Ist einer von euch Schwul und war schon einmal in Saudi Arabien, Oman oder allgemein im Orient - muss man aufpassen?

14 Antworten

Deine sexuelle Orientierung steht dir nicht auf der Stirn geschrieben.

Sofern du also darauf verzichtest, mit deinem Partner knutschend über den Basar zu schlendern und auch nicht mit der Regenbogenfahne in die nächste Moschee spazierst, ist die Gefahr für dich als Tourist gering.

Flirte nicht mit Ortsansässigen, frage nicht nach dortigen Szene-Locations und verhalte dich normal, so dass niemand auf die Idee kommt, Gerüchte gegen dich zu verbreiten - dann braucht man das Risiko nicht zu dramatisieren.

Für mich stellt sich die Frage, ob ich in einem Land Urlaub machen will, in dem ich nicht erwünscht bin.

Falls Du trotzdem hinfährst, solltest Du Deine Sexualität für Dich behalten - in jedem Fall. Mit einem schwulen Partner in solche Länder zu reisen, ist eine ganz schlechte Idee. Da haben schon heterosexuelle Männer Schwierigkeiten bekommen, weil sie mit dem besten Kumpel auf Tour waren.

Westliche Frauen, die in solchen Ländern vergewaltigt wurden, sind schon oft angezeigt, verklagt und verurteilt worden wegen ausserhelichen GVs. Die Folge ist dann idR ein äusserst unerquicklicher verlängerter Aufenthalt im Urlaubsland - nur dass das Domizil dann keine 3-6 Sterne mehr hat. Touristen werden dann oft nach einiger Zeit "entlassen". Für Homosexuelle dürfte da MINDESTENS das Gleiche gelten. Je nach Reiseziel kann Dich ein aufgebrachter Mob aber auch direkt steinigen, z.B. wenn Du - in Gedanken - mit Deinem Freund Händchen hältst.

Also wenn ein solches Reiseziel, dann am besten mit einer sehr guten Freundin, die sich als Deine EHEfrau ausgibt. Achtung: Auch die Wände haben Ohren!

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Alleine schon Dein erster Satz ist ein "däumchen" wert! :-)

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Ich bin homosexuell und war in einigen Ländern des Orients (Oman, VAE, Iran, Jordanien, Ägypten, Marokko). Ich hatte dort nie Probleme, habe das Thema aber auch nicht oft angesprochen. Die Menschen die in den Regionen wohnen gehen meistens sehr pragmatisch damit um: "Was privat ist, ist privat und geht mich nichts an." Nur wenn "die Homosexualität" and die Öffentlichkeit dringt, bekommt man Probleme. 

Aber dennoch: in einigen dieser Länder gibt es die Todesstrafe für (männliche) Homosexualität oder langjährige Inhaftierungen. Auf intime Momente mit Einheimischen würde ich mich nicht zu schnell einlassen und ich würde meine sexuelle Orientierung auch nicht jedem auf die Nase binden. Allerdings gilt das auch für Heteros. 

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Naja für homosexuell sein bekommt man keine Todesstrafe, dafür kann man ja nichts .. nur wenn man auch mit dem selben Geschlecht verkehrt, aber wenn man es in den eigenen 4 Wänden macht, sieht das ja sowieso kein Mensch ..

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