Ist eine freiwillige Einzahlung in die Rentenkasse von geerbtem Vermögen bei drohendem ALG-II-Bezug ratsam?

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3 Antworten

Meine Vorredner haben ja bereits erläutert, was die Behörde davon zu halten hätte, würdest Du das Vermögen "beiseite" schaffen ( wenn auch gedanklich gutem Zweckes ).

Aber ich spiele auf einen anderen Punkt zum nachdenken an :

Wenn Dein aktueller Rentenanspruch momentan Brutto knapp 1000 Euro beträgt, so dürftest Du dazu aktuell in etwa ~ 35,5 "Rentenpunkte" haben. Würdest Du die 12000 Euro nun freiwillig in die Rentenkasse einzahlen, so würde das lediglich eine Steigerung von ca. 0.35 Rentenpunkten bedeuten. Das wären in etwa 10 Euro mehr Rente als bislang. Also "Unsinn"😕

"Rente ab 63" wäre für Dich laut Deinen Angaben auch frühestens ab 2019 möglich...somit keine Zwangsverrentung im ALG II - Bezug, solange Du mindestens 3,5h pro Tag arbeitsfähig wärest.

Daher wäre es für Dich doch sinnvoller, Dir zunächst erst einmal auf Basis dieses Polsters einen soliden / dauerhaften Minijob zu suchen, weiter monatlich Deine 85 Euro freiwillig einzuzahlen und das Vermögen weitestgehend aufzubrauchen. Dann stellst Du Deinen ALG II - Antrag, gehst ( soweit möglich ) bis 2019 Deinem Minijob weiter nach und bezahlst auch weiter Deine freiwilligen Beitragsjahre. Das wäre bei der Brutto-Rente dann lediglich ein Verlust von etwa 7,50 Euro gegenüber der Einzahlung von 12000 Euro.

Ich hoffe, Dir in Deiner Frage gedanklich geholfen haben zu können😉

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Kommentar von Schmanddackel
15.12.2015, 13:31

Es wäre schön, wenn man als 60 jähriger einen brauchbaren Minijob finden könnte.

Pro 1000 € Einzahlung in die Rentenkasse erwirbt man etwa einen Anspruch von 4 € Monatsrente.

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Die absichtliche Herbeiführung einer Hilfebedürftigkeit ist ein Grund, ALG 2-Leistungen zu verweigern. Insofern droht hier eine Leistungsbezugssperre, wenn dem Amt bewusst wird, dass man im Vorfeld des ALG 2-Antrags gezielt Vermögen verausgabt hat, um künstlich eine Hilfebedürftigkeit herbeizuführen.

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Kommentar von Schmanddackel
15.12.2015, 11:50

Man hat aber die Möglichkeit Altersrückstellungen zu bilden.

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wäre es nicht unverschämt, trotz vermögen bedürftigkeit vor zu täuschen???

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Kommentar von Schmanddackel
15.12.2015, 11:52

Nein, denn man kann Altersrückstellungen bilden, damit man nicht im Alter auf Hartz IV angewiesen ist.

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Kommentar von Schmanddackel
15.12.2015, 13:28

Laut Gesetz hat man das Recht pro Lebensjahr 750 € an Altersrückständen zu bilden, die vor Renteneintritt nicht verwertet werden können.

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