Ist eine Bewährungsstrafe für die Täter Strafe genug oder ist das für diejenigen nicht so schlimm?

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1 Antwort

Oft ist es so, dass eine Bewährungsstrafe zusätzlich zu einer Geldstrafe ausgesprochen wird.

Eine Bewährungsstrafe ist außerdem oft mit Auflagen verbunden und man gilt als vorbestraft.

Du empfindest es als Opfer als unfair. Das kann man gut nachvollziehen. Allerdings werden Bewährungsstrafen ja nicht bei schweren Delikten verhängt, sondern nur bei erhältnismäßig leichten Straftaten.

Außerdem ist deine Frage auch ein bisschen eine Frage nach dem Sinn von Strafe. Ein Grund für eine Strafe ist die Genugtuung, die ein Opfer dadurch erhält. Eine Strafe soll das Unrecht, das der Täter begangen hat, aufwiegen und ihm dieses Unrecht durch eine Freiheitsentziehung oder eine Geldstrafe ebenfalls zufügen.

Doch ein weiterer Grund, und wie ich glaube ein viel wichtigerer, ist, dass der Täter von weiteren Straftaten abgehalten werden soll. Wenn man Menschen wegen jeder Kleinigkeit gleich in den Knast steckt, werden sie nicht "besser", sondern stumpfen ab, werden bitter und es ist nicht weit hergeholt zu behaupten, dass sie schnell wieder straffällig werden. Eine Bewährungsstrafe ist dagegen wie eine zweite Chance. Diese kann der Täter nutzen, sich bessern, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: "Wenn ich jetzt wieder eine Straftat tue, werde ich nicht nur dafür bestraft, sondern wander außerdem noch für die Bewährungsstrafe in den Bau."

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