Ist ein nicht angekündigter Telefonmitschnitt vor Gericht verwendbar?

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8 Antworten

Nein, der Mitschnitt wird vor Gericht nicht berücksichtigt, es sei denn, es kann nachgewiesen werden, dass Ihr dem Mitschnitt vor (oder ganz am Anfang des Mitschnitts) zugestimmt habt. Dazu müsste Euer diesbezügliches Einverständnis auf dem Band sein.
Gruß wiele

so weit wie mir bekannt ist darf ein Haustürgeschäft nur dann wiederufen werden, wenn der Vertreter vor der Haustür stand. Da ihr mit ihm einen Termin am Telefon ausgemacht habt, ist es vermutlich ein "legales" Geschäft, vieleicht habt ihr auch unbewußt beim Abschluß etwas unterschrieben. Schaut euch alle Unterlagen nochmal genau an, auch das kleingedruckte zwischen den Zeilen. Ich glaube nicht das der Mitschnitt zulässig ist, dann müßte man euch um Erlaubnis gefragt haben, und dann ist er vor Gericht auch nicht zulässig - wenn ihr trotzdem noch Probleme habt, laßt euch bei der Verbraucherzentrale beraten. Es ist sicher alles ein versuch euch einzuschüchtern.

was für eine Vertreter was es denn? Bestimmte Verträgte (Finanzen, Versicherungen) können generell nachträglich innerhalb einer Frist gekündigt werden. Es kommt auch darauf an wer angerufen an. Habt ihr einen Staubsaugervertreter angerufen und einen Termin ausgemacht, gibt es tatsächlich keinen Widerruf.

Es ist sowieso verboten Leute unaufgefordert anzurufen, von daher haben die sich schonmal strafbar gemacht.

Daher werden sie auch sicher davon absehen den Fall vor Gericht zu bringen.

Des Weiteren scheint mir das ein billiger Versuch zu sein Sie einzuschüchtern.

ich bin nicht sicher:ein Mitschnitt hat vor Gericht keine Gültigkeit wenn er vorher nicht angekündigt wurde.Ich bin mir aber wirklich nicht sicher,ob das stimmt oder ob es Ausnahmen gibt.Welche Art von Vertreter war es,vielleicht können wir dann genauer antworten?

Wiele hat das schon ziemlich treffend erklärt.

Der Mitschnitt eines Gespräches stellt regelmäßig die Einschränkung von Grundrechten dar ( Recht am eignen Wort).

Diese Rechte können nur aufgrund eines formellen Gesetzes eingeschränkt werden (z.B. StPO).

Sofern keine Einwilligung erfolgt ist, bedarf es dem Mitschnitt einer rechtlichen Eingriffsermächtigung.

Die wird der Besagte kaum haben, da diese in der StPO aber auch andere festgeschrieben sind.

der Vertreter wird sich wohl eher strafbar gemacht haben, indem er das Gespräch mit geschnitten hat. Da dies ohne Ermächtigung geschehen ist, würde es zumindest im Strafrecht dem Beweisverwertungsverbot unterliegen.

Nein dieser wird vor Gericht nicht zugelassen. Nicht in einem so einfachen Fall.

Soweit ich weiß werden die nicht beantragten nicht zugelassen.Aber ein Versuch ist alles Wert.

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