Ist es altmodisch zu danken?

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12 Antworten

Als ich den Text gelesen habe, dachte ich bei mir so "Ja und jetzt?! Wo ist das Problem?! Ist es nicht normal, dass man sich bedankt?!". Aber scheinbar ist es das wohl nicht...

Ich bedanke mich allerdings auch für alles: Wenn ich um irgendwas gebeten habe sowieso, aber auch, wenn mir jemand ungefragt Gutes tut oder einen Gefallen erweist. Das ist für mich normal und gehört zum höflichen Umgang miteinander einfach dazu.

Natürlich mache ich das nicht so wie du unten weiter kommentierst wie dein Bekannter, dass ich die Leute dabei fast umarme und ständig die Hände schüttle. Ein "Danke" und ein Lächeln reichen meiner Ansicht nach aus, öffnen einem manchmal aber sämtliche Türen.

Ich denke, dass das Sich-Bedanken heutzutage durchaus noch zum guten Ton dazu gehört. Jemandem, der sich anständig bedankt hat, erweist man doch beim nächsten Mal viel lieber einen Gefallen als einem, der eine Hilfeleistung einfach kommentarlos oder sogar brummig annimmt.

Die Tochter deines Bekannten wird da wohl eher eine Ausnahme sein. Wahrscheinlich liegt das eigentliche Problem mit ihrem Vater ganz woanders.

LG

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Kommentar von rotesand
08.10.2016, 15:21

Vielen herzlichen Dank :) So sehe ich das auch.

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Hallo,

Dankbarkeit zu empfinden und sie auszudrücken ist in der heutigen Zeit, in der jeder nur möglichst viel haben möchte, eine Tugend.

Vielen fällt es schwer, Hilfe anzunehmen, weil sie nicht als hilflos oder gar hilfebedürftig dastehen wollen. Das schwächt das Selbstvertrauen, das von den Menschen heute fordert, immer maximal stark zu sein.

Auch das Hilfe anbieten und gewähren fällt vielen heute schwer, da es üblich ist, sich vor allem um sich selbst und seine eigenen Interessen zu kümmern. Also mag das intensive Dank-Sagen auch Ausdruck des Umstands sein, dass es ungewöhnlich ist, wie selbstverständlich Hilfe zu erhalten.

Ich glaube, es war ein chinesischer Philosoph, der auf die Frage "Wie werde ich glücklich, Meister?" antwortete: "Bereite zwei Menschen eine Freude und Du wirst ein glücklicher Mensch sein!"

Das Glück, das man erleben kann, wenn man teilt, jemandem hilft, für jemanden da ist oder sich mit den Schwachen auf die gleiche Stufe stellt, ist ein ursprünglich menschliches, das fast vergessen ist. Stattdessen sucht man das Glück in dem überheblichen Gefühl des Besser-Seins

Insofern: wenn Du weißt, dass die ausgedrückte Dankbarkeit redlich verdient ist, freue Dich darüber, dass Du jemandem der die Hoffnung auf Menschlichkeit verloren hatte, diese zurück geben konntest.

Alles Gute!

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Kommt ganz darauf an wie oft das am Tag vorkommt. Jemanden um etwas zu bitten halte ich für normal und natürlich auch sich dann kurz zu bedanken. Aber nicht bei absolut jeder Kleinigkeit. Nicht, weil das unzeitgemäß wäre, sondern weil es meiner Meinung nach einfach irgendwann nervt und an Wert verliert.

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Kommentar von rotesand
07.10.2016, 00:33

Man muss sich das so vorstellen -------> mein Bekannter bedankt sich für alles. Sogar dann, wenn man ihm ein Taschentuch reicht, wenn er bei Bekannten die Toilette benutzen darf (er fragt da immer danach, das ist seine Art), wenn man auf seinen Wunsch hin das Fenster schließt wenn es zieht, oder ihm ein Blatt Papier und einen Bleistift reicht, wenn er was aufschreiben will.

Außerdem bedankt er sich für jede "Freundlichkeit", gibt den Leuten auch mal die Hand zum Dank, bedankt sich für jedes "liebe Wort" oder für die "ihm gewidmete Zeit" oder "die Mühe, die er anderen macht" und ist generell so höflich, dass es Leute gibt, die sich deswegen veralbert fühlen. Allerdings ist er wirklich exakt so, wie er sich gibt.

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Also ich bin 20 und bedanke mich auch oft. Für einen Handschlag jetzt nicht, aber z.B. wenn mir jemand etwas gibt oder die Tür aufhält, also im Grunde, etwas tut, was nur mir zugute kommt. Ich glaube, die meisten in meinem Alter bedanken sich eher weniger als ich, aber ich hab noch nie wirklich drauf geachtet und ich wurde auch noch nie darauf angesprochen.

