Ist eine Person, die so denkt automatisch politisch rechts einzuordnen?

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15 Antworten

Ich habe durchaus ein gewisses Verständnis für die Leute, die dieses Verbot fordern. Ich denke aber auch, dass hier ein eher marginales Problem aufgebauscht wird. In Deutschland laufen nicht massenweise Frauen in Burkas rum (übrigens auch in Krefeld nicht in riesiger Anzahl). Mag sein, dass das hier oder dort mal vorkommt, jedoch ist die weitaus größere Anzahl von muslimischen Frauen hierzulande der türkischstämmigen Minderheit zuzuordnen, und da ist es ja eher das Kopftuch, nicht die Burka, welche die Kleidung mitbestimmt.

Ich lebe schon seit 46 Jahren in Deutschland, und bin auch öfters in Städten (und ja, auch in Krefeld). Wieso sehe ich so gut wie nie eine Burka? Irgendwas kann da nicht stimmen. Kopftücher klar, das ist häufig...

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Naja stimmt doch oder. Ich krieg da immer voll den Schock wenn ich um die Ecke geh und da eine vollverschleierte Frau steht, vil auch nur weil wir das einfach nicht gewohnt sind. In der Türkei sollte man an manchen Orten auch nicht ohne Kopftuch rumlaufen und das akzeptiere ich auch (das nennt sich Anpassung = Integration). Und ich bin ziemlich sicher nicht "rechts" einordbar.

Und in einem gewissen Maß müssen sich Einwanderer an ihr neues Land anpassen (sicher müssen sie nicht auf einmal auf alle Volksfeste gehen und die deutsche Kultur voll ausleben), ich denke dein gegenüber meint damit eher sowas wie Gesetze, Sprache und weltanschauung (im Sinne von Frauenbild usw.)

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Kommentar von OlliBjoern
12.07.2016, 23:13

"Ich krieg da immer voll den Schock" - ich kenne auch Leute, die geschockt sind, wenn sie 2 Männer händchenhaltend sehen. Ich bin da nicht geschockt, ich lese aber darüber, dass es Menschen gibt, die darüber geschockt sind. Ich nehme diese Haltung ab und an wahr.

Sollte ich das nun als Argument nehmen oder nicht?

Ich bin auch darüber geschockt, wie manche Leute Auto fahren oder wie manche Leute parken. Argument?

Und dann kommt (in einem Anflug plötzlicher Selbsterkenntnis) der Satz: "weil wir das einfach nicht gewohnt sind"

Ja, viele Menschen sind auch nicht gewohnt, Männer händchenhaltend zu sehen (ich bin es nun auch nicht stark gewohnt, es "schockt" mich aber nicht mehr). Ist es jetzt noch ein Argument?

Oder es ist nur eine andere Formulierung für "es gefällt mir einfach nicht, und deshalb..."? Ich frag ja nur.

Ich habe ja nichts dagegen, wenn Leute sich anpassen. Aber es ist ja auch nicht so, dass ich es durchgesetzt bekäme, dass Männer nicht mehr mit roten Schuhen rumlaufen dürften. Die laufen mit roten Schuhen rum, auch dann, wenn es mir nicht passt (weil es danach eben nicht geht, ob es mir gefällt oder nicht).

Es müssten also Sachargumente kommen jenseits von "weil wir es nicht gewohnt sind". Ein bisschen mehr sollte es schon sein, finde ich. Wenn es danach ginge, wären wir über die Currywurstbude nicht hinausgekommen (dabei ist der Curry nicht mal deutsch, ach du Schande).

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Kommentar von mexp123
12.07.2016, 23:25

Naja dass ich da oft nen Schreck krieg am Anfang ist einfach, weil man mit so einer schwarzen vermummten Person auf den ersten Blick erstmal was anderes verbindet (eher einen Attentäter oder einen Bankräuber), als eine ganz normale Frau. Also ist es doch irgendwie gewöhnungssache. Ich bin dem ganzen gegenüber nicht voll verschlossen, sondern eher unschlüssig. Es sollte sich jeder anziehen dürfen wie er will, solang er es freiwillig tut und nicht gezwungen wird oder so. Aber die meisten machen das ja auch ihrer eigenen Überzeugung

Das unten sehe ich aber als Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft. Jeder sollte wenigstens Grundkenntnisse der Sprache haben, damit man nicht nur an seinen Familienkreis gebunden ist, sondern auch da ankommt wo man lebt, dass man da selber einkaufen, arbeiten, kommunizieren kann.
Die Grundrechte sollten akzeptiert werden, was eben nicht immer ganz vereinbar ist mit den Konventionen aus der alten Kultur, aber da sollte man eben keine Rücksicht drauf nehmen, ob derjenige, der sich zB gegen schwule äußert, aus Deutschland oder Syrien kommt.

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Ich persönlich finde es schon rechts, nicht "schlimm" rechts eher demokratisch rechts bzw. konservativ wie die CSU oder die Welt. 

Aber im Prinzip sagt ja ein Standpunkt bzw. ein paar Standpunkte noch nicht viel über die politische Ausrichtung einer Person aus.

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Kommentar von dandy100
12.07.2016, 18:58

Ach, nein, was denn sonst?

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Ob diese Person automatisch rechts einzuordnen ist bezweifle ich. Recht hat sie aber, denn damit ist eine 100% Integration nicht möglich. Für den Arbeitsmarkt z.B. nicht brauchbar. Bei einer Burka sind auch die Augen verdeckt mit so einem Fliegennetz. Verwechselst du da was? Arbeitgeber dürften sie gar nicht einstellen mit einer Burka, weil sie sonst gegen die Unfallverhütungsvorschriften verstoßen. So eine Burka-Dame kann zu einem teuren Risiko für den Betrieb werden.

