Ist Embryo Wunder Gottes?

Das Ergebnis basiert auf 39 Abstimmungen

Nein 67%
Ja 33%
Glaube an nix 0%

18 Antworten

Nein

Wir wissen recht gut, wie aus einer Eizelle und einem Spermium ein kompletter Mensch wird.

Schließlich ist ja der Bauplan in beiden enthalten. Der neue Mensch erhält dabei von beiden einen Teil seines dann einzigartigen Bauplans.

Dann beginnen Zellen sich zu teilen. Anfangs sind sie noch alle gleich, aber dann beginnen sie sich zu differenzieren und zu spezialisieren. Alles nach dem ihnen innewohnenden Bauplan. Da steht das alles genau drin. Ein Eingriff eines Gottes ist da nicht erforderlich.

Tatsächlich vollzieht der Mensch bei seiner Werdung einige Stufen seiner vorherigen evolutionären Geschichte nach. Wir haben z.B. für eine kurze Zeit Kiemen. Die entwickeln sich aber wieder zurück. Stattdessen entwickelt sich die Lunge.

Alles steht in dem Bauplan, der DNA heißt.

Wenn in uns Lehm wäre, wie es in der Bibel steht, wäre es wirklich ein Wunder, dass wir lebende und fühlende Wesen sind.

Aber dem ist ja nicht so.

Ergo: kein Wunder, "nur" Biologie.

Ja

Für mich kann es nur Gott sein. Denn

„Wir wissen überhaupt nicht, wo wir herkommen. Kein Wissenschaftler hat auf der Erde jemals aus dem Labor Leben entwickeln können. Wir wissen nicht, wie Leben entstehen kann.“ Dr. Alexander Gerst, Geophysiker und Astronaut –Kommandant der ISS-Mission 2018

„Wie können anorganische Moleküle biologische Informationen bekommen und weitergeben, damit eine Urzelle entstehen kann? An und für sich ein unlösbares Problem." Prof. Dr. Manfred Eigen, Biophysikalische Chemie, Universität Göttingen

„Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht, aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen.“ Prof. Dr. Ernest Kahane, Lehrstuhl für Biochemie, Universität Montpellier

Du hast wohl die Frage falsch verstanden. Es geht nicht um Abiogenese sondern um Zeugung.

Es ist schon peinlich für jemanden wie Gerst, wenn er das wirklich gesagt hat.

Gib mein ein Labor von der Größe der Erde und ein paar Milliarden Jahre Zeit. Dann schauen wir nochmal.

Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht,

Richtig. Sowas nennt man einen Strohmann. Niemand behauptet ja sowas. Niemand nimmt an, eine lebendige Zelle würde von selbst entstehen. Was soll also diese Abgrenzung davon?

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Nein

Nein, da spielt keine einzige der x-tausend menschengemachten Fantasie-"götter"-figuren eine Rolle.

Ja

eEr gab das erste Leben und der Mensch an seine Nachkommen. Eine einzige menschliche Zelle braucht zum Leben 100000 Aktionen in der Zelle und zwar genau hintereinander und jede Sekunde, sonst könnte sie nicht existieren.

Unsinn.

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@Morlogg

LOL.

Höchstens "Wissenschaft" der Christian Science".

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@Morlogg

Was sollen dass denn für Aktionen sein? Diesen Begriff gibt es in Bezug auf Zellen gar nicht. Du kannst ja sicherlich eine Quelle nennen.

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@realsausi2

Reaktionen, das war ein deutscher Professor auf youtube bei einem Vortrag, dass ist schon über 10 Jahre her,ich schreib mir so was nicht immer auf.

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@Morlogg

Ich habe sowas in diesem Zusammenhang noch niemals gehört. Welcher Fachrichtung gehörte dieser Professor an?

Ich zweifele sehr stark daran, dass das Hand und Fuß hat.

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@realsausi2

Biologe, die genaue Fachrichtung weis ich nicht mehr, dass ist absolut wahr, dass er das gesagt hat

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@Morlogg

Ja. Daran besteht der Zweifel ja auch nicht. Ich zweifele daran, dass die genannte Information richtig ist.

Natürlich ist eine Zelle ein sehr komplexes Objekt. Keine Frage. Aber das Leben beginnt wohl nach einer Zeugung aus einer (zwei) Zelle, aber das Leben an sich begann nicht mit einer Zelle. Wer das annimmt, wird niemals begreifen, wie die Natur funktioniert.

Das, was wir gemeinhin "Zelle" nennen ist das Ergebnis eines langen evolutionären Prozesses.

