Ist eine E-Zigarette genauso schädlich wie eine normale Zigarette?

6 Antworten

Hallo,

eine Antwort in Kurzform:

Nein! Eine E-Zigarette kann nicht so schädlich sein wie eine herkömmliche Tabakzigarette. Da es keinen Verbrennungsprozess bei E-Zigaretten gibt und folge dessen lediglich Dampf (kein Wasserdampf) erzeugt wird, ist es um Längen weniger schädlich. Eine E-Zigarette kann eine sehr gute Hilfe sein mit dem Rauchen abzuschließen, aber die Nikotin Dosierung muss dem Gerät angepasst werden. Zu wenig Nikotin bedeutet Entzugserscheinungen.

Wer bereit ist umzusteigen sollte direkt und komplett umsteigen. Ein switchen zwischen Zigaretten und E-Zigarette ist möglich, aber kontraproduktiv.

Kurzform Ende. 😂

Deine Fragen befassen sich mit einem sehr komplexen und heiß diskutierten Thema.

Es ist ein Milliardengeschäft. So ist es nicht verwunderlich, dass viele unseriöse Berichte kursieren. Von Lobbyisten kann ich es verstehen. Sie verdienen ihr Geld damit. Von Trittbrettfahrern, die keine Ahnung haben und nur Stimmung machen wollen, wie selbst hier regelmäßig, ist es für mich nicht nachvollziehbar...

Fakt ist, laut der aktuellen, seriösen Studien, dass dampfen (mit Nikotin) mindestens zu 95% weniger schädlich ist als rauchen von herkömmlichen Tabakzigaretten.

Was auch immer wieder verdreht wird... Nikotin ist in der Konzentration und Menge, wie sie im Liquid für E-Zigaretten genutzt wird, nicht giftig. Nikotin ist dosisabhängig wechselwirksam. Kleine Mengen von Nikotin wirken wie eine Stimulanz, vergleichbar mit Koffein. Bei mittlerer Dosierung wirkt Nikotin beruhigend. Erst in großen Mengen wirkt Nikotin toxisch.

Was völlig unter den Tisch fällt sind positive Aspekte durch Nikotinaufnahme. Ja, die gibt es durchaus. Die Frage die sich nun stellt ist, was überwiegt, negative Aspekte oder die positiven. Nach dem nahezu alle negativen Aspekte beim Dampfen, im Vergleich zum Rauchen wegfallen, könnte man theoretisch auch zu dem Schluss kommen, dass dampfen gesund sein könnte. Schließlich bedeutet das Wort "gesund" nichts anderes als das die positiven Aspekte überwiegen.

Positive Aspekte des Nikotins:

  • Steigerung der psychomotorischen Leistungsfähigkeit
  • Steigerung der Aufmerksamkeit (Konzentration)
  • Steigerung der Gedächtnisleistung
  • Verringerung des Appetits (fördert die Regulierung des Körpergewichtes)
  • Erhöhung des Stoffwechsels
  • Überlebensfähigkeit von Zellen wird erhöht
  • Erhöhung der Ausdauer (Sport)
  • Positive Wirkung auf Morbus Parkinson
  • Positive Wirkung bei Depressionen

Negative Aspekte des Nikotins:

  • Nikotin sollte bei einer Schwangerschaft vermieden werden, da es sich negativ auf das Embryo auswirken kann.
  • Nikotin ist nicht krebserregend, aber kann bei vorhandenen Karzinomen das Wachstum dieser begünstigen. Deswegen sollte bei Verdacht auf Krebs auf das Nikotin verzichtet werden.
  • verfügt über ein Sucht Potential (in Reinform minimal)

Rauchen und dampfen, worin bestehen die Unterschiede?

Beim Rauchen entsteht ein Verbrennungsprozess, ein Schwelbrand. Dabei entstehen sehr giftige Stoffe. Im Rauch einer Tabakzigarette finden sich 9.000-12.000 verschiedene Stoffe. Darunter werden beispielsweise folgende Verbindungen nachgewiesen: Kohlenmonoxid, Blausäure, Formaldehyd, Aceton, etc.. Im Tabakrauch sind mindestens 69 als krebserregend eingestufte Stoffe enthalten. 

