Ist eine Essstörung heilbar oder hat man die immer?

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9 Antworten

Es bleibt immer eine Sucht, aber wenn man die Auslöser dieser Sucht kennt und beherrscht kann man im Alltag besser damit umgehen, die Gefährdung verbleibt. Du bist nie Gesund, du hast nur deinen Dämonen in der Gewalt.

Das gilt für jede andere Droge ob Alkohol, Heroin, Zigaretten, Arbeit, Sex und vieles mehr.

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Schwierige Frage..ich würde mal sagen, so ganz wird man das Thema Essen nie los. Heißt, essen mit gutem Appetit und genau das, was man mag und zwar OHNE an irgendwelche negativen Folgen zu denken. Einfach Essen mit Genuss.

Auch ich spreche da aus Erfahrung. Als ganz junges Mädchen, da war ich in meiner Ausbildung (15/16) bin haarscharf an einer Magersucht vorbei geschrammt. Ich denke, ich habe das dann gut bewältigt, weiß, welche Ursachen das hat. Aber jetzt nach fast 50 Jahren ist essen ein Thema für mich. Ich esse bewusst bis kontrolliert und sehr eigen. In meinem Kopf habe ich immer: Ich möchte nicht übergewichtig sein, Punkt. Dabei bin ich meilenweit davon entfernt, aber es ist einfach da.

Ich esse mich satt, das ist klar , aber ich achte extrem darauf, gesundes und eben nicht zu viel zu essen. Dabei fühle ich mich gesundheitlich sehr fitt.

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"Man bekommt vielleicht das Mädchen aus der Essstörung aber nie wird man die Essstörung aus dem Mädchen bekommen"

Meiner Meinung nach sehr schöner & passender Spruch, natürlich kann man auch den Spruch ins Männliche umwandeln da auch Jungs oft in den Teufelskreis reingeraten.

Ich als Bulimie & Anorexia Kranke bin mir sicher das die Essstörung immer ein Teil von mir bleibt. Ich war zwar in Klinik wegen Magersucht , hab Therapie gemacht und wieder gegessen. Das führte jedoch zu Bulimie einfach weil ich nicht mehr denken kann, wie man es sollte.

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Ich leide daran & denke es bleibt für immer aber mal stärker mal schwächer

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Man kann es lernen mit essen wieder ganz normal umzugehen ich spreche aus Erfahrung.
Ich fast 23 und hab das seit 14
Es gab ne zeit wo ich auch wieder normal konnte
Aber wenn bei mir der Stressfaktor zu hoch ist fängt das wieder an...

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1. Man sollte nicht jede übertriebene Diät gleich als Essstörung bezeichnen.

Eine Alkoholvergiftung macht einen nicht automatisch zum Alkoholiker, morgens nicht aus dem Bett zu kommen bedeutet nicht zwangsläufig, dass man schwere Depressionen hat, und wer schlecht in der Schule ist, muss nicht hochbegabt, hyperaktiv oder Legastheniker sein...

Klingt nur beeindruckender - deswegen gibt es auf dieser Seite auch fast keinen, der sich nicht irgendeine Krankheit ergooglet hat.

2. Man sollte "geheilt" nicht mit "genau wie vorher" gleichsetzen.

Wenn man dir den Blinddarm rausnimmt, hast du keinen mehr, dafür eine Narbe.

Wenn du eine Infektionskrankheit überwindest, hast du entsprechende Antikörper im Blut.

Ein operiertes Kreuzband ist eigentlich nie so stabil wie vorher.

Dass ein Knochen mal gebrochen war, kann man auf dem Röntgenbild noch Jahre später sehen.

Wenn man eine Sucht oder Essstörung überwindet, bleibt auch immer was zurück. Das Risiko, rückfällig zu werden (oder eine andere Sucht "anzunehmen") ist wesentlich höher als das eines "Gesunden", "süchtig" zu werden.

Aber deswegen ist man nicht gleich ein Leben lang "krank". Man kann so leben wie die meisten anderen auch. Solange man dabei beachtet, dass Diäten, Fasten, Fressattacken und permanente Gewichtskontrolle eben NICHT "normal" sind und lernt, die Notbremse zu ziehen, bevor das eigene Verhalten wieder "kippt"

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Kommentar von DreiGegengifts
17.06.2017, 07:55

Das Risiko, rückfällig zu werden (oder eine andere Sucht "anzunehmen") ist wesentlich höher als das eines "Gesunden", "süchtig" zu werden.

Nur solange die Suchtneigung des Menschen weiter besteht. Diese ist aber genauso veränderbar wie das Suchverhalten selbst.

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Hab mich gestern mit jemanden etwas gestritten. Der meinte, das junge Mädchen zwischen 14 und 20 zwar oft Esstörungen haben, sich dieses oft aber mit ein wenig Therapie im Erwachsenenalter vollständig gibt. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es ist doch eine Sucht. Und die bleibt ein Leben lang. Man kann nur lernen, mit festen Verhaltensweisen diese in den Griff bekommen, aber richtig heilbar, so das alles wieder geht: kann ich mir nicht vorstellen.

Auch eine ausgewachsene  Sucht ist heilbar. Das erfordert aber einen tiefgreifenden psychischen Prozess.

Der Glaube daran, dass Sucht nicht heilbar wäre, kommt vermutlich vom oft zitierten Dogma der Anonymen Alkoholiker, einmal Alkoholiker - immer Alkoholiker

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Kommentar von Ursusmaritimus
17.06.2017, 10:55

Na Ja, auch eine Gehirnwäsche funktioniert nur bei ständiger Nachbearbeitung weiter.....

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natürlich ist das heilbar. das liegt an jedem selber. Prinzessin viktoria von Schweden war auch essgestört.

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Klar kann man eine Essstörung heilen, wie bei jeder anderen Sucht muss man nur wollen. Dann geht alles.

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Kommentar von Paulina42
17.06.2017, 07:12

Unsinn! Andere Süchte sind auch nicht heilbar

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