Ist ein Notar verpflichtet mich über mögliche Kostenersparnis aufzuklären?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Es wären dir, wie du selbst sagst, außer die Notarkosten der Bank keine Kosten entstanden. Die Notarkosten der Bank würden dir aber auch übertragen werden. Jeder Notar rechnet nach dem GNotKG ab, der Notar bei dem du warst genauso wie der Notar der das für die Bank gemacht hätte. Banken haben nämlich keinen eigenen Notar "angestellt", sondern lassen die Löschungsbewilligungen auch extern beurkunden. Und diese Kosten wären dir dann auferlegt worden und sie wären genauso hoch. Die Kosten zur Löschung von Altlasten trägt immer der Verkäufer. Und Bankangestellte haben - tut mir Leid - wirklich selten Ahnung vom GNotKG und Notarkosten. Das gehört nicht in deren Ausbildungs- und Kompetenzbereich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von sabine555
11.03.2016, 17:05

ja, die Notarkosten von der Bank und vom Gericht fallen sowieso und zusätzlich an, auch jetzt noch. Es geht einzig und allein darum, dass der Notar extra nach Restschuld fragte und wusste, das er so überhaupt keine Arbeit hat, nämlich der Bank keinen Kaufvertrag zuschicken muss etc. und mich nicht darüber aufklärte, dass ich das dann auch selber machen kann. Das ein Notar das nicht weis kann ich mir nicht vorstellen.

0

Du hast doch die Rechnung vom Notar für seine Dienste bekommen und nicht nur für den Löschungsantrag.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von sabine555
11.03.2016, 16:50

Die Rechnung ist für die Einholung der Löschungsbewilligung, also ein Vordruck, in den mein Name und Bank eingetragen wird und ein Briefumschlag, der mit 70 Cent frankiert wird. Das hat er gemacht, und damit hat er Anrecht auf seine Gebühren. Mir geht es ja darum, ob er nicht verpflichtet war, mich vorher darüber aufzuklären, dass ich das auch selber kostenlos machen kann und mir damit diese Gebühren ersparen könnte. Den Brief hätte ich in 10 Minuten verfasst, das wären mir locker 160 Euro wert gewesen.

0

Das müsste wohl ein Gericht entscheiden.

Grundsätzlich könnte man den Notar dann auf Schadensersatz verklagen.

Ob sich das aber lohnt wäre eine andere Frage.

Generell bist du aber mit einer solchen Frage bei einem Anwalt natürlich sehr viel besser beraten. Im Internet darf dir hier sowieso niemand eine Rechtsberatung geben von Gesetzes wegen.

Also: Frag einen Anwalt nach einer Ersteinschätzung und hol dir den Rat von jemanden, der vom Fach ist.

Eine erste Anlaufstelle anstatt gutefrage.net wäre:

http://www.frag-einen-anwalt.de oder

www.123recht.net

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Liesche
11.03.2016, 16:33

Ein Anwalt zu befragen, bedeutet die nächste Rechnung!

3
Kommentar von sabine555
11.03.2016, 17:07

danke, da hast Du sicher Recht, aber wie Du schon schreibst, das lohnt sich natürlich nicht und die Kosten für eine Erstberatung beim RA sind fast genauso hoch wie die Rechnung, wenn ich nichtmal weis ob ich mit meiner Beschwerde überhaupt Chancen habe.

0

Der Notar lässt sich jede Dienstleistung bezahlen. Ein Notar ist auch keine Beratungsstelle und hat keinerlei Aufklärungspflicht. Wenn man ein Haus kauft, muss man sich selber informieren, wie man was wo und wann am besten regelt. Das Finanzamt erklärt dir ja auch nicht, wie du Steuern sparen kannst. (nur so als Beispiel)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von sabine555
11.03.2016, 16:53

aber man geht doch zu einem Notar um sich beraten zu lassen? Soll man jetzt vorher auch noch zum Rechtsanwalt?

0

Was möchtest Du wissen?