Zigarettentabak, selbst dem Zigarettenpapier, werden eine Vielzahl von Zusatzstoffen und Chemikalien beigesetzt. Darunter befinden sich Sucht verstärkende Verbindungen, wie auch Betäubungsmittel.

Beim Dampfen gibt es keinen Verbrennungsprozess. Die genutzte Flüssigkeit (Liquid) wird lediglich erhitzt, bis sie verdampft und inhaliert wird. Deswegen können keine giftigen oder krebserregenden Stoffe entstehen. Die Bestandteile des Liquid sind innerhalb der EU per Gesetz reguliert. Abgesehen vom Nikotin, dürfen ausschließlich Inhaltsstoffe verwendet werden die sowohl in erhitzter als auch unerhitzter Form kein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen.

Ist der Umstieg vom Rauchen auf Dampfen gesund?

Laut der aktuellen Studien lässt sich scheinbar eines mit Gewissheit sagen, der Umstieg vom Rauchen auf das Dampfen ist gesund. Es ist ein Umstieg bei dem Jemand von einem sehr schädlichen Genussmittel auf ein zumindest nahezu unschädliches umschwenkt. Das kann mit ruhigem Gewissen als gesund bezeichnet werden. Warum gesund? Weil die gesunden Aspekte den schädlichen deutlich überwiegen.

Wie schädlich ist eine E-Zigarette im Vergleich zu einer Tabakzigarette?

Aktuelle Studien gehen von nahezu keiner schädigenden Wirkung beim Dampfen von E-Zigaretten (E-Shisha's) aus. Darüber ist sich die Fachwelt einig. Im Vergleich zu herkömmlichen Tabakzigaretten ist eine E-Zigarette mindestens um 95% weniger schädlich. Dabei wird Bezug genommen auf dampfen mit Nikotin im Liquid.

Welche Gefahren gehen von E-Zigaretten aus?

Die schädigende Wirkung von Tabakzigaretten ist seit Jahrzehnten bekannt.

Auch das Dampfen mit E-Zigaretten Liquid ist bereits weitestgehend untersucht. Selbst auf zellulärer Ebene wurden Studien betrieben um mögliche Veränderungen aufzuspüren.

Seit der TPD 2 sind die Bestandteile von Liquid in der EU reglementiert. Lediglich maximal 5 Bestandteile sind im Liquid enthalten.

  • 1. PG (Propylenglycol) (E1520 Lebensmittelzusatzstoff)
  • 2. VG (vegetable Glycerin) (E422 Lebensmittelzusatzstoff)
  • 3. destilliertes Wasser (wenn überhaupt, dann nur sehr wenig)
  • 4. Aroma (Lebensmittelaromen)
  • 5. Nikotin (wahlweise)

Die ersten 4 der maximal 5 Bestandteile gelten als allgemein unbedenklich.

Lebensmittelzusatzstoffe dürfen per Gesetz kein Risiko darstellen. Ihnen begegnen wir mit unserer täglichen Nahrung. Selbst Nikotin (falls überhaupt vorhanden) ist in der Dosierung nicht giftig, sondern eher vergleichbar mit Koffein. Die Dosis macht das Gift. Das Nikotin toxisch wirken könnte, dafür sind die Mengen an Nikotin weit entfernt von einer kritischen Dosierung.

PG und VG sind seit Jahrzehnten hinreichend untersucht.

Die Fachwelt geht laut neustem Wissenstand von keinen oder keinen ernsthaften Schädigungen des Organismus durch dampfen aus.

Ein "Passivdampfen", wie man es vom "Passivrauchen" kennt, ist nicht gegeben, da es zu keinem Passivdampfstrom kommt und der ausgeatmete Dampf über keine zusätzlichen Schadstoffe verfügt.

Ich schreibe bewusst von keinen zusätzlichen Schadstoffen, weil jeder Mensch, ob Raucher, Nichtraucher oder Dampfer, mit seiner Atemluft unwillkürlich Giftstoffe ausstößt. Die sind natürlich und nicht auf das Dampfen zurückzuführen.

