Ist ein Ungläubiger bzw. Atheist so etwas wie ein Nichtraucher?


23.05.2022, 12:23

Ich meine damit, dass jemand, der z. B. gar nichts mit Religion und Glaube zu tun hat als Atheist bzw. Ungläubiger bezeichnet wird. So als wenn man jemanden der kein Auto fährt als Unautofahrer bezeichnen könnte.

14 Antworten

Ohne Theismus kein Atheismus. Erst der Theist macht andere Menschen zu Atheisten: Der Atheist glaubt nicht der Behauptung von einem Theisten.

So wie erst Bigfoot-Gläubige andere Menschen zu Nicht-Bigfoot-Gläubige machen.

Der Buddhismus, der im 5. Jahrhundert v. Chr. in Indien entstand, und der Daoismus, der im 4. Jahrhundert v. Chr. in China entstand, kennen keine Schöpfergottheit.

Auch Aborigines kennen keine Götter:

Heute geht man jedoch davon aus, dass die Aborigines keine eigentlichen Götter haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aborigines#Religionen

Der Theismus wird Menschen nicht in die Wiege gelegt.

Ja, da geht Dein Gedanke in die richtige Richtung.

A-Theismus ist eine Negativdefinition, wie auch Nichtraucher oder Nichtpolospieler.

Wir werden alle als Nichtraucher und Nichtpolospieler geboren. Und wir werden ebenso alle als Atheisten geboren.

Erst im Laufe des Lebens kann sich das ändern. Man fängt an zu Rauchen, beginnt mit dem Polospiel oder gibt ein Bekenntnis zu einem Gott ab (Theismus).

Wann hast Du Dich entschieden, kein Polo spielen zu wollen? Was hast Du gegen das Polospiel?

Sind solche Fragen sinnvoll? Wohl eher nicht.

In Bezug auf Götterglauben muss ich mir sowas aber ständig anhören. Das ich einfach nicht an Götter glaube scheint manchen nicht begreiflich zu sein.

A-Theist ist eine Negation des Begriff Theist und bezeichnet lediglich einen Zustand.

So wie in asynchron, asymmetrisch. Dabei sagt der Begriff nichts weiter aus. Es lässt sich daraus nicht schließen, wie oder warum eine Asymmetrie vorliegt. Wie sie ausgeprägt ist.

Der Theist sagt."Es gibt einen Gott. " Der Atheist stimmt dem lediglich nicht zu. Er widerspricht dem nicht einmal. Er trifft überhaupt keine Aussage, sondern stimmt einfach nur nicht zu.

Wer eine Aussage trifft z.B. "Es gibt keine Götter." tut das als Antitheist. Ein Atheist macht solch eine Aussage nicht.

Nun bin ich in Personalunion Atheist, Antitheist, Apatheist, Agnostiker und Ignostiker. Passt alles unter eine Mütze.

Ja, das ist ein recht cleverer Vergleich, CleverRemo.

Das süße kleine Baby ist weder Christ (oder Muslim etc. etc.) noch Raucher.

Gruß, earnest

Es sind beides Normalzustände soll heißen man ist bereits so und wird nicht dazu gemacht.

Der Fakt dass man nichts daran geändert hat wird nur in relevanten Situationen genannt wie zB bei der Wohnungssuche kann es ein Vorteil sein Nichtraucher zu sein.

In vielen Ländern ist es jedoch nicht die Norm und verpönt oder sogar unter Strafe gestellt ungläubig zu sein und ist so relevant dass es einen Namen bekommen hat, wie wenn man zB hier in Deutschland von Vergewaltigern oder Kinderschändern redet

Ja, kann man so sagen. Zumindest ist beides der menschliche Ursprungszustand. Man kommt sowohl als Nichtraucher/in als auch als Atheist/in zur Welt und wird erst im Laufe des Lebens zum Tabak oder zu irgendwelchen Göttern gebracht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Recherchen und Forschungen

Genauso wie man erst im Lauf des Lebens zur Sprache, Mathematik oder Logik gebracht wird.

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@Nato2020

Nein.

Grundzüge der Sprache sind bereits instinktiv in Menschen vorhanden. Ebenfalls sind Menschen auch ohne Vorbildung in der Lage Grundzüge der Mathematik zu verstehen und Logik ist nichts weiter als "Folgerichtigkeit" auch das kann der Mensch in den Grundzügen bereits verstehen ohne dass es einem jemand beibringen muss.

Aber Religion ist eine Krankheit mit denen meist Eltern ihre Kinder infizieren und Drogenkonsum ist da sehr ähnlich, wobei hier das Umfeld oft noch wichtiger ist als nur die Eltern.

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@Andrastor

Grundzüge des Theismus sind ebenfalls im Menschen vorhanden. Nichts entwickelt sich im luftleeren Raum, gäbe es in uns keine Veranlagung zum Glauben wären Religionen nie entstanden. Dass Religionen die Menschheit durch alle Epochen und Entwicklungsstadien hindurch begleitet haben (anfangs Naturreligionen, später polytheistische und noch später Monotheistische) zeigt, dass Religion und Spiritualität tief im Menschen verwurzelt sind.

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@Nato2020

Nein, das sind sie nicht. Das einzige was diesbezüglich im Menschen vorhanden ist, ist das uneingeschränkte Vertrauen der Kinder zu ihren Eltern. Und dieses Vertrauen machen sich Religionen seit jeher zunutze um die Menschen so früh wie möglich zu indoktrinieren.

Auch stimmt es nicht, dass es Religionen schon immer gegeben hätte. Wenn man vom modernen Menschen aus geht, hat die Menschheit etwa 100.000 Jahre gänzlich ohne religiöse Einflüsse gelebt. Wenn man vom Australopitecus ausgeht, sogar fast 2 Millionen Jahre.

Religionen sind eine Krankheit, nichts weiter.

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@Nato2020
Grundzüge des Theismus sind ebenfalls im Menschen vorhanden.

Nö.

Der Buddhismus, der im 5. Jahrhundert v. Chr. in Indien entstand, und der Daoismus, der im 4. Jahrhundert v. Chr. in China entstand, kennen keine Schöpfergottheit.

Auch Aborigines kennen keine Götter:

Heute geht man jedoch davon aus, dass die Aborigines keine eigentlichen Götter haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aborigines#Religionen

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