ist eine psychiatrie wirklich so schlimm?

16 Antworten

Die Frage ist schon alt, aber ich füge noch einen Aspekt hinzu, der bisher unerwähnt blieb: 

In vielen psychiatrischen Kliniken werden die Menschen einfach mal "parkiert" bzw. "versorgt", und man wendet sich anderen Sachen zu, da das Feuer ja erst mal gelöscht ist.

Als Patient hat man dort 1-2 Stunden am Tag eine Aufgabe, eine Therapie, ein Programm oder ähnliches, und der Rest der Zeit schimmelt man in einer Ecke vor sich hin. Dieses Nichtstun wird auch gerne als "therapeutisch" verkauft, da die daraus folgende Abstumpfung, Langeweile und Lethargie den Eindruck erwecken, die Symptome seien abgeklungen. Sehr bequem für die Betreuer, und die Krankenkassen zahlen fleissig für jeden Tag, ohne dass man einen Finger rühren muss ... man überlässt die Leute einfach sich selbst. Den ganzen Tag stumpf herumsitzen ist gesund! (Ironie)

Eigentlich nichts anderes als Nötigung, die in sich selbst zu Depressionen führen kann. 

Zum Nichtstun verdammt zu sein, ist auch eine Art Folter.

Pfleger sind oft abgestumpft und resigniert, und empfinden Wünsche und Bedürfnisse als Zumutung: "Mensch, jetzt muss ich auch noch meinen Arsch bewegen ..."  "Schon wieder der ..."  Sie verschanzen sich vor ihren Computer und suchen in den seltensten Fällen von sich aus mit Patienten Kontakt. Da wird nur das allernötigste getan, sonst surft man im Internet. Oder lästert im Stationszimmer über die Patienten, so kommt der Dienstabend schneller näher. 

Wenn daraus der Schluss entsteht, nie mehr etwas mit dieser Maschinerie zu tun haben zu wollen, umso schlimmer. 

Quelle: Eigene und fremde Erfahrung aus verschiedensten Ecken. 

sagen wir so: in der geschlossenen ist es IMMER schlimm. aber auch da gibts schlimme und noch schlimmere. auf der offenen kriegst du natürlich auch schon mal mit, wie einer ritzt oder kotzt, aber es gibt auch gute kliniken

Hallo,

daß in einer Psychiatrie mal jemand zusammenklappt und einen Weinkrampf hat, daß kannst Du nicht vermeiden. Es gut zu finden, daß sie die Tabletten nicht nimmt, ist, sorry, totaler Schwachsinn, wozu ist sie dann in einer Klinik, ohne Tabletten geht es bei schlimmen Beschwerden nicht und wenn Deine Freundin schon öfter in der Klinik war, nehm ich an, liegt es auch an ihr, weil sie nicht "mitarbeitet" und die Tabletten nicht nehmen will. Sie braucht die Tabletten um ihre Krankheit zu verbessern. Du musst ihr jetzt zureden, die zu nehmen und auch sonst Mut machen, sich nicht hängen zu lassen. Die Tabletten sind ja nicht da, weil man Gefühle zeigt, ich weiß ja nicht, was Deine Freundin für Beschwerden und Probleme hat, aber die Gefühle, die sie zeigt sind ja meist nicht natürlicher Art, wenn sie Depressionen hat, kann es soweit mit ihrem Stimmungsstief kommen, daß sie sich was antut. Also so ein Aufenthalt ist mit Sicherheit nicht nur so und Du darfst sie auf keinem Fall darin bestärken, die Medikamente nicht zu nehmen, sonst kann ihr ja nicht geholfen werden. Du schreibst, was Du alles nicht sehen willst, musst Du denn auch in die Klinik oder sprichst Du von Dir? Die Psychiatrie ist kein Horrorhaus, Du wirst dort auch Freundschaften schließen, die "Leute" dort wollen helfen, wenn natürlich seitens Deiner Freundin überhaupt nix kommt, wird sie auch nicht ansatzweise gesund werden, Du musst sie bestärken und für sie da sein, aber positiv!

LG

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