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@realsausi2

dann zeig mal den Prozess auf wie es zu der Zelle kam, da müßten ja Zwischenstufen existieren oder Entwicklungsstufen vorhanden sein, wenn das nicht auf einmal da war, Beleg das mal an beobachteter Zellentstehung

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@Morlogg

Allein dieser Vortrag zeigt, dass Du nicht im Ansatz verstanden hast, wie Evolution abgelaufen ist.

Natürlich können wir den direkten Übergang von Nichtleben zu Leben heute noch nicht eindeutig belegen. Aber recherchiere mal nach RNA, wie daraus DNA geworden ist. Und dass alles, bevor es eine Zelle gab. Recherchierche mal Mitochondrien und wie sie in unsere Zellen gekommen sind. Recherchiere mal über die Viren-DNA, die reichlich in unserer DNA zu finden ist.

Evolution ist ein sehr komplexes Thema. Ohne sich intensiv damit zu befassen, hat man keine Chance, überhaupt eine qualifizierte Aussage darüber zu machen.

Ich befasse mich seit über 40 Jahren damit und habe gerade mal die Oberfläche angekratzt.

Beleg das mal an beobachteter Zellentstehung

Das können wir nicht beobachten. Weil es z.Z. einfach nicht stattfindet. Auch das ist evolutionäre Logik. Nur sehr selten entwickelt sich etwas neu, was schon da ist. Das wäre nicht wirtschaftlich. Und Natur funktioniert nur unter sehr strengen Geboten der Wirtschaftlichkeit.

Ich kann mich bemühen, hier einzelne Fragen möglichst verständlich zu beantworten. Aber die wesentlichen Grundlagen muss sich schon jeder selbst ranschaffen.

Es ist ja wirklich seltsam, dass man wenige Menschen findet, die meinen, sie könnten etwas Relevantes über Raketentriebwerke beitragen. Aber zur Evolution meint jeder seinen Senf beitragen zu können. Gegen die Evolutiontheorie ist Raketenwissenschaft aber Kindergarten.

Wer die Evolutionstheorie nicht anerkennt, hat sie nicht verstanden.

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@realsausi2

Starke Worte, aber das zieht bei mir nicht, mit anderen Worten du kannst nichts vorlegen,was den Hergang betrifft, nur Schlussfolgerungen aus vorhandenem Material machen, Das reicht aber nicht.Deine Antwort wußte ich schon vorher

Zur Zelle überschlag mal wie viel Zellen jede Sekunde auf der Erde entstehen Zb Pantoffeltierchen usw und du willst mir weismachen, daß das heute nicht mehr passiert, was damals angeblich geschah. Material zur Beobachtung istin Massen vorhanden , aber oh Wunder es findet nix statt.

Die ganze Evotheorie hat keine GRUNDLAGE was die Entstehung des Lebens betrifft und ist eine Luftnummer

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Reine Behauptung.

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Ja

Wunder-Ein Ereignis, das man nicht für möglich gehalten hat

  1. ein Ereignis, das durch göttliche oder übernatürliche Kräfte herbeigeführt worden ist (ein Wunder Gottes)
  2. etwas Außergewöhnliches (Ein Wunder der Natur/Technik)

Das hängt von deiner Weltsicht ab.

Wenn du ein Universum postulierst, das einfach so und ohne Ursache begonnen hat, dann kann es ein Wunder (2) sein, eine freudige Überraschung. Oder eine Katastrophe. Oder halt etwas, was irgendwie passiert Je nach Gemütslage.

Wenn du einen transzendenten Geist als Schöpfer aller Dinge annimmst, ändert sich erstmal nicht viel an der Lage. Auch dann ist eine Beurteilung des Ereignisses zwischen ah ja? , super und oh weh möglich.

Erst wenn du diesem Schöpfergeist als eine Person wahrnimmst, die bei jeder Entstehung von Leben die Ursache war, wird ein echtes Wunder daraus. Ein Geschenk, ein Leben, in dem alles Mögliche passieren kann.

Und das sind Kinder für mich. Echte Wunder. Ein Zeichen der Hoffnung, dass es weitergeht, auch wenn ich nicht mehr da bin. Damit das Lachen und Plappern der Menschen auf diesem Planeten noch lange zu hören sein wird.

Leben ist etwas so Außergewöhnliches und derart unwahrscheinliches, dass es die meisten von uns insgeheim schaudert bei dem Gedanken, es könnte einfach völlig vorbei sein damit.

