Ist es 100%ig bewiesen das es mal ein Superkontinent gab, könnte die Entwicklung der Kontinente auch anders gewesen sein?

6 Antworten

Deine Theorie ist doch fast die gleiche, die auch allgemein angenommen wird. Vor Pangäa haben die Kontinente nicht zusammen gehangen, noch früher gab es bereits andere Superkontinente. Der erste heißt Rodinia. So geht es die ganzen Milliarden Jahre. Mal hängt das Land zusammen, mal wieder nicht.

Die Kontinente sind wie Eisschollen, die auf dem Meer treiben. Sie sind leichter als das andere Gestein. Übrig von den allerersten Kontinenten sind die Kratone.

https://de.wikipedia.org/wiki/Superkontinent

https://de.wikipedia.org/wiki/Kraton

Das ist eine Theorie, die aber in der Wissenschaft sehr anerkannt wird.
Es gibt auch sicherlich andere Theorien und das ist dann ebenso.

Aber Anhand des Gebirgsbildung (z.B. Varisziden, also sowas wie Teile des rheinischen Schiefergebirges), der Schichten (z.B. Faltungen, Überschiebungen, Scherzonen etc.) und Sedimente (z.B. OldRed Kontinent) kann man das schon sehr gut rekonstruieren.

Auch mit Dinoflagellaten und Pollen kann man z.B. teilweise erkennen, wie das Klima war und dementsprechend wie die Kontinente hätten stehen müssen.

Ebenso gibt das Leben viel Aufschluss über Meere etc.
Was willst du denn mit einer Meeresfisch-Fossilie irgendwo in Bayern ?

Der derzeitige Zyklus, der von Wilson beschrieben wurde beschreibt das momentane Verhalten der Platten und daraus lassen sich sicherlich auch einige Rückschlüsse ziehen.

Am Ende ist das nicht bewiesen, sonst wäre es eine Tatsache, die es aber nicht ist, weil es keiner von uns gesehen und festgehalten hat. Trotzdem ist das eine Theorie von der man Anhand der beschriebenen Funde davon ausgehen kann, dass sie sehr wahrscheinlich war/ist.

Woher ich das weiß:
Studium / Ausbildung
14

Entschuldigung, habe mich verklickt, ist hilfreich.

Wie findest Du meine Theorie?

