Ist ein rückgebautes Atomkraftwerk noch in Betrieb

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9 Antworten

du solltest unterscheiden zwischen rückgebaut oder stillgelegt,rückgebaut ist es wenn nicht mehr vorhanden

Bei einem Kernkraftwerk ist Abschaltet eigentlich der falsche Begriff. Korrekt wäre Stillgelegt, dadurch die Anlagen nach und nach endgültig stillgelegt werden, nicht nur abgeschaltet, sodass ein Wiedereinschalten möglich ist. Diese Prozedur dauert mindestens fünf Jahre, dadurch erst nach fünf Jahren die letzten Brennelemente das Reaktorgebäude ins Zwischenlager verlassen. Prinzipiell geht man bei einer Stilllegung von einem beendeten Leistungsbetrieb aus, sprich es wird keine weitere Energie mit dem Werk durch den Reaktor erzeugt. Der so genannte sichere Einschluss ist nichts anderes wie die Verriegelung des Reaktorgebäudes auf eine bestimmte Zeitperiode. Hierdurch soll die Radioaktivität abklingen, dass sie beim Rückbau nicht mehr so hoch ist.

Theoretisch kann man sich diesen Prozess sparen, denn der direkte Rückbau von Kernkraftwerken ist mittlerweile weit genug fortgeschritten, dass man den größten Teil der kontaminierten Bauabfälle dekontaminieren kann oder bereits in ein Endlager bringen kann. Übrigens ist sämtlicher Abfall dass nicht den Brennstoff selbst betrifft leicht radioaktive Abfälle, für diese Abfallklassen gibt es bereits Endlager. Lass dich hier nicht irritieren wenn man jemand schreibt von wegen "es gibt weltweit noch kein Endlager" [...] "wor können die Abfälle des rückgebauten Werks nicht entsorgen". Übrigens wird beispielsweise das Metall auf dem Primärsystem auch wieder verwertet, könnte passieren, dass beispielsweise der Kochtopf zu hause mal ein Teil in einem Kernkraftwerk war. Das ist unbedenklich, dadurch das Teil vorher dekontaminiert wurde.

die rückgebauten sind nich in betrieb aber nicht mehr soviel wie vorher weil die produktivität durch einen rückbau der anlage gesenkt würde.

Hello there,

moah was für ein Chaos was da so geschrieben wird. Es gibt mehrere Stati für Kernkraftwerke. Ein Kraftwerk kann abgeschaltet sein, das bedeutet, es ist aber jederzeit bereit wieder hochgefahren zu werden. Ein Kraftwerk kann stillgelegt sein, das bedeutet, dass es für immer abgeschalten wird, in der Regel weil die Betriebserlaubnis durch bestimmte Umstände ausläuft (im Fall Deutschland geschah dies zum Beispiel bei einigen Reaktoren sofort durch das Atommoratorium).


Nach der Stilllegung des Kraftwerks wird in der Regel eine Entsorgung des Kraftwerks angestrebt. Hierfür gibt es mehrere Optionen. Im idealsten Fall wird die Anlage rückgebaut (das is son kitschiges Wort aus der Baubranche, im deutschen Slang sagt man: "Die Anlage wird abgerissen"). Dieser Vorgang kann sich jedoch oft über Jahrzehnte hinziehen, die Dauer ist abhängig von verschiedenen Faktoren, deren Aufzählung hier zu weit führen würde. Wenn also bei Wikipedia steht "Im Rückbau bis 2030" dann heißt das schlicht und einfach, dass bis zum Jahr 2030 alle Komponenten des Kraftwerks vollständig beseitigt sein sollen. Am Ende soll die "Grüne Wiese" sein, das ist auch son Modewort aus der Baubranche und bedeutet schlichtweg, dass der natürliche Zustand, der vor Baubeginn des Kraftwerks gegeben war, wiederhergestellt ist.


Bis 2022 sollen lediglich alle Kernkraftwerke in Deutschland stillgelegt sein. Die Beseitigungsarbeiten werden jedoch noch sehr sehr lange dauern. In manchen Fällen, wie zum Beispiel beim AKW Jülich reichen die Pläne bis ins Jahr 2075. (siehe auch dein Wikilink)


Eine andere Option der "Beseitigung" des Kraftwerks ist der sichere Einschluss. Hierbei wird das radioaktive Inventar zunächst entfernt und alles Andere in einen geschlossenen Bereich überführt, der dann versiegelt wird. Das hat den Vorteil, dass die Radioaktivität im Laufe einiger Jahre bis Jahrzehnte abnimmt (sogenannte "Abklingphase") und man dann die Anlage einfacher rückbauen kann.

