Ist ein zweites Kaninchen als Hilfe zur Therapie von Depression/ Angststörung geeignet?

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3 Antworten

Hi Miha,

nicht nur Kaninchen helfen bei Depressionen, die meisten Tiere haben einen positiven Effekt auf den Betroffenen, das liegt unter anderem an der Akzeptanz, die einem diese Tiere vermitteln, und der Verantwortung, welche man für sie trägt.

Allerdings kannst du nicht einfach ein neues Kaninchen besorgen und dazu setzen. Kaninchen vertragen sich nicht so einfach, sie müssen vergesellschaftet werden, dabei kann es zu Rangordnungskämpfen kommen. Da würde ich dir raten, jemand zusätzlich zu besorgen, der dich in diesem Unterfangen unterstützt.

Und wenn dann das andere Kaninchen nach dem Tod von deinem wieder allein ist, leidet es auch. Ich will dich nicht fertig machen, aber einem Tier leiden zuzumuten, weil du leidest, ist nicht fair, es wäre sinnvoller dann gleich zwei neue Kaninchen anzuschaffen. (Was hast du denn? Weibchen, kastriertes Männchen?)

Hast du mal eine Alternative erwogen? Eine Freigängerkatze? (Wohnungskatzen muss man auch zu zweit halten) oder einen Hund? Ein Hund hätte auch den Vorteil, dass er dir die Möglichkeit zu kurzen Sozialkontakten bieten würde, das könntest du einmal mit deinem Therapeuten besprechen, eventuell könnte das in der Therapie deiner Sozialphobie mit eingesetzt werden.

mihaSleipi 24.04.2014, 20:44

hallo, viele Dank für deine Antwort.

Ich habe eine sehr umgängliche Kaninchendame. In ihrem langem Leben hat sie schon einige Mitbewohnerinnen verloren, sodass wir wieder neue hinzugesetzt haben. Wir haben damals versucht die beiden vorerst in getrennten Käfigen, bei gemeinsamen Auslauf und dann mit zusammensetzen aneinander zu gewöhnen. Aber wie gesagt mein Kaninchen ist recht sozial und war nicht so begeistert von der Idee. Sobald sie die Möglichkeit hatte, wurde das andere Hasi geputzt und zum Futternapf geschoben. Ich gehe also davon aus, dass das mit dem Eingewöhnen halbwegs stressfrei ablaufen wird.

Wäre es denn eine gute Konstellation drei Kaninchen zusammenzuhalten? Ich möchte vermeiden, dass sich zwei möglicherweise zusammentun und das dritte ausschließen. (Meistens heißt es ja, dass Tiere in einer geraden Zahl gehalten werden sollten)

Eine Alternative ist leider nicht wirklich möglich, da ich studiere und noch zu Hause wohne. Meine Mutter hat Angst vor Hunden und ich möchte meinem Kaninchen auch nciht wirklcih ein Raubtier antun. Mein Bruder hat außerdem eine leichte Katzenhaarallergie, weswegen eine Katze leider nicht in Betracht gezogen werden kann.

Vielen Dank auch für die Idee den Therapeuten darauf anzusprechen, wie der Hund in der Therapie angewandt werden kann. Das triff zwar nicht so wirklcih auf mich zu, aber vielleicht sieht er auch eine Möglichkeit durch das Kaninchen Fortschritte zu erzielen.

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Ostereierhase 25.04.2014, 09:03
@mihaSleipi

Hi du,

dein Vorgehen bei Vergesellschaftungen ist ein wenig ungünstig, auf Seiten wie:

  • kaninchenwiese.de
  • sweetrabbits.de
  • diebrain.de

kannst du dich darüber einlesen, wie man das mittlerweile angeht, deine mag zwar sehr lieb sein, das gilt aber nicht für alle Kaninchen, die du besorgst, nicht dass es doch mal zu Verletzungen kommt.

Zwei Mädels ist übrigens eigentlich eine recht unsichere Kombination, da Mädchen sich meist mit einsetzen der Pubertät in die Haare bekommen, da wäre es sinnvoller, wenn du in Zukunft auf eine gemischte Gruppe achten könntest.

Drei Kaninchen können sich auseinander leben, müssen es aber nicht, es gibt auch viele, die ganz stabil zusammen leben. Sie sollten keinen zu großen Altersunterschied haben (+/- 3 Jahre, Jungtiere sind da weniger geeignet, die brauchen Action und da kann die alte Dame dann wirklich nicht mithalten und liegt außen vor) und da du schon ein Weibchen hast, würde ich zu zwei kastrierten Männchen raten. Das einzige Problem bei 3 Tieren kann sein, dass man dauerhaft 6-7 qm Platz für die kleinen braucht, damit sie sich ausreichend bewegen und wohlfühlen können, das muss man natürlich abstecken können.

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Wenn du deinen Kaninchen keine Gruppenhaltung ermöglichen kannst solltest du dir lieber ein Einzelgänger zb eine Katze holen. Vielleicht aus dem Tierheim ? Ich denke schon , dass es sinnvoll für dich ist ein Haustier zu haben.

ich bin echt traurig darüber dass du ein Kaninchen alleine hälst. Kaninchen brauchen mindestens einen Partner. Egal wie sehr du dich kümmerst, du wirst kein Ersatz sein können. Dein Hase ist seit Jahren ein unglückliches trauriges Kaninchen. Du hast dich scheinbar nicht informiert vorher weil du zu sehr mit dir selber beschäftigt bist. gib das kaninchen ab ! lohnt nicht jetzt in dem hohen alter noch ein jüngeres dazu zu kaufen. wenn das alte stirbt hast du wieder nur eins.

Gott wie sauer mich das macht. Informier dich vorher, das sind Lebewesen !!

mihaSleipi 24.04.2014, 20:33

Mit sit klar, dass Kaninchen Lebenwesen sind. Und auch, wenn du das vielelicht nicht glauben kannst, aber ich habe mich damals, vor ihrem Kauf, darüber informiert, wie sie zu halten sind. Ich liebe Tiere und versuche ihnen ein möglichst artegerechtes Leben (soweit wie möglich in Gefangenschaft) zu biten. Das Kaninchen hat jahrelang mit anderen zusammengelebt und ist jetzt erst alleine, nachdem ihre letzte Partnerin verstorben ist.

Wenn das aus dem bisherigem Text offenbar so nicht erkenntlich war: zu meinem alten Kaninchen würde ich entweder ein zweites, bereits älteres Tier setzen oder aber ein Junges. Das würde logischerweise , falls meine Kaninchendame versterben sollte, einen neuen Partner bekommen. Bisher bestand nur das Problem, dass sich meine Mutter dagegen gesperrt hat wieder einen Partner hinzuzusetzen, da definitiv einer übrig bleiben wird.

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