Ist eine posthume Anerkennung der Vaterschaft möglich und wenn ja, auch sinnvoll?

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1 Antwort

 Grundsätzlich kommen in abgestufter Reihenfolge folgende Beweismittel
in Betracht:
1.- Einbeziehung vorhandenen genetischen Materials des Verstorbenen in
die Begutachtung
2.- Exhumierung des Verstorbenen zum Zweck der Entnahme von DNA Proben;
2.- Einbeziehung von Proben naher Angehöriger in die Begutachtung. 

Mit Nummer 1. Könnte die Vaterschaft festgestellt werden. Dafür muss natürlich Z.B. eine Haarbürste vorhanden sein. Solche Tests müssen aber extra nochmal geprüft werden. 

Ansonsten empfehle ich den betroffenen unbedingt einen Anwalt. 

Das die Familie eine Einäscherung vorgenommen hat, ist natürlich nicht gerade von Vorteil, weil sonst ja wie du selber schon erkannt hat eine  Exhumierung angeordnet werden könnte. 

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Kommentar von Nickname1991
29.06.2016, 22:15

Danke für die Antwort. Ob noch genetisches Material, wie Haare ect da sind, die ohne Zweifel ihm zugewiesen werden kann, weiß ich nicht, werde ich aber so weiter leiten (ggf kann so ja jetzt noch eine Haarbürste oder Zahnbürste gerettet werden). Was meinst du denn mit "Solche Tests müssen aber extra nochmal geprüft werden. "? Bzw wie kann man sich so eine extra Prüfung Vorstellen?

Zur Einbeziehung von nahen Angehörigen stände nur noch sein Vater zur Verfügung, da es keine Geschwister gab und die Mutter schon vor Jahren verstorben ist. Würde das Ausreichen?

Zum Zeitpunkt der Einäscherung war die Schwangerschaft noch nicht bekannt, sonst wäre wahrscheinlich auch anders Gehandelt worden sein.

Nun stellt sich aber immer noch die Frage, ob das alles so Sinnvoll ist. Oder ob es nicht besser bzw Stressfreier wäre, den Vater nicht anzugeben. Immerhin würde das Kind nur einen Batzen Schulden erben und keine bzw kaum Halbwaisenrente erhalten.

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