0
15
@Timo3681

Ihr beide gebraucht Wörter aus der Wissenschaft falsch. In der Alltagssprache gebraucht man Theorie als Synonym für Idee, Modell oder Vorschlag.
Man meint auch oft theoretisch bedeute sowas wie in der Regel.
Die Wissenschaft hat sich solche schwammigen Begriffe vom Leibe geschüttelt und definiert sie für sich anders.
Wenn etwas eine wissenschaftliche Theorie ist, dass gilt es als bereits hochgradig gesichert. Ein Theorie-Gebäude ist ein Modell, welches die derzeitigen Daten und Fakten systematisch ordnet und innig kohärent (bzw. logisch aufgebaut) ist, d.h. keine Widersprüche zulässt, jedoch (und zwar immer) neue Beobachtungen welche entweder zur Theorie passen = Theorie bewährt sich, oder nicht passen = Theorie muss angepasst oder verworfen werden. Das bedeutet dass jede wissenschaftliche Theorie auf einer bestimmten Ebene Vorhersagen machen muss.
Damit ist eine Theorie mehr als nur ein Fakt und daher auch "bewiesener" als solche.
Wovon ihr Spricht nennt man in der Wissenschaft Hypothesen.
Deine Hypothese ist aber keine Alternative, da sich die Wissenschaftler die Erdplattentektonik nicht einfach ausgedacht haben wie du (nach dem Motto: "Es war einmal..") sondern Sie durch Befunde von Erdschichten, Vulkanismus, Magnetfelder, Radioaktivität, Fossilien etc. auf eine solche Hypothese geführt wurden, welche nun Vorhersagen macht und dazu noch Erklärungspotential besitzt. Wenn man heute bspw. ein Fossilium eines Lungenfisches in Südamerika findet und eins in Westafrika, dann weiß man: Diese Arten sind aus einer Urart hervorgegangen und diese lebte im Superkontinent Godwana. Nach dem Kontinentaldrift haben sich die Arten aufgetrennt und nun findet man in der Pazifik eine Reihe Fossilien, die belegen, dass diese Arten sich tatsächlich geografisch divergiert haben.
Um eine bessere alternative Hypothese zu entwickeln müsstest du diese Erklärungskraft nochmals überbieten können, d.h. deine Erklärung muss noch sparsamer an Annahmen sein und dabei präzisere Vorhersagen machen können, um die gängige Kontinentaldrift-Theorie "vom Thron zu stürzen". Das ist aber sehr unwahrscheinlich, da Theorien die bereits so alt und gut erforscht sind auf vielen unabhängigen wissenschaftlichen Ebenen untersucht und geprüft worden sind und sich bislang gut bewährt haben. Es wäre also ein Mammut-Projekt überhaupt die Klasse an Forschern zusammenzutreiben um eine Alternativhypothese zu Genüge auszutesten und mit den Daten auch weiterarbeiten zu können. Auch müsstest du klare Widersprüche zur alten Theorie in deinen neuen Befunden finden, welche sich jedoch mit deiner Theorie erklären lassen. Und nicht vergessen: Eine Theorie muss innig kohärent sein, sprich eine Erklärung sollte sich mit der nächsten vertragen usw. Du dürftest keine Erklärung zurückziehen, solange Sie eine Funktion haben soll. Wenn ein anderes Befund nun auch deiner Theorie widerspricht, müsstest du diese ebenfalls anpassen oder verwerfen - eine Anpassung ist aber bereits ein Indiz dafür, dass deine Interpretation der bisherigen Daten voreilig war und du würdest schnell in Misskredit geraten, weshalb - wie gesagt - es unsinnig ist alte und bewährte Theorien immer wieder auf die Probe zu stellen, da es nur unnötig deiner eigenen Wissenschaftler-Karriere schadet wenn du dich um Nichts bemühst. Es ist ungefähr so sinnvoll wie das Nachmessen der Fallgeschwindigkeit eines Apfel, der aus Tischhöhe fällt, um Newtons Gravitationstheorie zu überprüfen. Es gibt genug ungelöste Probleme, die sehnsüchtig auf eine Hypothese warten. ;-)

Ansonsten viel Spaß bei den Untersuchungen und melde dich in zwei Jahrzehnten gerne Mal mit deinen Ergebnissen!
Gruß
Ein Biologe

0
14
@Slavatar96

Mache keine Untersuchungen, hatte mich nur interessiert.

0

Warum sagt man es gibt 5 Kontinente wo es aber eigentlich 7 gibt?

Ein Kontinent ist immer eine große Landmasse im Meer und es gibt auf der Erde wenn man es genau betrachtet 7 Kontinente voneinander getrennt. Nämlich Afrika, Australien, Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika, Antarktis.

Weil man muss Nordamerika und Südamerika als zwei getrennte Kontinente sehen und auch die Antarktis ist ein Kontinent auch wenn sie nicht bewohnt ist und nur Eis ist.

zb die Antarktis ist ein Kontinent nur aus Eis und Australien ist ein Kontinent nur aus Wüste und in Afrika und Südamerika gibt es viel Regenwald.

Und Nordamerika, Europa und Asien sind nördlich gemäßigt mit viel Nadel und Laubwald.

Und neben den Kontinenten gibt es noch größere Inseln zb Grönland, Madagaskar, Neuseeland die man auch zur Landmasse eines Kontinents zu dem sie Nahe liegen dazuzählen kann.

Und es gibt viele kleine Inseln zb im Pazifik die zu keinem Kontinent gehören.

Also wir hatten in der Schule einen Lehrer und der hat es so erklärt und war der Meinung es gibt keine 5 sondern es gibt 7 Kontinente wie oben gezählt.

Ist das geografisch korrekt? :D

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?