Ist Enthaltsamkeit ungesund oder nicht?

14 Antworten

Natürlich ist Enthaltsamkeit ungesund ein männlicher Körper muss alle 3 Tage eine Erektion haben, sonst stimmt etwas nicht.

Nicht nur Erektion, denn die hat er sowieso jede nacht mehrmals, sondern Ejakulation! Das hast du sicherlich auch gemeint.

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Hängt meiner Ansicht nach von deiner Einstellung und vom Grund für die E. ab. Wenn das Bedürfnis nach Zweisamkeit den Glauben an Einstellung und/oder Grund stört, kann das zu Krankheit führen. Ich denke dass man sich nicht vornehmen sollte "für immer" enthaltsam zu sein, sondern nur, solange es es eben dauern soll, oder man nicht darunter leidet.

Enthaltsamkeit - falls es um Sex geht und nicht um Alkohol oder unmäßiges Essen - ist immer dann gesund und angemessen, wenn jemand sich für Sexualität gar nicht oder sehr wenig interessiert. Auch bei der Sexualität ist es so, daß mancher gerne viel und intensive sexuelle Betätigung schätzt und braucht, um zufrieden zu sein, und mancher sich für Sex fast gar nicht interessiert. Es gibt keine Norm wie "3 mal die Woche ist gesund". Ein Mensch braucht mehr, ein anderer wenig oder gar nichts. Wer keinen Drang nach Sexualität hat oder wem etwas anderes (z. B. die religiöse Praxis als Christ oder Buddhist) viel wichtiger ist, braucht Sexualität nicht und für den ist es auch kein Problem, ganz ohne Sex zu leben. Ich höre nie von buddhistischen oder christlichen Mönchen, daß sie krank werden, weil sie nicht masturbieren. Und seltsamerweise werden immer nur bei Männern "gesundheitliche" Probleme gewittert, wenn sie ihrem angeblich so großen Sexualtrieb nicht nachgehen. Mit anderen Worten: Es ist ein Gerücht, daß alle Männer ständig Sex brauchen, weil sie sonst Vergewaltiger werden oder durchdrehen.

Falsch ist Enthaltsamkeit dann, wenn man aus bestimmten Gründen auf Sex verzichten will, aber innerlich damit nicht übereinstimmt. Daraus resultieren große Probleme, sowohl seelisch als auch körperlich, bei Männern und bei Frauen. Wer den Wunsch hat, Sexualität zu leben, der sollte sich diesen Wunsch nicht "abkneifen", um eine bestimmte Leistung zu vollbringen. Umgekehrt ist übrigens auch gefahren: Wer an Sex nicht interessiert ist, erleidet Schaden, wenn er genötigt ist Sex zu haben, obwohl er es nicht möchte.

Verzicht auf Sexualität bringt keine "energetischen" oder sonstigen Vorteile. Ein Sportler, der Sex hat, ist ein genau so guter Sportler wie einer, der keinen Sex hat. Im Bereich des Hochleistungssportes mag es eine Rolle spielen, wie und wann sich ein Sportler am Vorabend betätigt. Im Bereich des normalen Breitensports spielt es keine Rolle. Die Konzentration verbessert man am besten dadurch, daß man seine Bedürfnisse erfüllt und dann bei der Meditation, bei der Schulaufgabe oder beim Meeting nicht vom Aufkommen der Bedürfnisse gestört wird. Dann stimmt sicherlich auch die "Energie". ;-) Am besten ist es, rechtes Maß zu halten in allem. Dann ist ein Mensch zufrieden und ausgeglichen, angemessen konzentriert und leistungsfähig. "Rechtes Maß" bedeutet, festzustellen, was man wirklich braucht, und genau danach zu leben. Gruß, q.

Wenn ich das richtig verstehe, geht es Dir um Sport und Sex. Also an der Frage wird noch eifrig geforscht, glaube ich. So hundertprozentig genau weiß man das - glaube ich - noch nicht.

Erste Antworten aber vielleicht hier: http://www.gmx.net/themen/gesundheit/sex/969jj7c-sex-sportliche-leistungsfaehigkeit

Tenor: Sex vor Wettkämpfen (Leistungssport) ist wohl nicht so toll, bei Hobbysportlern ist das allerdings egal. Wenn es um Konzentration geht, soll Sex sogar förderlich sein.

das wirst du bestimmt selber feststellen, was besser ist für dich...

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