Nikotin verfügt in Reinform über ein nur sehr geringes Sucht Potential. Dieser Fakt und der relativ einfache Umstieg von Tabakzigaretten auf E-Zigaretten, macht E-Zigaretten zu dem einzig erfolgreichen Hilfsmittel (Studie der EUROSTAT).

E-Zigaretten könnten ein Segen für jeden Raucher sein, um nach oft Jahrzehnten der erfolglosen Versuche, endlich mit dem Rauchen zu stoppen. Erste positive Veränderungen der Gesundheit werden bereits nach wenigen Tagen deutlich spürbar.

Die Überregulierung von E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten ist ein Skandal.

Eine Förderung könnte jährlich viele Milliarden Euro im Gesundheitswesen einsparen.

Die Einsparungen wären so immens, dass es als Argument auch für eine zukünftige Steuerfreiheit taugt.

Es wird immer wieder als Gefahr des Dampfens bezeichnet, dass Rituale einstudiert werden und Jemand auf das Rauchen umsteigen könnte, der vorher nicht geraucht hat. Das ist Unsinn und wird von jeder Statistik widerlegt. Allein der kausale Zusammenhang fehlt bereits.

Nicht einmal die vielen fruchtigen Geschmacksrichtungen wirken erfolgreich auf Jugendliche oder Nichtraucher um über das Dampfen später mit dem Rauchen zu beginnen. Auch diese These wird von allen seriösen Statistiken widerlegt.

Dampfen ist kein Einstieg für späteres rauchen. Mehr als 99% der Dampfer sind ehemalige Raucher. Alle Thesen diesbezüglich wurden widerlegt.

Und zu guter Letzt...

Ich habe über 30 Jahre geraucht, ca. 30-35 Zigaretten/Tag. Mit meiner ersten E-Zigarette bin ich sofort, komplett umgestiegen. Ich dampfe HighOhm, bei 9-12 Watt, mit einem täglichen Verbrauch von 5-7ml Liquid. Angefangen habe ich mit 17,5mg/ml Nikotin (selbst gemischt). Das habe ich über ein Jahr in der Konzentration gedampft. Dadurch hat sich mein Gesundheitszustand schlagartig und sehr deutlich verbessert. Nach wenigen Tagen war es mit dem täglichen Abhusten vorbei, kein Raucherhusten mehr. Sowohl der Geschmacks- als auch Geruchssinn scheinen sich mittlerweile komplett regeneriert zu haben. Das hat nach etwa 3 oder 4 Monaten begonnen und zog sich dann über diverse Monate. Die allgemeine gesundheitliche Verfassung ist wesentlich besser.

Ich habe nach über einem Jahr die Nikotin Konzentration auf 9mg/ml Nikotin reduziert, dann auf 7mg/ml und werde nun auf 6mg/ml umsteigen. Vielleicht werde ich es bei dieser Reduzierung belassen....

Die Nikotinstärke allein ist nicht ausschlaggebend. Erst im Zusammenhang mit dem täglichen Verbrauch an Liquid lassen sich Schlüsse ziehen. Ein Dampfer im SubOhm Bereich wird immer mit einer niedrigeren Konzentration dampfen, dafür aber bis zu 10x mehr Liquid verbrauchen, ergo eine höhere, tägliche Menge an Nikotin zu sich nehmen.

Alles Gute Dir....

Bei Fragen einfach melden.

Gruß, RayAnderson  😏

Hallo,

die Sache mit der Schädlichkeit lässt sich recht einfach beantworten: das Dampfen ist lange nicht so schädlich wie das Rauchen.

Alle verwendeten Stoffe finden seit Jahrzehnten in der Lebensmittelindustrie Verwendung oder werden als Disco-Nebel ebenso eingeatmet wie als Klimaanlagen-Luft.

Natürlich ist auch das Dampfen nicht gesund.

ich kenne sehr viele Dampfer, die sich mit der Dampfe erstens das Rauchen problemlos abgewöhnt haben und dann, im zweiten Schritt, auch das Nikotin weggelassen haben. Ich selbst gehöre auch dazu.

