Ist ein Mietvertrag gültig wenn der Vermieter schwarz vermietet?

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13 Antworten

Das der Vermieter das Einkommen aus Mieter nicht versteuert ändert nichts an der Wirksamkeit des Mitvertrages.

Die Kündigungsfrist von 3 Monaten für Mieter ist, wenn vertraglich nicht kürzer vereinbart, gesetzlich.

Ausziehen kann der Mieter jeder Zeit.


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Die Steuerpflicht des Vermieters hat mit der Rechtsgültigkeit des Mietvertrages nichts zu tun. Ob der Vermieter seine Steuern zahlt oder nicht, ist für den Mieter nicht von Bedeutung. Durch die Nichtzahlung von Steuern ist das Mietverhältnis auch nicht illegal. Wenn die Vorwürfe stimmen, begeht der Vermieter eine Straftat, mehr aber auch nicht.

Der Mietvertrag ist voll gültig. Der Mieter hat somit die Kündigungsfrist einzuhalten. 

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 21:15

Vielen dank ☺

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Auch wenn Du das hier behauptest, glaube ich nicht, dass die Mieteinnahmen nicht versteuert werden.

Im Allgemeinen kennt das Finanzamt jede Wohnung und deren Eigentümer. In dem Moment, wo eine Immobilie durch Kauf erworben wird, fällt Grunderwerbssteuer an und das Finanzamt kennt Eigentümer und fragt sich bzw. diesen beizeiten, was er mit der Wohnung macht.

Baut jemand ein Haus mit Mietwohnungen, will er Abschreibung und Finanzierungskosten steuerlich geltend machen. Auch in diesen Fällen erfährt das Finanzamt von der Existenz einer Mietwohnung und wird sich darum kümmern, dass Einnahmen auch gemeldet werden.

Erbt jemand eine Wohnung, fällt Erbschaftssteuer an, es sei denn die Erben erklären, in welchem Verhältnis sie zum Erblasser standen, wodurch möglicherweise keine Erbschaftssteuer anfällt, aber das Finanzamt kennt die neuen Eigentümer und wird diese beizeiten nach den Mietverhältnissen fragen.

Wird ein Mietvertrag geschlossen (schriftich) muss ein Vermieter, der schwarz vermietet, immer befürchten, dass ein Mieter, der unzufrieden ist, dem Finanzamt einen Hinweis gibt. Das ist also äußerst gefährlich.

Jeder, der eine Wohnung vermietet, will normalerweise auch in der Lage sein, alle anfallenden Kosten von der Steuer absetzen. Insbesondere dann, wenn sie in einer Höhe anfallen, die die jährlichen Einnahmen übersteigt. Das kann beispielsweise anlässlich eines Mieterwechsels immer mal der Fall sein und spätestens dann, wenn solche Kosten geltend gemacht werden, weiß das Finanzamt Bescheid und wird auch wissen wollen, was in der Vergangenheit war.

Du siehst: Schwarz vermieten ist äußerst riskant und wenig sinnvoll. Glaub also Deinem Vermieter nicht alles.

Ach ja: Auf das Mietverhältnis hat das keine Auswirkung.

Illegal wäre eine Vermietung allenfalls dann, wenn Räume vermietet werden, die als Wohnung baurechtlich gar nicht zugelassen sind.

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Das ist nicht nur das Gefühl des Mieters, sondern gesetzlich verankert. Es existiert ein Vertrag, und der wird eingehalten. Ob der Vermieter Steuern zahlt oder nicht, hat gar nichts mit dem Mietverhältnis zu tun.

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 21:30

Danke für die Antwort ! :)

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Der Vermieter versteuert die Wohnung nicht

Woher weißt du das? Bearbeitest du seine Steuererklärung? Selbst wenn dem so wäre, besteht ein wirksamener Mietvertrag, der nur ordentlich fristwahrend zu kündigen wäre.

Der Mieter allerdings möchte aus nun ausziehen aber fühlt sich an den bestehenden Mietvertrag gebunden.

Das fühlt er nicht nur, dem ist so und § 573c BGB bestätigt dies.

G imager761

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 15:32

Nein, aber auf Nachfrage hat er dies zugegeben. Danke für die schnelle Antwort!

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Was soll an dem Mietverhältnis denn nicht legal sein? Ob der Vermieter seine Mieteinnahmen versteuert oder nicht , hat überhaupt keinen Einfluss auf die rechtliche Wirksamkeit des Vertrages. Woher willst du überhaupt wissen, dass der Vermieter die Miete nicht versteuert? Er wird dir kaum seinen Steuerbescheid zeigen.

Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate und kann nicht mit irgendwelchen dubiosen Vermutungen verkürzt werden. Natürlich ist jemand an den Vertrag gebunden. Mieter als auch Vermieter.

Aber man könnte mal mit dem Vermieter reden........

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Der Vermieter versteuert die Wohnung nicht

Das ist nicht dein Problem - wenn es so wäre. Abgesehen davon: woher willst du das wissen? Der Vermieter ist dem Mieter darüber keine Rechenschaft schuldig!

aber hat einen Vertrag aufgestellt, der beibhaltet dass das Mietverhältnis nicht begränzt ist, aber eine Kündigungsfrist von 3 Monaten beträgt.

Und wo ist das Problem? Das ist der Normalfall.

Muss er sich nun an den bestehenden Vertrag halten...

Selbstverständlich: Pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten.

...obwohl das Mietverhältnis gesetzlich nicht einmal legal ist?

Wie kommst du auf diesen schmalen Pfad? Das ist sehr legal.

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 20:52

Ein problem ist nicht existent, nur eine Frage ☺ die frage basiert allerdings auf dem fakt dass der vermieter seine Wohnung nicht versteuert, was ich weder kritisieren will, noch die wahrheit sein MUSS. Suche lediglich eine antwort aber eine frage, die nunmal so ist wie sie ist. Weil ich nunmal eine Antwort suche, die auf meine Frage basiert. Danke trotzdem für die Mühe 😊 als legal würde ich Steuerhinterziehung nicht bezeichnen, jedoch muss ich mich für die falsche Formulierung entschuldigen, da sie aus Unwissenheit formuliert wurde, doch dank einiger freundlicher Antworten weiß ich es nun besser :)

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Wenn Du ein Auto kaufst und das Autohaus versteuert seine Gewinne nicht - musst Du das Auto dann wieder zurück geben?

Vertrag ist Vertrag. Wenn der Vermieter seine Verpflichtungen gegenüber anderen Institutionen nicht erfüllt, hat das für den Vertrag keine Bedeutung.

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Ob der V. seine Mieteinnahmen versteuert oder nicht hat auf die Wirksamkeit des MV und der KF keinerlei Einfluss. Es gilt das Mietrecht lt. BGB uneingeschränkt.

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Ist ein Mietvertrag gültig wenn der Vermieter schwarz vermietet?


Das der Vermieter die Mieteinnahmen nicht versteuert macht einen schriftlichen oder mündlichen Mietvertrag nicht unwirksam!

hat einen Vertrag aufgestellt, der beibhaltet dass das Mietverhältnis nicht begränzt ist, aber eine Kündigungsfrist von 3 Monaten beträgt. 

Das ist die normale Kündigungsfrist.
Der Mieter allerdings möchte aus nun ausziehen aber fühlt sich an den bestehenden Mietvertrag gebunden. Muss er sich nun an den bestehenden Vertrag halten, obwohl das Mietverhältnis gesetzlich nicht einmal legal ist?

Das Mietverhältnis ist legal, nur der Vermieter hinterzieht Steuern, das sind aber Sachen die nicht miteinander zu schaffen haben.
 Oder besteht kein Zwang sich an den Vertrag zu halten?
Die Kündigungsfrist ist einzuhalten und man sollte sich hüten eine Person zu erpressen, weil sie Steuerhinterziehung macht.

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 21:24

Doch, den antworten kann ich entnehmen dass sich der mieter an den Vertrag zu halten hat. 

Woher kommt deine annahme es geht hier um irgend eine art von erpressung?

Danke für dich antwort!

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Das Mietverhältnis ist völlig legal.

Illegal ist nur, dass er das Einkommen nicht versteuert.

Das hat aber mit seinem Mietvertrag genau NULL zu tun.

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 21:28

Danke für die Information ☺

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ob er es schwarz macht, kannst du gar nicht wissen, das muss versteuert werden, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. 

laufende Verträge sind einzuhalten. 

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 21:27

Warum kann ich das nicht wissen ?

Warum ist das überhaupt relevant? Die frage basiert auf der annahme, dann sollte sie basiernd auf der annahme beantwortet werden..

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Also, ich verstehe zwar nicht ganz dein "eigentliches" Problem, aber eins ist klar:

Steuerrecht und Zivlirecht muss man hier unterscheiden.

Ob der Vermieter seine steuerlichen Pflichten nachkommt, spielt doch grundsätzlich keine Rolle, ob es ein zivlirechtlich wirksames Mietverhältnis besteht.

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Kommentar von franzeybg
06.03.2016, 15:35

Mein Problem ist eigentlich nur dass ich die Gesetzeslage nicht kenne und etwas mehr über die bestehenden Rechte beider Pateien wissen möchte. Danke gür die rasche antwort aber ☺

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