Ist eine Pflege-Tagegeld-Versicherung wirklich die optimale Vorsorge?

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4 Antworten

Die Pflegerente ist meiner Meinung nach in nur wenigen Fällen die richtige Wahl:

  1. Wenn keine gesetzliche Pflegeversicherung vorhanden ist. Da die Pflegetagegeldversicherung die Einstufung der gesetzlichen Pflegeversicheurng (GPV) voraussetzt, ist diese GPV somit auch Voraussetzung für eine Pflegetagegeldversicherung. Nicht jeder hat die und somit brauch derjenige ohne eine Pflegerente. Hier wird unabhängig von GPV in den Bedingungen verankert, welche Tätigkeiten des täglichen Lebens(activitys of daily living) bei Hilfebedürfigkeit gewisse Punkte ergeben und somit welche Leistungen fließen.

  2. Wenn eine weltweite Geltung gewünscht ist. Beispielsweise hat sich ein Paar nicht in der EWR eine Altersruhesitz ausgesucht und möchte auch im Pflegefall dort bleiben (Wohnsitz und Bankverbindung in der BRD vorausgesetzt), dann kann nur eine Pfegerente die gewünschte Absicherung bieten.

  3. Eine Zusage durch die Versicheurng ist nicht möglich, weil eine Gesundheitsprüfung im Antrag zur Ablehnung führt. Es gibt Anbieter unter den Pflegerentenversicherungen, welche nach einer gewissen Wartezeit Schutz für den Fall einer Pflegebedürftigekeit anbieten, ohne das Fragen zur Gesundheit gestellt werden. Einzige Frage ist hier: "Besteht eine Erwerbsunfähigkeit/Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit." Ein Bedarfsbeispiel hierfür ist die Diagnose MS. Diese wird oft früh diagnostiziert, führt häufig zu einer Pflegebedürftigkeit, jedoch oft erst nach Jahrzehnten.

Die Pflegekostenversicherung findet eigentlich in der Praxis keine Bedarfssituation, um als die sinnvollste Lösung zu gelten.

Mehr als ein Fünftel der über 80-Jährigen ist pflegebedürftig, bei den über 90-Jährigen sind es fast zwei Drittel. Doch zu den gesundheitlichen Problemen kommen häufig finanzielle hinzu. Gegen das Altern ist kein Kraut gewachsen – und auch nicht gegen die zunehmende Gebrechlichkeit: Insgesamt 2,13 Millionen Menschen in Deutschland waren Ende 2005 auf Pflege angewiesen, die Tendenz ist steigend. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt dabei weder die kompletten Kosten für die stationäre Pflege in einem Heim noch die für die Versorgung zu Hause ab.

Wer beispielsweise bei schwerer Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe III) im Heim lebt, muss im Schnitt 2.766 Euro monatlich berappen. Doch aus der gesetzlichen Versicherung stehen ihm gerade einmal 1.432 Euro zu. Damit bleibt eine Versorgungslücke von monatlich 1.334 Euro, die aus eigener Tasche finanziert werden muss. Kann der Pflegebedürftige diese Summe nicht aufbringen, sind in einem bestimmten Umfang die Angehörigen zum Unterhalt verpflichtet.

Verbraucherschützer empfehlen daher eine private Pflegezusatzversicherung quasi als private Altersvorsorge. Diese gibt es in zwei Varianten: als Pflegekostenversicherung und als Pflegetagegeldversicherung.

Die Pflegekostenversicherung ergänzt in der Regel die gesetzlichen Leistungen um einen vorher vereinbarten Prozentsatz. Zahlt die gesetzliche Kasse wenig, ist die Leistung der Versicherung entsprechend gering. Einige Versicherer übernehmen den Differenzbetrag bis zu einer Höchstgrenze, den Rest zahlt der Versicherte selbst.

