Ist eine Deposition für eine Psychose vererbbar?

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3 Antworten

Die Frage kann man schwer mit ja oder nein beantworten. Allgemein ist der Stand, dass Menschen welche Cannabis konsumieren etwa doppelt so häufig an schizophrenen Psychosen erkranken wie Nichtkonsumenten. In der Bevölkerung erkranken normal etwa 1% in ihrem Leben. Bei Cannabiskonsumenten sind es 2% (was auch heißt das 98% nicht erkranken). Man geht davon aus, dass Cannabis alleine keine Psychosen auslöst, es aber ein Faktor ist, welcher bei vorheriger genetischer Veranlagung (oft wohl auch zusammen mit anderen Faktoren) die entstehung einer Psychose bzw. Schizophrenie begünstigen kann.

Bei einem erkrankten Elternteil in der Familie ist die Wahrscheinlichkeit für das Kind deutlich erhöht, bei zwei erkrankten Elternteilen noch mehr. Aber auch dann heißt das nicht zwangsläufig, dass das Kind auch erkrankt, selbst wenn es Cannabis konsumiert. Da es nun aber der Bruder deiner Mutter ist, nehme ich mal an, dass die Wahrscheinlichkeit, dass du eine Psychose bekommst zwar statistisch etwas erhöht sein dürfte, dass diese Wahrscheinlicheit aber nicht sehr viel erhöht ist. Das Problem ist halt, dass man es bis jetzt schwirieg vorhersehen kann wer eine Psychose bekommt wenn er Cannabis konsumiert. Tritt diese Erkrankung aber in der Familie gehäuft auf, ist sicherlich vorsicht geboten.

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Du meinst eine Disposition für Psychose.... Eine Deposition ist eine Ablage.

Dein Onkel hat sicher nicht durch das Kiffen eine Psychose bekommen, sondern ist möglicherweise durch eine Überdosierung mal kurzfristig verhaltensauffällig geworden, was man gerne "psychotisch" nennt.
Zur ärztlichen Diagnose einer tatsächlichen Psychose gehört aber mehr als ein unkontrollierter Rauschzustand https://de.wikipedia.org/wiki/Psychose_und_Abh%C3%A4ngigkeit

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Für eine Psychose nicht, aber suchtgefährdet schon eher.

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DerBaum1 12.05.2016, 23:32

Was hat das den mit einer Sucht zu tuen ?

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FlyingCarpet 12.05.2016, 23:34
@DerBaum1

Weil er kifft - gibt Familien, die Probleme gerne dadurch lösen wollen. Also eher Achtung bei Suchtmitteln.

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BigQually 13.05.2016, 00:04
@FlyingCarpet

Nur weil einer aus der Familie kifft ist das noch lange keine Suchtgefährdung. Heisst noch lange nicht das Probleme da sind, gibt auch leute die kiffen ab und zu und die haben auch keine Problem zu verdrängen.

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FlyingCarpet 13.05.2016, 00:05
@BigQually

Wenn Dein Onkel dadurch eine Psychose entwickelt hat, solltest Du da schon etwas aufhorchen.

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BigQually 13.05.2016, 00:14

Kenne mich mit der entstehung von Psychosen noch nicht genug aus, aber das Risiko eine zu kriegen ist relativ gering. Am besten klärst du das mit einem Spezialisten ab. Suchtgefährdung währe eher da wenn der Onkel auch süchtig war (Genetische veranlagung). Naja, im endeffekt liegts bei dir, hier ist keiner Spezialist um dir richtig antworten zu können.

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brentano83 13.05.2016, 13:50

Blödsinn hoch zehn! Wieso sollte eine Suchtgefährdung im Raum stehen?! Und mit Cannabis versuchen manche ihre Familiären Probleme zu lösen?! Wir reden hier von Cannabis, nicht von Alkohol. Probleme mit Cannabis betäuben oder lösen zu wollen, funktioniert nicht wirklich gut. 

Um eine Psychose zu entwickeln muss man dazu veranlagt sein, cannabis ist hier nur ein trigger der jene Erkrankung früher zum Vorschein bringen kann. Dazu veranlagt sind ca 2% der Deutschen Bevölkerung... 

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