So ich hoffe ich konnte dir helfen

MfG

Alex

Was ist das AKW Jülich? Soweit ich weiß, wurde im Kernforschungs-Zentrum Jülich nur Forschungsreaktoren betrieben. Oder meinst Du den Prototyp-Reaktor AVR? Dieser Reaktor war jedoch kein Kraftwerk, sondern nur ein Prototyp :-)

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@ocin1

1967 wurde das Kraftwerk, welches auch Strom ins öffentliche Netz einspeiste, in Betrieb genommen. Bauherr und Betreiber war ein Konsortium aus lokalen Elektrizitätsversorgern ......

http://de.wikipedia.org/wiki/AVR_(J%C3%BClich)

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@ocin1

Ja wie du schon meinem Vorredner entnehmen kannst war die Anlage in Jülich eigentlich ein Forschungsreaktor. Da es aber kein Nullleistungsreaktor war, ist es ja nur sinnvoll, den nebenbei beim Forschen erzeugten Strom auch ins Stromnetz einzuspeisen, statt die Energie sinnlos verpuffen zu lassen. Klingt logisch oder? ^^

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Die 3 noch intakten Reaktoren in Tschernobyl sind auch abgeschaltet. Sie brauchen immer noch die gleiche Pflege wie ein laufender Reaktor und sind nicht minder gefährlich.

Falsch. Nach Ende des Betriebs sinkt die Aktivität der Spaltprodukte. Bei der Tschernobyl-Katastrophe wurde die meiste Aktivität in Form von Jod über Europa verteilt. Das ist ein paar Monate nach Abschalten eines Reaktors weg. Das verbleibende Gefährdungspotential ist schon von daher geringer.

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auch ein abgeschaltestes kernkraftwerk verstrahlt noch seine naehere umgebung -denn das innere ist ja verstahlt und ausserdem ist die entsorgung / verschluss der brennstaebe und der anderen radioaktiven abfaelle nicht gesichert.

also nachdem es immer noch keine entlagerung gibt...sind diese an den AKWs "endgelagert..."

hier in engalnd soll sogar ein neues AKW gebaut wren (naehe Burnham on Sea)

Es sind weltweit etwa 14 Endlager für radioaktiven Müll im Betrieb. Schau mal unter Wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Endlager_%28Kerntechnik%29

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@ocin1

Hello there,

was inicio meint ist, dass es "derzeit" noch keine Endlager für hochradioaktiven Abfall gibt. In Finnland ist jedoch derzeit eins im Bau.

Sämtliche aktuell betriebene Endlager sind nur für schwach- und mittelradioaktiven Müll vorgesehen/genehmigt. Alles hochradioaktive Material lagert noch in Zwischenlagern.

MfG

Alex

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Ein Rückbau heißt, das am Ende nur noch eine grüne Wiese da ist!

Schau mal hier rein: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abrissplaene-fuer-deutsche-atomkraftwerke-verzoegern-sich-strahlendes-erbe-1.1306377

eine stahlend gruene wiese... ein atomkraftwerk ist in vielen teilen verstrahlt. auf grund der hohen halbsertszeiten ist die atomare verstrahlung auch bei einem stillgelgten kaftwerk also veringert -aber nicht auf null...es baut sich langam ab..

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@inicio

Alles falsch. Hohe Halbwertszeiten haben nur Spaltprodukte in den Brennelementen, die separat vom übrigen Kraftwerk entsorgt werden müssen. Kraftwerkskomponenten aus Aluminium, Stahl, Beton usw. sind durch Neutroneneinfang "aktiviert", so der Fachausdruck. Die meisten der dabei entstandenen Isotope haben Halbwertszeiten im Bereich von Stunden bis Jahren. Nach ein paar Jahrzehnten ist die Aktivität der meisten Materialien unter die "Freigrenze" gesunken, so dass man sie "freimessen" kann; sie können dann wie jeder andere Schrott oder Baumüll wiederverwendet oder entsorgt werden. Die vergleichsweise wenigen Komponenten, dafür zu sehr aktiviert sind, gehen in ein Endlager für schwach- und mittelaktive Abfälle wie den Schacht Konrad. Zurück bleibt eine grüne Wiese, auf der sich jeder Bürger mit einem Dosimeter selbst davon überzeugen kann, dass sie nicht signifikant mehr strahlt als Wiesen natürlicherweise nun mal strahlen.

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@PaulaPilcher

@ PaulaPilcher : Danke für Deinen Beitrag. Endlich bringt hier jemand mal etwas Physik rein :-)

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Ich weiß nur von einem,das ist als Partylocation in Betrieb.. Der soll es für einen€ gekauft haben

der ging aber nie ans netz -du meisnt kalkar?

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