Ist es angemessen, das der Verkäufer dem Makler auch was gibt?

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12 Antworten

Die Frage, die sich mir als erstes stellt, ist, in welcher Region Deutschlands ist das Verkaufsobjekt. Grundsätzlich gibt es die Varianten:

- Der Verkäufer zahlt die komplette Provision. Kommt bei (sehr exklusiven) Objekten mir außerordentlichem Marketingaufwand vor. Vorteil für den Käufer: er sieht das Objekt als provisionfrei für sich.

- Provisionsteilung: Jede Seite zahlt 3,57%. Das ist die beste Variante, denn in Deutschland ist der Makler kein Interessenvertreter der einen oder anderen Seite, sondern VERMITTLER!!! Wird meist in Süddeutschland gemacht.

- Der Käufer zahlt die komplette Provision. Siehe Berlin meist 7,14%.

In manchen Regionen sind es 6,95%, 6,25% oder 5,95% (Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen). Dort beträgt aber auch die Grunderwerbsteuer 5-6,25%, wohingegen sie in Bayern und Sachsen noch 3,5% beträgt.

Rund um den Globus kenne ich nur Länder, in denen eine Gesamtprovision von 6% netto üblich, aber natürlich verhandelbar ist.

Dass Du etwas irritiert bist, das kann ich verstehen. Es ist aber durchaus nicht unüblich, dass ein Makler mit einem Verkäufer eine Mehrerlösklausel vereinbart. D. h., erzielt der Makler ein sehr gutes Ergebnis im Verkauf, das um einiges über dem vereinbarten Preis liegt, wird der Mehrerlös geteilt. Das setzt natürlich eine vernünftige Bewertung des Objekts voraus.

Was in Eurem Fall unschick ist, ist, dass Ihr darüber nicht vorher gesprochen habt. Das kommt natürlich nicht gut an, wenn er das im Nachhinein anspricht. - Insofern ist es absolut legitim, wenn Du bei der vertraglichen Vereinbarung bleibst.

Was ich in einigen vorhandenen Kommentaren vor allem heraushöre, ist Hass gegen eine Berufssparte. Am lächerlichsten ist der Kommentar, einen Makler, der offensichtlich sehr erfolgreich für seine Verkäufer tätig ist, für etwas, das in keinster Weise illegitim ist, beim Berufsverband anschwärzen zu wollen.

Aber Du darfst Dich auch fragen: Warum empfindest Du es nicht als eine Selbstverständlichkeit, ein überdurchschnittliches Ergebnis zu honorieren?

Nur einmal eine andere Perspektive: Es gibt auch Verkäufer, die professionellen Maklern ihre Provision sehr, sehr gern zahlen, und auch solche Kaufleute, die es als eine Ehre ansehen würden, ein überdurchschnittliches Ergebnis zu honorieren.

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Kommentar von MuttiSagt
09.09.2016, 09:26

Naja, mir zahlt auf der Arbeit auch niemand was mehr, wenn ich überdurchschnittlich mehr schaffe. Ich finde halt nicht, dass er besonders gut gearbeitet hat. Zum Beispiel das Bewerben des Grundstückes fand nicht auf allen interessanten Portalen statt, Besichtigungen hätten Tick mehr sein können ( Weiß von einigen das die recht lange warten mussten) und der Verkaufspreis war auch nicht überdurchschnittlich hoch sondern gerade noch akzeptabel. Allerdings schlussendlich 8 tsd Euro mehr als ich noch bereit gewesen währe herunterzugehen ( zur Not). Schlussendlich hat er nur 3 Besichtigungen durchgeführt und 17 tsd Euro verdient. Das halte ich für genug

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Kommentar von GoimgarDE
09.09.2016, 19:14

"
Aber Du darfst Dich auch fragen: Warum empfindest Du es nicht als eine
Selbstverständlichkeit, ein überdurchschnittliches Ergebnis zu
honorieren?"

Und jetzt kommen wir mit etwas Realismus: Eine Immobilie die gut weg geht tut das in den meisten Fällen nicht weil der Makler besonders gute Arbeit geleistet hat.

Deine Argumente sind auch reines Blabla. Möchte der Makler eine solche Beteiligung muss er Vorschlagen dies in den Vertrag auf zu nehmen. Hinterher Fragen ist alles andere als Professionell.

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Moin!

