Ist eine fondsgebundene Lebensversicherung als einen Fondssparplan besser?

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2 Antworten

Wer kann mir die fondsgebundene Lebensversicherung näher beschreiben?

Ich werde dir die fondsgebundene Rentenversicherung beschreiben, da ich kapitalbildende Lebensversicherung, ob im klassischen Überschussmodell oder fondsgebunden, nicht verkaufe.

Bei einer FRV werden deine 100,- € Beitrag teilweise in einen Fonds angelegt. Ein Teil sind Risikokosten und ein Teil Verwaltungskosten. Aus dem Rest werden je nach Art Fondsanteile gekauft, allerdings die ersten 5 Jahre die Abschluss- und Vertriebskosten bezahlt.

Vorteile der Rentenversicherung gegenüber dem Fondssparplan:

  • Steuerfreiheit der Erträge (realisierte Kursgewinne, Dividenden) während der Laufzeit.
  • In der Rentenphase günstige Ertragsanteilsbesteuerung
  • Lebenslange Rentenzahlung (bei einem Auszahlplan aus dem Sparplan mit Kapitalverzehr, ist vielleicht noch Leben übrig, wenn das Geld alle ist).

Nachteile:

  • Höhere Kosten
  • Höherer Verwaltungsaufand.
  • Geringere Flexibilität u.a. in der Auswahl der Fonds u.a.

Bei einer Rentenversicherung (im Gegensatz zu einer Lebensversicherung) gibt es beim vorzeitigen Ableben i.d.R. KEINE festvereinbarte Todefallleistung. Meist werden nur die Bruttobeiträge, die man geleistet hat erstattet an die Hinterbliebenen.

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Kurze und knackige Antwort: NEIN!

Zunächst hast Du 2 voneinander getrennte Gesellschaften und damit auch 2 x volle Kosten, wobei die Versicherung selbst den deutlich höheren Kostenanteil hat.

Die Kosten der versicherung sind zudem nicht transparent, also werden nicht
offengelegt. Erfahrungsgemäß und nach Recherchen von PlusMinus, FAZ und
anderen öffentlichen Medien werden von einem zu zahlenden Monatsbeitrag, ganz abgesehen von den Abschlussgebühren in den ersten Jahren, von der Versicherung zwischen 30% bis 35% für die laufenden Verwaltungkosten (inkl. Ausgabeaufschläge des eigentlichen Fonds) abgezogen, d. h. es landen nur zwischen 65 -70% des Beitrages im Fonds.

Welche Rendite muss ein solcher Fonds dauerhaft erwirtschaften, um mindestens erst einmal einen Ausgleich zu schaffen - also "Kopfkissen-Niveau" zu erreichen?!? Nach Recherchen der FAZ braucht es dafür - je  nach
Gesellschaft und Fonds - zwischen 14,5 und 20 Jahren.

Solltest Du unbedingt einen Risikoschutz benötigen, dann sowieso immer separat von einem Sparplan. Reine Risikolebensversicherungen kosten je nach Höhe, Alter und Gesundheitszustand nur einstellige Eurobeträge
monatlich. Schau doch selbst mal unter check24 nach. Das gleiche gilt
übrigens für Berufsunfähigkeitsversicherungen - die haben in einem
Sparplan nichts zu suchen!

Hier noch ein Statement der Verbaucherzentrale Hamburg zu Deiner Frage:

http://www.vzhh.de/versicherungen/411022/fondsgebundene-versicherungen-garantiert-hohe-kosten.aspx

Noch ein Wort zu Steuern: Steuern zahlst Du grundsätzlich und überall nur auf anfallende Gewinne. Und darauf bei reinen Fonds derzeit 25% + Soli. Also mach erst mal Gewinne! Denn wenn man das ein oder andere Argument von "Steuerbegünstigung" hört, stellt sich dies oft als falsch heraus bzw. um es deutlich zu sagen: Wenn Du steuerfreie Einnahmen wünschst, dann verzichte einfach auf Dein Gehalt - dann zahlst Du keine mehr - versprochen!

Viel Glück bei Deiner Entscheidung.

LG, Arridor

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Kommentar von kevin1905
03.11.2016, 12:08

Die Kosten der versicherung sind zudem nicht transparent, also werden nicht offengelegt.

Die Kosten müssen explizit ausgewiesen werden.

inkl. Ausgabeaufschläge des eigentlichen Fonds

Liegt der Fonds in einem Versicherungsmantel so gibt es keine Ausgabeaufschläge!

Das gleiche gilt übrigens für Berufsunfähigkeitsversicherungen - die haben in einem Sparplan nichts zu suchen!

So ist es! Nicht miteinander korrelierende Risiken gehören nicht in einen Vertrag.

Also mach erst mal Gewinne! Denn wenn man das ein oder andere Argument von "Steuerbegünstigung" hört, stellt sich dies oft als falsch heraus

Fakten sind Fakten. Erwirtschaftet der Fonds Dividende und werden diese ausgeschüttet so sind die Erträge steuerfrei, wenn das ganze in einem Versicherungsmantel liegt.

Läuft der Vertrag bis zum 62. Lebensjahr und lief davor mind. 12 Jahre so gilt die Ertragsanteilsbesteuerung bzw. das Halbeinkünfteverfahren.

Das kann günstiger sein, als die Kapitalerstragssteuerbelastung bei einer reinen Fondsanlage, muss aber nicht. Das müsste man im Einzelfall durchrechnen.

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