Ist es als interessierter Laie möglich, ein Bild des Malers Edward Hopper zu kopieren?

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3 Antworten

Im Prinzip ja! :-)

Nur es wäre dann weder ein echter Hopper, noch ein echter Kogge. Und auch der unvertretbar hohe Aufwand würde den Wert dieses Hybrids nicht steigern, zumal das Bild ja bereits existiert, das Hybrid also keinen echten Neuheitswert besäße.

Mein Rat: Kopple das eine vom anderen ab! Kaufe Dir von Deinem Lieblingsbild eine ordentliche Reproduktion (Druck) und erfreue Dich daran. Und vom Rest Deines Budgets kaufst Du Dir die Utensilien, um Deine Mallust zu befriedigen. Und bevor das Material verbraucht ist, wirst Du schon feststellen, ob sich daraus ein faszinierendes Hobby entwickelt oder ob es nur eine Luftblase war.

Und glaube mir: Deine eigenen Werke werden Dir viel mehr Freude bereiten, und als Großvater kannst Du sie stolz Deinen Enkeln präsentieren - die sind da sehr tolerant. :-)

Vom Kunstunterricht würde ich an deiner Stelle mal nicht ausgehen- meine besten Bilder hab ich im Matheunterricht gezeichnet (unser Lehrer war etwas tranig...), mit etwasTalent und Fleis ist es sicher möglich. Aber warum versuchst du dich nicht an etwas eigenem? Bei den Materialien kommt es darauf an wie viel Wert du auf Qualität legst. Wenn du nicht das allerbeste brauchst, müsste das mit deinem Budget schon gehen.

Danke! Ja, was eigenes wäre auch eine Idee, das eine schließt ja das andere nicht aus. Aber vielleicht ist es ganz gut, erstmal mit der Reproduktion anzufangen? Ich meine: wenn jemand ein Instrument wie das Klavier lernt, dann wird ja auch nicht unbedingt gleich gesagt "nun komponier halt mal was" sondern eher "lern erstmal diese und jene Stücke".

Qualität: klar, nach oben offen bei den Preisen geht immer. Bei der Farbe sollte wohl nicht zu sehr gespart werden, denn gerade bei dem Bild, finde ich, sind die leuchtenden & kräftigen Farben sehr wichtig für den Effekt.

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@ThorstenKogge

Dein Vergleich mit dem Klavier beweist doch genau das Gegenteil von dem, was Du beweisen möchtest: Der Klavierspieler reproduziert das Stück nicht, er interpretiert es. Die Noten sind vorgegeben, aber wie es sich dann anhört, das kann verschieden ausfallen. Genau so ist es auch beim Malen: Du kannst gern ein Thema Deines Lieblingsmalers aufgreifen (z. B. Schiffsuntergang im Abendrot), aber Du sollst es auf Deine Weise interpretieren und niemand nachahmen.

Noch bizarrer wird Dein Anliegen, wenn Du Dir einen Komponisten vorstellst, der die Komposition eines anderen Note für Note abschreibt! Im frühen Mittelalter hatten Kopisten ihre Daseinsberechtigung - aber heute?

Und auch der Lerneffekt hält sich beim Kopieren seeehr in Grenzen. Entweder Du lernst etwas mit dem nötigen Ernst von der Pike auf, oder Du versuchst Dich mit dem gleichen Eifer als Autodidakt. Um das Lernen kommst Du auf keinen Fall herum. :-)))

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Das Budget müsste langen.

Ich kann aber nicht beurteilen, wieviel Geduld und Geschick Du einsetzen willst und kannst.

Vielleicht das Ziel nicht zu hoch setzen? Zufrieden sein mit einer akzeptablen Leistung?

Ich habe mal versucht, einen Fischkopf zu kopieren. War mein 2. Bild. Sah einfach aus. Ich bin bald verzweifelt. Letztendlich habe ich eigene Farben und Pinselstriche drüber gesetzt. Damit konnte ich dann "leben".

Ich wünsche Dir viel Glück und vor allem Freude! (Der Weg ist das Ziel...)

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