Ist ein Tierleben genauso viel wert wie ein Menschenleben?

22 Antworten

Es kommt darauf an wer diesen Wert fest legt. Wird er von einem Menschen fest gelegt, dann ganz sicher nicht.

Aber nehmen wir einmal an, ein Reh würde fest legen wer mehr Wert ist. Da würde das Ergebnis ganz anders aussehen.

Ebenso würde ein Außerirdischer einen anderen Maßstab anlegen. Vielleicht würde er Pilze bevorzugen und sie für das wertvollste Leben auf diesem Planeten halten.

Nein.

Folgende Situation:

Ein Zug rollt auf einem Gleis entlang auf eine Gabelung zu. Auf den zwei gegabelten Gleisen liegt einmal ein schlafender Mensch, und einmal ein niedlicher schlafender Hund.

Wen rettest du durch einstellen der Weiche?

(Auf keinen Stellen ist keine Option, der Zug entgleist, geladener Sprengstoff explodiert, und beide sind tot.)

(Auf keinen Stellen ist keine Option, der Zug entgleist, geladener Sprengstoff explodiert, und beide sind tot.)

Gerade dann ist es doch eine SUPER option!

so muss man sich nicht entscheiden und es sterben wenigstens beide.

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@SinnerUl

Juhuu. 2 unschuldige Tote, mindestens einer davon war unnötig.

Ich glaube, dass weder der Besitzer des Hundes, noch der Bruder des Menschen diese Lösung für die beste halten würden.

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@OdyFour

ja und in wie viele leute soll ich mich denn in dieser millisekunde noch hineinversetzen?

fehlen noch der papst und prinz charles.

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@SinnerUl

Ich sage nur, dass es definitiv nicht die beste Wahl wäre.

Vielleicht wäre es die fairste, das kann man durchaus so sehen.

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Sehr gute Verdeutlichung des Sachverhalts. Jeder der den Hund auswählen würde redet Bullshit. Wenns wirklich drauf ankommt würden sich 99% für den Menschen entscheiden

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@Anomymous

Danke. Es ist im Prinzip das gute alte Trolley-Problem, nur eben leicht verändert.

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Ich würde den Menschen aufwecken, damit er wegläuft, und dann den Hund retten

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@Goldieheart99

Kluger Schachzug, ich hab vergessen, dies auch unmöglich zu machen.

Aber deine Antwort zeigt schon, dass das erwartete Ergebnis, wenngleich auf Umwegen, immernoch eintritt:

Du rettest zuerst den Menschen. Dann den Hund.

Offensichtlich ist es dir wichtiger, dass der Mensch überlebt.

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@OdyFour

Naja, eigentlich würde ich den Menschen nur aufwecken, damit mein Gewissen beruhigt ist. Ich will nämlich niemanden umbringen. Außerdem würde der Hund, wenn ich ihn zuerst aufwecken würde, vielleicht nicht verstehen, was los ist und dann auf den Schienen stehen bleiben. Also mache ich es so^^

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Neu eingefügt wurde § 90a BGB, der besagt, dass Tiere keine Sachen sind und durch besondere Gesetze geschützt werden. Allerdings sind auf Tiere weiterhin dieselben Vorschriften anzuwenden, die auch für Sachen gelten, soweit im Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist.

Haha, Sinn und Unsinn der Jurisprudenz.

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Meiner Meinung nach ja. Allerdings wird das von den Behörden oft anders gesehen, wo Tiere vielfach lediglich als "Sache" betrachtet werden

Ich finde, es macht keinen Sinn, so zu denken. Es ist schlicht nicht möglich, Tiere mit Menschen gleichzustellen, weil dann die Gesellschaft nicht mehr funktionieren würde. Wir müssen Menschen über Tiere stellen, anders geht es nicht.

Das heißt aber nicht, dass man mit ihnen so umgehen sollte, wie es aktuell passiert. Die Tiere die in unserer Gesellschaft getötet und gegessen werden, sind auf genau die gleiche Weise empfindungsfähig wie wir. Das, was wir ihnen antun, nehmen sie sicher genau so wahr, wie wir es an ihrer Stelle tun würden. Sie mögen nicht unseren Intellekt haben, aber um zu Leiden braucht man keinen Intellekt. Dabei gibt es in den Industrienationen der ersten Welt heute keine Notwendigkeit mehr Tiere zu essen oder als Rohstoffquelle auszubeuten. Kein Tier will ausgebeutet werden, kein Tier will eingesperrt sein, und kein Tier will sterben. Ihnen das trotzdem anzutun, ist einfach nur grausam. Daran ändert sich auch nichts, wenn man menschlichs Leben höher bewertet.

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