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Das ist eine Meinung.

Ob rechts, links, liberal, ,mittig' - all darauf sollte man sich nicht verlassen oder wert legen. Die Frage muss immer sein: Inwieweit ist eine Aussage empirisch / wissenschafltich zu belegen. 

Es gibt inzwischen zu ALLEM Studien und Erfahrungswerte - und wenn eine Aussage richtig ist, ist sie richtig - und wenn falsch ist sie falsch. 

Die weitergehende Einteilung ist links/rechts/etcpp ergibt gar keinen Sinn.

OB die Aussagen so zutreffen das musst du selbst herausfinden. Google ist dein Freund - ansonsten stell die Frage eben ein.

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Kommentar von dandy100
12.07.2016, 19:59

Eine Aussage muss nicht empirisch belegbar sein, was ist denn das für ein Unfug!

Aussagen zur allgemeinen Stimmungslage einer Gesellschaft, zu Ängsten und zum Sicherheitsgefühl muss man nicht wissenschaftlich beweisen können - sie sind durch den gesunden Menschenverstand wahrnehmbar und dürfen selbstverständlich geäussert werden, ohne vorher eine Studie durchzuführen.

Ob es zutrifft, dass das Tragen von Burkas mit dem westlichen Verständnis der Gleichberechtigung beider Geschlechter, nicht vereinbar ist, kann man sich ohne jeden wissenschaftliche Beweis Kraft seines Verstandes beantworten - dazu hat man ihn nämlich

Studien kann jeder zu allem durchführen und je nach Fragestellung beweisen sie jede Theorie und gleichzeitig auch das genaue Gegenteil,.

Empirie bedeutet nämlich von vorneherein von einer bestimmten Theorie auszugehen und diese dann zu beweisen - das kann man immer, wenn man will und das hat noch nie der Wahrheitsfindung gedient!


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Ja, das ist typische "Nazi-Denke" und völlig intolerant. Es stimmt zwar, dass eine Integration mit Burka nicht funktionieren kann, aber das würde sie auch ohne Burka nicht, denn verheiratete Frauen aus diesen Kulturkreisen, dürfen sowieso nicht mit anderen Menschen kommunizieren, und werden daher in der Regel nicht einmal die Sprache der Wirte lernen.

Ich habe als langjährige Nachbarin eine "normale" Kopftuch-Frau, die mir nicht einmal die Hand schütteln würde, oder mir beim Gespräch in die Augen sieht.

Trotzdem denke ich, dass Burkas nicht verboten werden sollten, deren Träger sollten stattdessen einfach abgeschoben werden. In islamischen Ländern habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn Burkas weiterhin getragen werden.

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Nein Jeremy66 diese Einstellung ist absolut in Ordnung sie geht in die Nähe rechts CDU/CSU ich persönlich bin auch gegen Burka aber pro Hijab (Kopftuch) und nein ich bin kein Moslem. Nur ist die Frage inwiefern soll sich der Einwanderer anpassen soll er seine Religion wechseln soll er seine Bräuche und deutsche Bräuche annehmen,dann würde er schon eher nach rechts neben die CSU rutschen.

MfG ThwTyp 

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Diese Person lehnt die Burka-Frau ab und nennt dafür Gründe. Warum sollte sie deshalb eine Rechte sein?

Wenn ich militante Tierschützer ablehne, bin ich deshalb auch nicht politisch rechts stehend.

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Ja.

Das ist "automatisch" rechts, totalitär und in der Bundesrepublik verfassungsfeindlich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet.

Unser Grundgesetz schützt das Individuum vor staatlichen oder sonstigen Zumutungen eines Wohlverhaltens oder irgendeiner totalitären "100%igen" Integration oder einer Anpassung an eine vermutlich auch noch monolithisch imaginierten "deutschen Kultur".

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was würden die burkas freunde dazu sagen wenn gleich viele mit anderer religonen trationen z.b. mit hut und zöpfe herumlaufen?

also gleiches recht für alle auch für mönche? darf ein möncht in kutte richter sein?

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De Person ist völlig neben der Spur. Einwanderer müssen sich nicht der lokalen Kultur anpassen, sie müssen sich neutral verhalten. Sie müssen nicht "Schuhplattler tanzen tun" und "Jodeln". Sie müssen auch nicht "Christen" werden ... sondern sie dürfen ihre eigene Religion nicht den hiesigen aufdrängen.

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Nicht wirklich (da zuwenig information...), obwohl "dass sich Einwanderer an deutsche Kultur anzupassen haben" eine nationalistische Grundidee voraussetzt.

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Ja, sollen sich die Deutschen im eigenen Land den fremden Kulturen anpassen? In welchem Land wird denn so etwas mit Erfolg praktiziert?

Wer solche Fragen stellt wie du, zeigt, dass du dich bis jetzt noch nicht in die anderen Menschen versetzt hast. Wenn ein Christ in einem islamischen Staat als Zeichen der Religionszugehörigkeit  ein großes Kreuz auf der Brust tragen würde, wäre das keine Provokation gegen die dort herrschenden Sitten?

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Kommentar von MrHilfestellung
12.07.2016, 19:02

Es geht in der Frage nicht darum wie du dazu stehst, sondern darum, ob das eine rechte Aussage ist.

Desweiteren hinkt dein Vergleich, da Deutschland kein christlicher Staat ist.

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Nein. Das ist eine Meinung, die auch durchaus in der politischen Mitte, und sogar links davon vertreten wird.

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