Ist ein notariell eingetragenes Wegerecht über ein fremdes Grundstück nach 6 Monaten anfechtbar?

9 Antworten

Ein Wegerecht kann nicht durch einen Notar verankert, sondern höchstens beurkundet und zur Eintragung in das Grundbuch beantragt werden.
Zur Eintragung ist die Bewilligung des Eigentümers des dienenden Grundstücks erforderlich. Wurde das Wegerecht vor der Veräußerung des Grundstücks an dich eingetragen, kannst du nichts daran ändern, denn das ist ein dingliches Recht. Hast du das Grundstück nicht erst kürzlich erworben, kann auch kein Wegerecht zu Lasten deines Grundstücks ohne deine Mitwirkung bestellt werden.

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In diesem Fall bestand das Wegerecht bereits. Ich habe das Grundstück geerbt, parallel wurde das zweite Baugrundstück dahinter verkauft. Der käufer möchte bauen und deshalb über mein Grundstück fahren dürfen.

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Sofern das Wegerecht das dem Inhalt nach zulässt (die Bewilligung befindet sich in den Grundakten des Grundbuchamtes), hast du keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen.

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Hallo,

alles was der Vorbesitzer veranlasst hat, gilt nun gegen dich.

Kannst du nachweisen, dass der Notar deines Kaufvertrages von diesem Wegerecht wusste? Vielleicht war es noch nicht im Grundbuch eingetragen?

Ggf. kann man dem Vorbesitzer vorwerfen, dass er die Info nicht weitergegeben hat. Steht im Kaufvertrag nicht so etwas, wie "weitere Belastungen im oder außerhalb des Grundbuchs sind dem Verkäufer nicht bekannt"?

Rechtlich wird dieses nicht ganz einfach werden.

Eintragungen im Grundbuch sind privat-rechtlich. Vermutlich bekommt dein Nachbar aber nur dann eine Baugenehmigung, wenn noch eine öffentlich-rechtliche Baulast (beim Bauordnungsamt) eingetragen wird. Dann kannst du mit ihm verhandeln (Ausgleichszahlung, Unterhaltung des Weges usw.).

Wenn das Wegerecht durch den Vorbesitzer eingeräumt wurde und notariell beglaubigt ist, kannst du das nicht einseitig aufkündigen.

Über solche Lasten informiert man sich BEVOR man einen Kaufvertrag für ein Grundstück eingeht.

Dass das ohne dein Wissen geschah, wäre vor einem Gericht einfach unglaubwürdig.

Eintragung Wegerecht ins Grundbuch

Wie sieht es denn aus mit der Eintragung ins Grundbuch? Wir können unser Grundstück nur erreichen, indem wir das Grundstück des Nachbarn benutzen. Bei wem wird denn das Wegerecht eingetragen? Bei dem Nachbarn, weil wir darüber unser Grundstück erreichen? Oder wird bei uns eingetragen : Wegerecht über Nachbargrundstück ?

Ich kannte es so, dass es immer beim belasteten Grundstück eingetragen wird. Aber ein Vermerk auf dem eigenen Grundstück ist mir nicht bekannt.

Auf der Seite : http://www.baufinanzierung-bayern.de/themen/immobilie/grundbuch.html

ist zu sehen, dass unter Bestandsverzeichnis ---> Rechte, die dem jeweiligen Eigentümer des Grundstücks zustehen steht:

Wegerecht über Nachbargrundstück.

Kann es auch sein, dass es nur bei uns vermerkt ist, und beim Nachbarn im Grundbuch nichts steht? Falls bei ihm nichts vermerkt ist, kann er es uns verbieten sein Grundstück zu nutzen?

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Wegerecht gemeinsame Auffahrt

