Ist ein Schwarzeloch kleiner als der Stern von dem er entstand?

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3 Antworten

Ja, ein schwarzes Loch ist kleiner als der Stern, aus dem es entstand.

Als Durchmesser eines schwarzen Loches nimmt man den Radius des "Ereignishorizontes", das ist die Fläche, ab der man von außen nichts mehr sieht und wo - von außen betrachtet - die Zeit stehenbleibt.

Ein Stern strahlt ja Energie nach außen ab und kann von daher kein schwarzes Loch sein, oder gleichbedeutend, seine Masse kann sich nicht vollständig innerhalb seines Ereignishorizontes befinden. (Sonst käme ja kein Licht mehr außen an.)

Und ja, die extrem große Massendichte des zusammenfallenden Sterns krümmt die Raumzeit so stark, dass die Materie auf den Durchmesser 0 zusammenschrumpfen kann. (Wir haben dann eine unendliche Massen- bzw. Energiedichte, weshalb man hier von einer "Singularität" spricht.)

(Aber schon ein weißer Zwerg oder noch mehr ein Neutronenstern sind deutlich kleiner als der Stern, aus dem sie entstanden - beim weißen Zwerg liegen die Atome direkt nebeneinander, sind aber durch den Gravitationsdruck extrem zusammengedrückt, beim Neutronenstern ist der Druck so groß, dass die Elektronen in die Atomkerne gequetscht werden, wodurch alle Protonen in Neutronen umgewandelt werden. Beim Stern hingegen hat man noch ein heißes Gas, das wenigstens in den äußeren Schichten aus mehr oder weniger normal ausgedehntem Gasplasma besteht.)

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Unsere Sonne müsste man auf Ca 3km zusammendrücken dann wäre sie ein Schwarzes Loch. Das ist die schlichte Wirkung der Gravitation. Bei dem Zusammendrücken erhöht sich die Dichte eines Körpers (z.B unsere Sonne). Durch den anstieg der Dichte, erhöht sich die Gravitation. Und das geht so lange bis selbst das Licht der Gravitation nicht mehr entfliehen kann.

Die Sinnvollste Theorie wäre. Der Raum wird so stark gekrümmt dass das Licht sich auf einer Kreisbahn befindet. Man kann Licht Theoretisch bis zum Stillstand abbremsen, das bräuchte aber unendlich viel Energie und bei Unbedenklichkeiten ist die Physik sehr unzufrieden.

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JTKirk2000 12.02.2016, 08:25

Durch den anstieg der Dichte, erhöht sich die Gravitation.

Nur wenn man von ihrer Oberfläche ausgeht, die ja mitschrumpft. Wenn man jedoch von einer stabilen Distanz von ihrem Mittelpunkt ausgeht, bleibt die Gravitation gleich, da ja auch die Masse gleich bleibt.

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Ich fürchte, das kommt auf Deinen Standpunkt an. Von außen betrachtet hat das Loch wohl keine messbare Ausdehnung, da die Gravitation z.B. den Laserstrahl zum Vermessen einfach anzieht und nicht wieder frei gibt. Es ist also irgendwie nicht mal richtig zu sehen. 

Und im Inneren ist das ganze ja auch wieder relativ, weil ja alle Elemente im Loch so gestaucht werden, dass sie im Verhältnis zueinander bestimmt wieder gleich groß sind. Und das ist alles richtig, weil ich in Physik immer so gut aufgepasst habe... :)

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