Ist es Amtsanmaßung, als Zivilist an einer normalen Jacke BW-Dienstgradabzeichen zu tragen?

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7 Antworten

Bei einem Kleidungsstück und erkennbarer Lage, dass es eben nur ein Kleidungsstück eines Zivilisten ist, kein Thema. Wenn man eine ganze Uniform anhat, vielleicht komplett mit Abzeichen, kann es schon Probleme geben.

Nur mal so, im Kriegsfall könnte man dich damit einfach umkloppen, salopp gesagt... Du bist dann Kombattant und unterliegst keinem Schutz!

Gem. § 132 StGB ist es erst dann Amtsanmaßung, wenn auch eine entsprechende Handlung vorgenommen wird.
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Das Tragen der Uniform mit Dienstgradabzeichen könnte jedoch nach § 132a StGB strafbar sein.
Voraussetzung hierfür ist, dass man objektiv für Dritte als Uniformträger erkannt wird.
Bei einer vollständigen Uniform mit Dienstgradabzeichen würde ich davon ausgehen.


http://dejure.org/gesetze/StGB/132a.html

Eigentlich darf man das sogenannte Hoheitsabzeichen, also die Flagge auf dem Kleidungsstück nicht als Zivilist tragen. Fährt man z.B. in ein benachbartes EU-Land, kann man mit der Einfahrt in dieses Land und dem Tragen des Hoheitsabzeichen dem Land eine Kriegserklärung machen. Da es sich aber in den letzten Jahren immer mehr dazu gekommen, dass z.B. Handwerker sich die Hosen oder Hemden der Bundeswehr als Arbeitskleidung annehmen wird es nicht so streng gesehen. Es ist mehr eine Duldung. Eine Amtsanmaßung ist es nicht, denn nur durch vorzeigen eines Ausweises oder durch die Aussage man sei bei einer bestimmten Instutition macht man sich bei einer Lüge dieser Strafttat verantwortlich.

du kannst ne ganze uniform tragen aber es darf keine flage und keine dienstgradabzeichen drauf sein. du darfst ja nichteinmal einen pulover tragen wo polizei drauf steht.

Nein. Soldaten sind ja keine Amtsinhaber.

Nö, ist kein Drama. Man muss nur erkennbar kein Soldat sein. Sonst wär das mißbrauch von Titeln, Uniformen und Amtsbezeichnungen.

Es ist verboten, es ist nur erlaubt, wenn Du Soldat bist.

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