Vielleicht hat die Frau auch einfach die Ausdrucksweise ihres Vaters gemeint (herzlichen Dank statt einfach danke), die altmodisch wäre. Oder er bedankt sich einfach soo oft, dass sie genervt war. Aber sich bedanken an sich ist meiner Meinung nach nicht altmodisch, sondern einfach aufmerksam.

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Ich selbst finde es auch nervig wenn es bei allem kommt.

Bei mir und meinem Freund zb ist es aber momentan auch so dass wir uns jedes mal für alles bedanken. Selbst für sowas, dass er bei mir sein durfte oder dass ich gekommen bin usw. Ich bedanke mich generell immoment öfters bei vielen Menschen, weil ich das gefühl habe, dass sie garnicht wissenwie ich, das was sie tun schätze.

Ich finde es nicht altmodisch. Wir bedanken uns oftmals zu wenig finde ich eher:) wenn man etwas gemacht hat und der andere sich freut und man dass auch zu hören bekommt freut einen dass ja auch sehr :)

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Also ich (19) bedanke mich auch für sehr viel und halte das für angemessen und bin genervt von Leuten die es nicht tun - meiner Meinung nach die kleinste Form der Würdigung

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Wahrscheinlich ist es nicht möglich, diese Frage pauschal zu beantworten. Viel mehr liegt es meines Erachtens daran, welche Personen involviert sind und wie diese zueinander stehen.

Dankbarkeit sollte vor allem glaubhaft ausgedrückt werden.

Wenn mir zum Beispiel jemand in einer brenzligen Situation zur Seite steht, bedanke ich mich etwas ausführlicher und nicht nur mit "Danke". Als ich letztens aufgrund einer Verletzung nicht laufen konnte und meine Familie mich versorgt/bedient hat, habe ich nicht hundert Mal am Tag meinen Dank ausgesprochen.

Liebe Grüße von gimahani

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Kommentar von rotesand
07.10.2016, 00:36

Danke :)

Nun... man muss sich das bei diesem Mann so vorstellen -------> er bedankt sich sogar dann, wenn man ihm ein Taschentuch reicht, wenn er bei Bekannten die Toilette benutzen darf (er fragt da immer danach, das ist seine Art), wenn man auf seinen Wunsch hin das Fenster schließt wenn es zieht, oder ihm ein Blatt Papier und einen Bleistift reicht, wenn er was aufschreiben will. Er bedankt sich für kleinste Dinge, die andere "einfach machen" mit echt unbegreiflich herzlicher Art, die aber total echt rüberkommt.. wer ihn näher kennt weiß wie er ist.

Außerdem bedankt er sich für jede "Freundlichkeit", gibt den Leuten auch mal die Hand zum Dank, bedankt sich für jedes "liebe Wort" oder für die "ihm gewidmete Zeit" oder "die Mühe, die er anderen macht" und ist generell so höflich, dass es Leute gibt, die sich deswegen veralbert fühlen. Allerdings ist er wirklich exakt so, wie er sich gibt.

Mich erinnert er in seiner Art oft an den Schauspieler Hans Clarin. Da wird herzlich gelächelt, genickt, da werden Hände umschlungen. Ich finde das immer liebenswert, aber es gibt einige Leute, die das nervt.

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Hallo :)

Ich in 20 jahre jung und bedanke mich genau so wie der ältere Herr es tut.

Ich muss mir auch oft anhören wie albern das sei.

Aber ich denke mir einfach das auch so simple Altagshandlungen "gewürdigt" werden sollten. Wieso sollte man sich denn nicht bedanken für Dinge die gut und lieb gemeint sind auch wenn man das gar nicht so nachdrücklich beabsichtigt.

Und ja wir leben in einer Welt in der das kaum wer tut und das ist so dermaßen schade..Lieber einmal zu viel danke sagen als gar nicht. Die menschen sind sowiso schon viel zu kalt und verstockt im denken.. der großteil zumindest.

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Ohne Höflichkeit landen wir irgendwann wieder im Neandertal - altmodischer als dort kann es nun wirklich nirgends mehr werden.

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Die Tochter hat ein anderes Problem mit ihrem Vater und macht es nun an sowas fest, eine andere Erklärung kann ich nicht finden, wenn man sich darüber aufregt, das jemand höflich ist.

Ich finde das gut wenn jemand nett ist.

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Die Gesellschaft ist doch nicht ruppig,es sind nur einige Menschen.

Ein Dank ist doch eine warmherzige Anerkennung für einen hilfsbereiten Menschen.

Ein Dank erfreut die Seele,und fördert weitere gute Taten.

Das darf nicht aus der Mode kommen.

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Glaub mir, danken kann man nie genug.

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Kommentar von rotesand
07.10.2016, 00:38

Das sehe ich auch so!

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