Ist eine deutliche Preissteigerung des Warmwassers (246%) durch Wärmekostenzähler im Vergleich zur bisherigen Berechnung realistisch?

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4 Antworten

In einem Haus, wie Du es beschrieben hast, ist es eigentlich nicht nachvollziehbar, dass die Kosten für Warmwassererwärmung in etwa soviel ausmachen, wie die Heizkosten. Da ist garantiert etwas faul.

Ich würde aber nicht den Mieterbund fragen, sondern direkt die Abrechnungsfirma, die die Abrechnung erstellt hat. Möglicherweise können die viel genauer Auskunft darüber geben, wie es zu diesem Ergebnis bei der Abrechnung kommen konnte.

Gerade ist mir noch ein Gedanke gekommen, wie das sein kann:

Wenn es einen Zähler für die Wärmemenge gibt, die in die Heizkreise geht und einen, der zählt, wieviel Wärme in die Brauchwassererwärmung geht und weisen diese die gleiche Wärmemenge auf, dann ist entweder der Ablesewert für die Heizung fälschlicherweise auch für die Warmwassererwärmung genommen worden. Demzufolge 50:50 Heizung und Warmwasser.

Das gleiche falsche Ergebnis kann raus kommen, wenn der Zähler für den Wärmebedarf zur Wassererwärmung in die falsche Leitung (Heizung) eingebaut wurde anstatt in die Zuleitung zum Wasserspeicher.

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20:80 war unzulässig. 30 - 50 % muß der sog Grundkostenanteil sein.

Eine Änderung der Anteile auf 50:50 halte ich für unzulässig.

Kann mich aber irren. Warten wir also was andere Exparten dazu sagen.

Es kommt mir komisch vor, dass die bisher verwendete Formel so sehr daneben gelegen haben soll.

Mir ehrlich gesagt auch. Aber was will man machen, die Rechtsprecher haben es nun mal anders beschlossen.

Mit 20:80 bzw jetzt 50:50 ist das Verhältnis von Warmwasserenergieverbrauch zu Heizwasserenergieverbrauch gemeint.

Das Verhältnis von Grund- und Verbrauchskosten war und ist 50:50.

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Hm, wenn das Haus sehr groß ist und die Warmwasseranlage eine Zirkulation hat, kann das hinkommen, mit den 23% Wirkungsgrad. 50% Wirkungsgrad sind im MFH sehr gut, in der Regel ist er niedriger. 

Es ist ein Wohnblock mit 5 Etagen, jeweils 2 Wohnungen pro Etagen je Eingang und 3 Eingängen. Soweit ich weiß ist pro Eingang eine Zirkulationsanlage. Also sollten da jeweils 10 Wohnungen an einer Anlage angeschlossen sein. Wäre das schon ein sehr großes Haus?

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@thebluntblade

Wenn da ein gemeinsamer Anschluss an Fernwärme ist, is da bestimmt auch nur 1 Speicher.

Ja, das ist ein großes Haus.

Im Einzelfall (bei sehr langen Wasserleitungen) kann es billiger sein, wenn das Wasser im Bad direkt an der Dusche mit Strom erwärmt wird. Eine Wassererwärmung mit Fernwärme, Gas oder Öl ist nicht immer billiger als mit Strom.

Ein Kumpel von mir wohnt auch im Hochhausblock 8 Etagen, 3 Eingänge, 3-5 Wohnungen pro Etage. Die haben auch Durchlauferhitzer. Das ist da billiger als ewig lange Zirkulation Leitungen 24/365 warm zuhalten..

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Ein Freund von mir hatte ein ähnliches Problem, war aber zu knausrig, dem Mieterbund beizutreten. Aus irgendwelchen Zeitschriften will er herausgelesen haben, dass eine Änderung des Verhältnisses nicht statthaft ist. - Mieterbund fragen!

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