  1. Mein Nachbar und ich wir haben eine gemeinsame Auffahrt. jedem gehört 1,73 m. Wir haben lt. Grundbuch ein Wegerecht auf seiner Seite, er jedoch auf unserer Seite nicht. Nun befährt er regelmäßig die komplette Auffahrt, ohne uns vorher zu fragen. Wir wollen jetzt einen Zaun ziehen. So dass der Nachbar nicht mehr auf unsere Seite fahren kann. Dürfen wir das?
  2. Desweiteren haben wir jetzt durch eine Einmessung unseres Grundstücks erfahren, dass der nachbar 0,27 m x 3,00 m im spitzen Winkel auf unser Grundstück überbaut hat. Ich habe gehört, da gibt es eine Überbauungsrente. Wie hoch kann die sein?
  3. Unser Nachbar gründet auf seinem Grundstück im Wohngebiet eine Firma, wodurch Lunden von Montag bis Sonntag seine Seite der gemeinsamen Auffahrt benutzen. Ist dieses rechtens. Muß er uns als nicht vorher fragen,? Schließlich handelt es sich ja um eine gemeinsame Auffahrt. Muß er UNSER Gründstück dann nicht absichern lassen? Vielen dank für Eure Antworten. Wir wollen jetzt nämlich einen Anwalt einschalten. Erhoffen uns aber hier rüber ein paar Tips.
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Kann es wirklich sein, dass man ein notariell beglaubigtes Wegerecht hat, es aber nicht ausüben kann?

Wie haben ein Haus BJ 1860 dessen Grundstück sowohl über eine Straße an der Hausfront als auch von hinten erreicht werden kann. Die Straße hinter dem Haus verläuft quer und zieht rechts zur Hauptstraße "x" und links zur Hauptstraße "y". In einem Vertrag beim Notar wurde vom Vorbesitzer noch einmal 1990 ein Wegerecht für die hintere Straße gereglt. Hier wurde eingeräumt, dass ein Wegerecht für die Querstraße besteht in Richtung Hauptstrasse "x". Als wir im Jar 2008 das Haus gekauft haben, haben wir auch darauf bestanden, dass der Notar mit aufnimmt in den Kaufvertarg: "Es besteht ein Wegerecht auf dem hinteren Weg bis zur Straße "X"" Dann haben wir einen Bauantrag für eine Garage gestellt und diesen genehmigt bekommen. Dann haben wir für 20.000 Euro eine bedachte Doppelgarage gebaut. Erst danach ergab sich ein "kleinkrieg" zwischen einem Nachbar links von uns (der auch ein Wegerecht für diese Straße hat) und einem Nachbar rechts von uns. Wir haben mit dem Krieg nichts zu tun. Nun hat aber der Nachbar Rechts von uns sich von der Gemeinde ein kleines öffentliches Grundstück gekauft, dass auch überquert werden muss wenn der andere Nachbar links von uns udn wir selber auf die Straße "x" herausfahren wollen. Er hat krampfhaft nach wegen gesucht, das Leben für den anderen Nachbarn schwer zu machen. Obwohl er 1990 ja den Vertrag zu den Wegerechten bereits selber unterschrieben hat, hat er nun einen großen Zaun auf dem Grundstück aufgestellt, so dass auch wir nicht mehr auf "x" ausfahren können. War mir erst egal, da ich dachte: fahre ich eben nach "y". Nun hatte ich ein Schreiben vom Nachbarn in Briefkasten: Er habe nichts gegen mich udn sei nur auf den anderen Nachbarn sauer, müsse mich aber aus juristischen Gründen gleich behandeln udn somit verwarnen, dass ich nicht nach Y fahren darf, da das Wegerecht ja nur nach x ausgestellt ist. Vor x eine Mauer zu bauen sei wiederum auch zulässig, da es jat nun ein kleines Grundstückchen gibt, dass er neu erworben hat udn von dem bisher in allen Verträgen nie die rede war. AUf seinem Eigentum kann er ja machen, was er möchte: Dieses Ministückchen ist auch (wohl durch einen Fehler der Gemeinde, die es verkauft hat) nicht mit dem Wegerecht belastet. Wir haben also ein Wegerecht bis x - kommen aber nicht auf x und dürfen nicht auf y: 20.000 Euro Garagenkosten und Notarvertrag mit Wegerecht - alles abgesichert und kommen nicht mehr in die Garage!! Wir haben nun einen Anwalt eingeschaltet: Der meinte, weil der NAchbar 1990 ja bereits für den Hinterweg ein Wegerecht eingeräumt hat, darf er nicht einfach wieder 2008 etwas unternehmen, was dem logishcen Sinn entgegen wirkt- Aber dann wurde es noch komplizierte: Offiziell haben seine Kinder das Gemeindegrundstück gekauft und die "Ärgermauer" errichtet und die sagen einfach, dass sie nichts damit zu tun haben, was der Vater 1990 mal unterschrieben hat. Sehr kompliziert sehr verworren und am Ende trotz notariellem Wegerecht ein Problem! Wie vorgehen? Notar verklagen? Danke!

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