Allerdings übernimmt die Versicherung ausschließlich nachgewiesene Kosten, also die Rechnung eines Heimes oder eines professionellen Pflegedienstes. Lässt sich der Versicherte von Angehörigen oder Freunden pflegen, erhält er dagegen gar kein oder deutlich weniger Geld als bei professioneller Pflege. Bezahlt werden zudem nur Leistungen, die auch im Leistungskatalog der gesetzlichen Pflegeversicherung stehen. Will sich der Pflegebedürftige zum Beispiel bei seinem Nachbarn erkenntlich zeigen, weil der für ihn einkaufen gegangen ist, muss er das aus eigener Tasche zahlen. Pflegetagegeld: Meistens die bessere Lösung

Bei der zweiten Variante, der Pflegetagegeldversicherung, erhält der Versicherte im Pflegefall einen vorher festgelegten Tagessatz. Die Höhe dieses Satzes ist nach Pflegestufen gestaffelt. Gezahlt wird ohne Kostennachweis auch dann, wenn Freunde oder Verwandte die Pflege übernommen haben. „Dies ist meistens die bessere Lösung, weil der Versicherte frei über das Geld verfügen kann", sagt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale NRW. Es empfiehlt sich jedoch darauf zu achten, eine Versicherung zu wählen, die bereits bei Pflegestufe I zahlt.

Die Höhe der monatlichen Beiträge hängt bei beiden Varianten vom Geschlecht und vom Eintrittsalter des Versicherten ab. Grundsätzlich gilt: Je höher das Eintrittsalter, desto höher die Beiträge. Der beste Zeitpunkt liegt laut Verbraucherschützerin Weidenbach im ersten Drittel des Berufslebens, also bei rund 35 Jahren.

Weil man in jungen Jahren aber nur schwer einschätzen kann, wie viel Geld man Jahre später für seine Altersvorsorge und für die Pflege brauchen wird, ist es wichtig, dass die Versicherung mit den Kosten Schritt hält. Dynamische Pflegegeldtagegeld-Versicherungen passen sich der Kostenentwicklung automatisch an.

Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr private Pflegezusatzversicherungen getestet. Verglichen wurden dabei die Angebote, bei denen die Kosten für vollstationäre Pflege in einem Heim in allen drei Pflegestufen abgedeckt sind. Als verbraucherfreundlich wurden diejenigen Versicherer bewertet, die keine unzumutbaren Anforderungen an den Nachweis der Pflegebedürftigkeit stellen, also nicht etwa alle sechs Monate eine ärztliche Bestätigung verlangen. Zweites Kriterium: Der Versicherte kann bis zu einem Alter von mindestens 55 Jahren die Versicherungssumme ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen

http://www.private-altersvorsorge.de/news/details.php?nId=26

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Die Pflegetagegeldversicherung ist wirklich die mit Abstand beste Variante! Ich habe mir schon etliche Vergleiche angesehen und selber verglichen. Dabei hat die Pflegetagegeldversicherung im Allgemeinen am besten abgeschnitten. Bei den Pflegetagegeldversicherungen dann für mich der Tarif der der SDK http://www.krankenzusatz-versicherung.com/produkte.php/pflegetagegeldversicherung-sdk-pe_uebersicht.php

Für mich ganz klar ein Top-Tarif. Super Leistungen und toller Preis.

Liebe Grüße

Die Pflegezusatzversicherung gibt es in zwei Varianten: Pflegetagegeld- oder Pflegekostenversicherung. Die Pflegekostenversicherung zahlt in erster Linie nur die nachgewiesenen Kosten. Bei der Pflegetagegeldversicherung wird eine feste Summe vereinbart, welche später dann der Pflegebedürftige zur freien Verfügung verwenden kann.

Für viele Menschen ist daher die Pflegetagegeldversicherung die bessere Wahl, denn hier bleiben Sie flexibel und können später frei entscheiden, wie Sie das Pflegetagegeld (oft Pflegegeld oder Pflegegeldversicherung genannt) verwenden. Egal ob Laienpflege, Heimunterbringung oder Pflegepersonal, hier bleiben Ihnen die Optionen zur Verwendung offen.

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