übersicht: (Link ggf. rauskopieren und in die Adressleiste des Browsers einfügen)

http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/a/einsatzbw/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9pPKU1PjUzLzixJIqIDcxu6Q0NScHKpRaUpWqX5DtqAgASPKsIg!!/

Wer eine Verpflichtung bei der BW erwägt, sollte sich im Übrigen dessen bewusst sein.

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