Egal ob wir einen Gott annehmen oder nicht, eigentlich wissen wir alle, dass wir nicht wirklich begreifen, was da bei der Entstehung eines Kindes abläuft. Und dass deshalb jedes Kind ein Wunder ist.

Für mich persönlich ist jedes Kind ein Wunder Gottes. Jedes siebte Paar wünscht sich Kinder, und sie bekommen dieses Geschenk nicht. Deshalb fände ich es gut, wenn auch die, die nicht an Gott oder Wunder glauben, wenigstens darüber nachdenken würden, ihr Geschenk weiterzugeben, statt es wegzuwerfen.

Vielleicht passiert ja ein Wunder, und aus einem sehr unglücklichen und einsamen Menschen werden dann mehrere glücklichere. 🧍‍♀️--> 👨‍👩‍👦+

Doch, "wir" begreifen das. Jedenfalls diejenigen von uns, die sich mit Biologie ein wenig auskennen.

Dir ist aber klar, dass zum Beispiel Frauen, die nach einer Vergewaltigung schwanger werden, das werdende Leben NICHT als "Geschenk" betrachten?

Deine Bezeichnung - "Wegwerfen" des "Geschenks" - trifft in einem solchen Fall und auch in vielen anderen Fällen nicht zu. (Ich habe mich hier sehr vorsichtig ausgedrückt.)

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@earnest

Ja, ok, wenn du mit verstehen meinst, dass wir inzwischen ansatzweise beschreiben können, was da passiert, dann verstehen wir schon einiges mehr inzwischen. Ungefähr so viel wie von der Struktur des Universums oder von Evolution: Je mehr man forscht, desto klarer wird, dass des Forschens kein Ende ist.

Weniger als 5% aller Abtreibungen haben eine medizinische oder kriminologische Ursache. Das Argument mit der Vergewaltigung Minderjähriger betrifft in Deutschland weniger als 100 Frauen bei ca 100 000 Abtreibungen jährlich.

Einer Bekannten von mir ist genau das passiert: Sie war mit 17 Party machen, und wurde betrunken und unfreiwillig geschwängert. Es war noch nicht mal wirklich klar, von wem. Damals in den 80ern hat sich da auch keiner wirklich für interessiert, Strafanzeige wurde erst gar nicht gestellt. Sie hat sich für dieses Kind entschieden, und es war kein Fehler. Es ist ihr einziges Kind geblieben, und sie sagt heute, dass das die beste Entscheidung ihres Lebens war.

Wenn beim heutigen Wissen, wenn trotz Sexualkundeunterricht und überall frei zugänglichen Informationen immer noch etwa 100 000 Abtreibungen jährlich allein in Deutschland vorgenommen werden, 95% davon aus sozialer Indikation, dann kann ich mir das bei einem erheblichen Anteil der Fälle nur mit einer falschen Einstellung erklären. Eine Mischung aus wird schon gutgehen, Nachlässigkeit, und Faulheit.

Das lehne ich ab. Grundsätzlich. Ich hab mein uneheliches Kind damals auch ausgetragen, obwohl mich bei der `frohen Kunde` erstmal ein Heulkrampf ereilt hat. Und auch ich bereue nicht, obwohl dieses Kind meine durchaus erfolgreiche Karriere in Schutt und Asche gelegt hat.

Ich bin gegen Verbote. Ich finde es fürchterlich, was in Polen und Amerika gerade abläuft. Aber ich finde auch, dass mehr und offensiver besprochen gehört, dass es eben kein Pappbecher ist, den man wegwirft (da wird ja ausgiebig darüber gesprochen, ob das moralisch vertretbar ist), sondern ein werdender Mensch. (Da darf man anscheinend nicht darüber sprechen, ob das moralisch vertretbar ist.)

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@heikemargret

Ich wüsste nicht, wer eine Abtreibung mit dem Wegwerfen eines Pappbechers vergleichen würde.

Aber ich sehe, wie du hier wieder einen Pappkameraden aufbaust.

DEIN Heulen und Zähneklappern muss nicht Vorbild für alle sein.

Der nächste Pappkamerad: dass man nicht darüber sprechen dürfe.

Nach so viel Papplapapp bin ich hier jetzt raus.

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Wenn du ein Universum postulierst, das einfach so und ohne Ursache begonnen hat,

Du meinst so, wie es im biblischen Schöpfungsmythos steht? Die Wissenschaft postuliert sowas jedenfalls nicht.

Ein "Wunder" ist immer Folge fehlender Informationen. Wenn ich etwas nicht verstehe, kommt es mir vielleicht wie ein Wunder vor. Das sagt aber mehr über mich, als über das Ereignis.

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