Ich wette, etliche lassen ihm in solch einer Situation nur aus "wie peinlich sieht das denn aus, wenn ich das jetzt nicht mache"-Gründen was zukommen und auch nur, weil er explizit danach gefragt hat! Ich würde ihn einfach (natürlich auch ganz freundlich) darauf hinweisen, dass er aufgrund der üblichen prozentualen Berechnung seiner Courtage ja schon einen entsprechend höheren Betrag bekommt, Du ihm dies auch gerne aufgrund seiner guten Arbeit gönnst, aber es gerne dabei dann auch schon belassen möchtest. 😎

Falls Du jedoch Geld zu verschenken hast bzw. nicht weißt, wohin damit, lasse ich Dir natürlich gern meine Kontonummer zukommen! 😉 😊 😅 😆 

Wohlgelaunte Grüße,

wölfin

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Es wird das gezahlt, was vorab vertraglich vereinbart wurde. Punkt!

Wenn Du mehr zahlen möchtest, dann kannst Du das natürlich gern tun.

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Es gilt die vertraglich vereinbarte Provisionsregelung!

Alles andere wäre mehr als nur unseriös!

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Die Antwort darauf ist einfach "Sie erhalten bereits eine vom Verkaufspreis abhängige Provision vom Käufer. Eine guter Verkaufspreis ist also auch in Ihrem Interesse und führt bereits zu einer höheren Provision..."

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Eine absolute Dreistigkeit und gewiss mehr als unüblich !!

Ich würde mal fragen ob er Dir nicht was von der Provision abgibt da es ja so unproblematisch gelaufen ist.

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Das hängt vom Maklervertrag ab. Wenn eine Provision für ihn drin steht, dann ja. Sonst hat er doch genug von den Käufern bekommen.

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er bekommt die Maklercourtage - aus 

du kannst ihm nochwas freiwillig geben; kein muss.

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Kommentar von Nightlover70
09.09.2016, 08:40

.... und gewiss nicht üblich  

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Als Verkäufer vom Haus ist man nicht Verpflichtet Geld zu zahlen!
Die Provision zahlt meistens immer der Käufer.
Als Verkäufer sagst man seinen Preis was man haben möchte und der Markler muss zusehen wie er da mehr Geld rausholt.
Vorher muss aber ein Gutachten gemacht werden man kann eine Hundehütte für ne halbe Millione verkaufen.
Aber wenn man zufrieden ist mit dem Markler kann man Ihn was dafür geben aber von einem 4stelligen bereich würde ich Ihn weiter Träumen lassen.

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Kommentar von Colombo1999
09.09.2016, 12:23

@ EST: Keine Ahnung von nix!

Wenn ich Bauchweh habe, gehe ich zum Arzt, sag ihm die Diagnose, und der Arzt muss dann zusehen, wie er das Problem gelöst kriegt.

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Kommentar von AchIchBins
13.09.2016, 00:16

@ EST 183 ... Auch hier mal wieder ... selten so einen Unsinn gelesen. Keine Ahnung = hier nicht kommentieren.

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Kommentar von eni70
13.09.2016, 07:03

So ein Quatsch! Es gilt nach dem neuen Gesetz von 2015 das BEstellerprinzip, d.h. wer was vom Makler will bezahlt! Entweder jemand,d er sein Haus verkaufen will o.ä. oder jemand der eins kaufen will, der bestellt zahlt.

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Kommentar von EST183
14.09.2016, 17:44

Ihr habe doch alle keine ahnung!!

-Beim Immobilienverkauf zahlt in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg in der Regel nur der Käufer eine Maklerprovision, während in den übrigen Bundesländern Verkäufer und Käufer sich zumeist die Maklerprovision teilen.

Selbst in den Bundesländern, wo der Verkäufer zahlen muss teilt er sich das mit dem Käufer d.h. der Käufer zahlt immer aber der Verkäufer nicht zumindest in den oben genannten Bundesländern.
Typich Gutefrage user immer einen auf schlau machen aber in echt keine ahnung vom Leben.

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Der Käufer bezahlt also die Maklerkosten? 

Ganz schöne Frechheit vom Makler, der probierts halt, steht jeden Tag ein Dummer auf. Würde auf keinen Fall einen "Obolus" bezahlen, ausserdem müsste der Makler das versteuern oder weil er es als Spende tarnen???

Du kannst dich auch an den Dachverband wenden, schwarze Schafe gibt es überall.

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Kommentar von AchIchBins
13.09.2016, 00:13

Selten so einen hanebüchenen "Beitrag" gelesen.

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Ihr habbt einen Vertrag. Was darin steht ist gültig.

Damit ist aus meiner Sicht die Sache geklärt.

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Steht das im Vertrag?

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