ist eine unterschriebene Schuldanerkennung anfechtbar?

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7 Antworten

Nein, kannst du nicht. Die Sache sähe anders aus, wenn ihr nicht bereits seit 2010 in monatlichen Raten zahlt. So aber hast du doch gar keinen Anfechtungsgrund. Dass die Forderung in der Höhe nichts rechtens ist, wusstest du bereits als ihr das Schuldanerkenntnis unterzeichnet habt. Du kannst es also nicht ins Felde führen.

Wegen dem Eigenbedarf würd ich abwarten. Soll sie doch klagen. Dann entscheidet ein Richter, ob sie tatsächlich einen Eigenbedarf hat oder den nur vorschiebt.

Schuldanerkenntnis unterschrieben und jahrelang gezahlt - das sieht schon mal ganz schlecht aus. Da wird jeder Amtsrichter die Stirn runzeln und von Dir gute Gründe verlangen, warum dieses Anerkenntnis erst jetzt angefochten wird und warum Dir erst jetzt einfällt, dass keine Anspruchsgrundlage vorlag. Das hätte Dir - so wird er Dir vorhalten - bereits damals einfallen können und auch sollen, und Du hättest dieses Papier dann eben einfach nicht unterschreiben dürfen.

Mit Argumenten wie "...ich habe um des lieben Friedens willen unterschrieben..." brauchst Du absolut keinem deutschen Amtsrichter kommen. Ein Jurist akzeptiert niemals eine nicht bestehende Forderung "um des lieben Friedens willen". Sondern er bestreitet diese dann ganz einfach. Wenn die Vermieterin dann frech geworden wäre, hättet Ihr zum Mieterbund oder zum Anwalt gehen können oder auch einfach eine andere Wohnung suchen können.

Für die Kündigung mit Eigenbedarf gibt es lange Sperrfristen. Hierzu einfach mal googeln.

Bei einer Eigwenbedarfskündigung muss aufgeführt sein w e r die Wohnung benötigt und wie das verwandschaftliche Verhältnis ist.

Eine untershriebene Schuldanerkenntnis, die auch schon mit Abzahlungen bedient wurde kann man nicht einfach anfechten.

Egal ob ihr Ärger mit der Vermieterin vermeiden wolltet: Die Nebenkostenabrechnung für das Vorjahr, muss bis spätestens 31.12. des aktuellen Jahres um 23:59 Uhr nachweislich (also gegen Unterschrift oder als Einschreiben oder per Express-Boten) beim Mieter eingegangen sein.

Beispiel: Für den Zeitraum 01.01.2013 bis 31.12.2013 muss der Vermieter die Nebenkostenabrechnung bis spätestens 31.12.2014 nachweislich an den Mieter zustellen. Kann er das nicht, dann muss der Mieter für das Jahr 2013 keine Nebenkosten bezahlen. Eine Zustellung nach dem 31.12.2014 gilt dann als verspätet und somit nicht mehr anfechtbar.

Der Eigenbedarf muss schriftlich angekündigt werden (nachweislich als Einwurf-Einschreiben, da du sonst behaupten darfst, nie etwas erhalten zu haben).

Außerdem kann man heutzutage nich einfach eine Frau mit Kindern wg. Eigenbedarf aus der Wohnung klagen wenn sonst alles in Ordnung ist.

Hast du die 5 Jahre von damals noch nachgezahlt? Warst du so verrückt? Du hättest nur das Jahr 2009 bezahlen müssen. Und was steht wortwörtlich im Schuldanerkenntnis? Wofür hast du die Schuld übernommen? Für deine immer pünktlichen Mietzahlungen? :-)

PS. Dass du dich beim Mieterbund angemeldet hast war auch eine gute Idee. An diesen solltest du dich ab sofort mit deinen Fragen wenden. Dafür zahlst du im Jahr auch durchschnittlich 70,- Euro Mitgliedsgebühr (unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland).

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Wir waren da in einer Saublöden Situation. obwohl wir wussten, dass die horrende Forderung nicht rechtens ist, ahben wir des friedens Willen - wie gesagt, die wohnen unmittelbar neben uns - der Zahlung zugesagt. Wir nahmen natürlich an, dass wir hier wohnhaft bleiben können. Wir zahlten damals 150 euro pauschal NK. Mittlerweile (ich zahl ja nun alles selber) ist mir klar, dass dies nirgends hinreichen konnte. meine Gutmütigkeit nervt mich nun natürlich auch - aber die tatsachen kann ich jetzt auch nicht mehr ändern. 500 Euro sind noch offen und die würd ich eigentlich gerne - da sie uns jetzt rausschmeisst - nicht mehr bezahlen. Mieterbund hab ich letzte Woche den Beitrag bezahlt. Wollte eigentlich auf was schriftliches von Vermietersseite warten und mich dann melden, aber vielleicht sollt ich doch jetzt schon nen Termin machen

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haben wir eine Schuldanerkennung unterschrieben und zahlen den Betrag seither in monatlichen Raten ab.

Du kannst sie anfechten, wenn Du nachweisen kannst, daß Du zu der Unterschrift gezwungen wurdest.

Das würde nur funktionieren, wenn sie nicht außerdem brav jeden Monat gezahlt hätte.

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Unterschrift UND bisher jeden Monat gezahlt?! In der Kombi hast du nicht den Hauch einer Chance auf Aufhebung.

Gut Gebrüllt und vorher ging das nicht zu Bereinigen Hinterher den Ärger machen . Warum ?

Wenn du meine Frage richtig lesen würdest, hättest du gesehen, warum wir unterschrieben haben. Sieht ja gerade anders aus und den Ärger hab wohl eher ich, als sie, nicht?

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