Ist Energiegewinnung durch Antimatiere wirklich Zukunftsrelevant?

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6 Antworten

So wie ich das nun verstanden habe, funktioniert die Teleportation aus prinzipiellen Gründen nicht. Spielt in einer "ähnlichen Liga" wie der Warp-Antrieb (wurde erforscht, die NASA gab es aber auf, als klar wurde, dass es nicht geht). Antimaterie existiert natürlich, aber ich bezweifle, dass damit Teleportation oder Warpantrieb gehen würden (bei letzterem bräuchte man "Materie mit negativer Energiedichte", das ist etwas anderes als Antimaterie).

Antimaterie entsteht in winzigen Mengen, wenn z.B. Protonen der Sonne auf die Erdatmosphäre treffen, und die "Teilchenschauer" erzeugen. Dabei entstehen u.a. Myonen, viel anderer "Kleinkram" und eben auch ein wenig Antimaterie (die aber fast sofort wieder weg ist, weil ja die Atmosphäre aus Materie besteht im Wesentlichen).

Man kriegt kein kg Antimaterie zusammen (worin sollte man das "aufbewahren"?, egal welches Material wir nehmen, es wäre Materie). Durch die Annihilation beim Zusammentreffen mit Materie sind auch geringe Mengen Antimaterien sehr schnell wieder weg.

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Kommentar von Ahzmandius
23.02.2016, 21:44

Teleportation im Sinne von Star Trek natürlich nicht. 

Übertragen eines Teilchens, sogar einzelner Moleküle ist möglich und wurde bereits durchgeführt(Quantenteleporation).

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Antimaterie als Energielieferant kann man vergessen, denn:

Mit der heute möglichen Antimaterie-Produktionsrate würde es 10.000-mal so lang dauern, wie unsere Universum alt ist, genügend zu bekommen, eine Bombe zu konstruieren, die mit einer einfach zu schaffenden Atombombe hinsichtlich Sprengkraft konkurrieren könnte. 
 
Zudem ist gezielt produzierte Antimaterie schon allein von der Energiebilanz her absolut uninteressant: Bei ihrer Zerstrahlung würde nämlich nur etwa 10-Milliardstel der zu ihrer Produktion nötigen Energie frei — und das, obgleich Annihilation (das gegenseitige Auslöschen von Materie und Antimaterie) der effizienteste Energielieferant ist, den die Natur kennt. 

http://greiterweb.de/zfo/Materie.htm#msgnr0-168

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Das kommt ganz darauf an, welchen Zukunft du meinst.

Wenn die Menschheit in Hunderten bis Tausenden von Jahren noch existiert und sich nicht durch Kriege wieder in Mittelalter gebracht hat, dann ganz sicherlich.

Für die nahe Zukunft wird das allerdings nichts sein, da ist erstmal die Kernfusion das große Thema zur Energieerzeugung.

Übrigens: Die Kernfusion auf Erden klappt nur durch Verschmelzung eines Tritium mit einem Deuteriumatom und nicht aus 4 Protonen wie in der Sonne, gerade weil Antimateriephysik zur Umwandlung zweier Protonen in Neutronen im Spiel ist.

Mal zurück zum Thema, Antimaterie kann bissher nur in Teilchenbeschleunigern hergestellt werden und auch nur in kleinsten Mengen, weder lohnt das noch wäre es Effiziet.

In sofern wird eine solche Technologie wohl noch sehr lange in Anspruch nehmen aber du kannst sicher sein, dass die Forschung wohl bereits begonnen hat.

PS: Dummerweise wird es wohl zu aller erst mal Antimateriebomben geben, bevor ein Weg zu friedlicher Nutzung erschlossen wird

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Ist Energiegewinnung durch Antimatiere wirklich Zukunftsrelevant?

nein, absolut nicht. denn dazu müsste man erst mal ein natürliches vorkommen an antimaterie entdecken. und im gesamten universum ist bisher keines bekannt. und sollte es sowas in ein paar millionen lichtjahren entfernung tatsächlich geben, dann haben wir auch nichts davon.

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in der gegenwart noch nicht, aber vielleicht ist sie in zukunft gegenwartsrevant...

das Problem ist, dass antimatirie zu erzeugen schon fast unmöglich ist. und wenn dann mit einem irrsinns energieaufwand, der nie wieder raus kommt, wenn man die reaktion abruft. geschweige denn kanalisiert abruft. so wie es in den AKW z.b. läuft...

und dann ist das zeug einfach nicht speicherbar. jedenfalls nicht in relevanten mengen. wie auch... immerhin verpufft es ja sofort, wenn es mit materie in kontakt kommt...

lg, Anna

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Kommentar von prohaska2
23.02.2016, 19:14

Ist "in Zukunft gegenwartsrelevant" nicht dann Vergangenheit?

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Nein, weil man die Antimaterie dazu erst mal haben muß und ihre Herstellung eben die Energie verbraucht, die man hinterher (abzüglich der Verluste) aus ihr wieder gewinnen könnte. Die Idee ist, wenn auch auf utopischem technischem Niveau, keine andere als die, Energie aus Batterien zu gewinnen. :-)

Empfehlung: Lies mal nach unter Energieerhaltungssatz und Äquivalenz von Masse und Energie.

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