Wenn du also "nur so" nicht vom Glimmstengel lassen kannst, dann ist der Umstieg auf die Dampfe sehr empfehlenswert und bringt auch für die Gesundheit enorme Vorteile.

Gutes Gelingen

Daniela

Das was "danach" bei der EZigarette rauskommt ist Wasserdampf. Letztendlich ist es nichts Anderes als Theaterrauch und dem konnte man auch vor 35 Jahren schon nicht nachweisen, dass er gesundheitsschädlich ist. Ausser mal Husten als Aussenstehender passiert da nichts. Da Nikotin selbst sehr schnell resorbiert wird - grade von der Lunge gibt es auch da keine Rückstände.
Wie schon gesagt wurde gibt es bis dato noch keine Langzeitstudien. Allerdings gibt es zb. Berichte aus England, welche die E-Zigarette quasi als Rettungsanker für Tabak-Raucher bezeichnet. Weil nichts was bisher versucht wurde auch nur annähernd so hohe Erfolgschancen hatte mit dem Tabak rauchen aufzuhören.
Nikotinpflaster hat eine Rückfallquote von 92% - genauso wie Raucher, die "einfach aufhören" versuchen. Also kein Vorteil des Pflasters. Jede andere Entwöhnungsmethode weist ähnliche Rückfallquoten aus.
Die Rückfallquote bei E-Zigaretten allerdings - liegt bei "nur" 70%. Wobei auch hier einen Teil dieser Rückfälle auf Uninformiertheit bezüglich der E-Zigarette zurückzuführen ist. Alte Mythen von wegen sie würden "explodieren" und so. Die Anwendung ist etwas Anders als bei der herkömmlichen Zigarette - aus dem Grund sollte man sich beraten lassen weil sonst die Wahrscheinlichkeit rückfällig zu werden steigt.

Fakt ist: Nicht das Nikotin ist das Problem sondern der Tabak. Nikotin ist zwar ein Nervengift und dementsprechend nicht gesund allerdings ist das eigentliche gesundheitliche Problem der "entflammte Tabak", der eine Unmenge an Giftstoffen freisetzt. Von dem kommst du mit der E-Zigarette los. Da ist kein Tabak drin. Und die Lust nach einer Zigarette erledigt sich sofern man Nikotin im Liquid hat relativ schnell. Es ist nicht mal anstrengend aufzuhören. Nur der "Beginn" ist uninformiert sehr schwer.

Wenn du mich fragst: Ist es genauso schädlich? Nein - definitiv wesentlich unschädlicher

Lohnt es sich: ja - ich zumindest habe beim 2. Anlauf mit der E-Zigarette innerhalb von 24 Stunden keine Zigarette mehr angerührt. Das ist jetzt fast 2 Jahre her.

Als Rat allerdings vorneweg: Lass dich beim Umstieg beraten. Versuch verschiedene Liquids und finde deine Lieblingsgeschmäcker. Spiel nicht am "Gerät" rum - nimm eins wie es ist und lass es nicht "pimpen". Fang mit einer höheren Dosis Nikotin an - 12mg oder so. Es sollte nicht kratzen aber das Verlangen nach einer normalen Zigarette sollte nach 1-2 Zügen weg sein. Mit dem Nikotin runterfahren ist - überhaupt kein Problem mehr wenn du mal umgestiegen bist.

Viel erfolg

1

Danke für die Ausführliche Antwort..! :)

Ich habe als Liquid Green Kelly ausprobiert, schmeckt super!

Habe derzeit nur 3mg Nikotin drin.

0
39
@verreisterNutzer

Je nachdem wieviel du geraucht hast - beim 1. Umstieg auf keinen Fall zu wenig nehmen sonst bist gleich wieder rückfällig. Wenn dir das reicht um den Drang nach einer Zigarette zu unterdrücken - dann reicht es.

1
40
@verreisterNutzer

Es kann aber sein, das die 3mg zuwenig sind. Der größte Fehler den viele beim Umstieg machen, ist mit zu wenig Nikotin zu dampfen.

1

Was möchtest Du wissen?