Ist eine Religion ohne den Glauben an einen Gott überhaupt eine Religion?

10 Antworten

Ja, ist sie, da der Glaube an irgendwelche "Götter"-figuren gemäß gängiger Auslegung kein zwangsläufiges Kriterium für die Definition als "Religion" ist.

Der Buddhismus ist z.B. eine anerkannte Welt-"religion", obwohl er in den meisten seiner Lehrrichtungen keine "Götter" kennt.

"In den meisten ...keine Götter" heißt nicht "überhaupt keine Götter".

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@Stier1240

De facto kennen die allermeisten Buddhisten keine "Götter".

Du darfst den Begriff "Religion" im Zweifelsfall auch gern selbst googeln, um dich dazu zu belesen.

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@Indecisive

Wenn ich mich nicht schon zu "Religion" belesen hätte (wie es scheint, mehr als du!), hätte ich nicht weiter unten dazu geschrieben. Ich wiederhole es gern, um dir unnötiges Suchen zu ersparen:

(Quote)Da der Begriff "Religion" sehr diffus definiert wird, viele unterschiedliche bis hin zu konträren Meinungen dazu existieren, da außerdem keiner der Gottesfans so richtig sagen kann, was seinen Gott charakterisiert, viele Götter (in der Fantasie vieler Leute) "existieren", ist genug Raum, sich selbst einen "Gott" auszudenken, seine eigene Weltanschauung wie andere auch als Religion zu betrachten und zu zelebrieren.

Wenn du z. B. deine Hauskaninchenzucht wie eine Religion betreibst, bist du eben "religiös", kommst aber gewöhnlich ohne irgendeinen Gott aus (es sei denn, in irgendeiner Kultur gibt es einen Gott des Hauskaninchens).

Auch wird immer wieder falsch und aus Unverständnis heraus behauptet, Leute wie Stalin, Mao, Honecker seien "Atheisten" gewesen. Waren sie aber nicht - die hatten zwar keine Götter wie Christen, Moslems usw., betrachteten sich aber selbst als Götter, verhielten sich auch so und zwangen denen, die an sie "glaubten" und die in ihrem Einflussgebiet lebten, ihre Ansichten zur "frommen religiösen Verehrung" auf.(Unquote)

Und was die Götter im Buddhismus angeht, so sind es gar nicht so sehr viele Verzweigungen, die ohne Götter auskommen!

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@Stier1240

Wenn man den Begriff "Religion" bzw. "Gott" so verwaschen definiert wie in deinem Fall, kann man das so sehen. Das ist allerdings eher keine übliche Betrachtungsweise. Nur weil totalitäre Ideologien ähnlich wie "Religionen" funktionieren macht sie das nicht zu welchen bzw. macht es deren Herren nicht zu "Göttern".

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@Indecisive

Dann lass mich nicht ganz "dumm" sterben und präsentiere mal deine Vorstellungen und Definitionen von "Religion"!

Von "Gott" kannst du nichts präsentieren, selbst wenn du bloß den einen "wahren" akzeptierst!

Aber vermeide du dieses Mal bitte solche "verwaschenen" Erklärungen zu "Buddhismus", wenn nach Religionen gefragt wurde, die ohne Gott auskommen:

  • Der Buddhismus ist z.B. eine anerkannte Welt-"religion", obwohl er in den meisten seiner Lehrrichtungen keine "Götter" kennt.

Kommt der Buddhismus nun ohne aus oder nicht?

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ja mitunter schon, die meisten buddhisten glauben z.b. nicht an einen gott und trotzdem gilt buddhismus im allgemeinen verständnis als religion. ob das der ursprünglichen definition einer religion gerecht wird, die sich ja eigentlich vom wort “religio” (gottheit) ableitet entspricht, ist sicherlich streitbar.

Da der Begriff "Religion" sehr diffus definiert wird, viele unterschiedliche bis hin zu konträren Meinungen dazu existieren, da außerdem keiner der Gottesfans so richtig sagen kann, was seinen Gott charakterisiert, viele Götter (in der Fantasie vieler Leute) "existieren", ist genug Raum, sich selbst einen "Gott" auszudenken, seine eigene Weltanschauung wie andere auch als Religion zu betrachten und zu zelebrieren.

Wenn du z. B. deine Hauskaninchenzucht wie eine Religion betreibst, bist du eben "religiös", kommst aber gewöhnlich ohne irgendeinen Gott aus (es sei denn, in irgendeiner Kultur gibt es einen Gott des Hauskaninchens).

Auch wird immer wieder falsch und aus Unverständnis heraus behauptet, Leute wie Stalin, Mao, Honecker seien "Atheisten" gewesen. Waren sie aber nicht - die hatten zwar keine Götter wie Christen, Moslems usw., betrachteten sich aber selbst als Götter, verhielten sich auch so und zwangen denen, die an sie "glaubten" und die in ihrem Einflussgebiet lebten, ihre Ansichten zur "frommen religiösen Verehrung" auf.

Eine "Religion" (Offb.17,1-4)

verkörpert die Anbetung eines "falschen Gottes" (2.Kor.11,14; Offb.12,9).

Der "Gehorsam Christi" (Röm.5,19; Hebr,5,8)

ist die Anbetung unseres ewigen Vaters (Jes.45,22; Joh.14,6)

Woher ich das weiß:Recherche

Nun, ja.

Ich bin religiös aber glaube nicht an Gott, bin griechisch orthodox getauft worden.

Ich vertrete gerne die christlichen werte, halte mich jedoch an keine vorgeschriebenen werte sondern erstelle meine eigenen werte basierend auf den religiösen werten jedem Menschen mit Respekt zu Begegnen.

Ich bete auch jeden Abend, weil es ein Ritual ist bei dem ich mich selbst reflektieren kann, schauen kann was heute gut oder vielleicht schlecht gelaufen ist und was ich noch verbessern kann.

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