Ist ein Medizinstudium schwerer als andere Studienfächer?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Ich würde schon sagen, das es zumindest Studiengänge gibt, die einfacher sind. Der Patient weiß evtl. mehr, weil er nur über die eine vermutete Krankheit recherchieren muss und Zeit zum Recherchieren hat und die Symptome selber am besten kennt. Der Arzt hat keine Vorbereitungszeit, wenn Du die Tür hereinkommst.

Trotzdem halte ich nicht so viel von Selbstdiagnosen.

  1. es gibt so viele verschiedene arzte die kann man nicht alle in einen topf werfen! man kann ja auch spezialisten aufsuchen die dann ihr fach verstehen
  2. glaub das schwerste studium ist das für sry kenn den fachausdruck nicht sag einfach für einen prister

Es ist eben sehr viel Stoff. Man muss sehr sehr viel schematisch lernen, sehr viele Bücher durcharbeiten und ein gutes Lernvermögen und eine gute Auffassungsabe haben. Und Fleiss und Zeitaufwand. Das schafft eben nicht jeder.

Patienten und Betroffene haben eben oft mehr Zeit, sich ausführlich mit einem Thema zu beschäftigen. Dennoch fehlt ihnen eben leider oft das nötige Basiswissen um die Informationen zu verarbeiten. Und diese mit Halbwissen sind die schwierigsten. Aber es gibt natürlich auch solche die sich ausführlich mit viel Zeit und Aufwand und Wissbegier und Sachverstand informieren.

Ärzte müssen nun mal nicht nur eine Krankheit kennen, sondern tausende. In unterschiedlichsten Kombinationen mit allen Wechselwirkungen. Wenn der Patient ausgerechnet über seine Krankheit etwas weiß, was dem Arzt unbekannt war, wundert mich das nicht.

Weil die heutigen Aerzte oft Minimalisten sind und nur das absolut Nötigste tun. Es fehlt ihnen oft auch an Einfühlungsvermögen und dem Willen, wirklich dem Patienten zu helfen... Wobei es oft nicht hilfreich ist, wenn sich die Patienten einbilden über eine Krankheit mehr zu wissen als die Aerzte!

Nein, das Studium, bzw. der Schwierigkeitsgrad ist absolut eine Frage der Veranlagung. Was einen interessiert, fällt leicht(er).

Die Patienten mit einer bestimmten Erkrankung "fressen" sich in die Materie...in Zeiten von www auch garnicht mehr so schwer - manchmal jedoch auch irreführend.

Stell dir mal vor, du müsstest die meisten Krankheiten dieser Welt mit Auswirkungen, Symptomen und Therapien können... dann hast du ne Vorstellung, wie schwer das Studium ist.

Naturmediziner 30.04.2010, 00:42

Das stelle ich mir sehr leicht vor. Wenn ich jedoch an Mathematik denke, dann kommt mir das Grauen. Also wäre ein Medizinstudium das Richtige für mich?

0
ludokresh 30.04.2010, 00:44
@Naturmediziner

Als ob du da nicht mit Mathe konfrontiert wirst... Wird man glaub ich bei allem... Hätte auch nicht gedacht, dass ich bei Politikwissenschaft Mathe brauche und Hups: Da ist Statistik... Mathekenntnisse sind wichtiger als gedacht... Und Medizin ist Lernen mit sehr viel Zeitdruck

0
Isartaucher 30.04.2010, 17:27
@Naturmediziner

Stell dir das nicht zu leicht vor. Neben den interessanten eigentlichen medizinischen Fächern, wie z.B. Chirurgie, Innere Medizin, HNO, Dermatologie, Pädiatrie etcetc, in denen das Lernen ziemlich leicht fällt, gibt es noch recht langweilige und schwierige Fächer, z.B.:

  • Allgemeine und spezielle Pharmakologie

  • Allgemeine und spezielle Pathologie, Pathophysiologie

  • Medizinische Statistik (enthält auch Anleihen aus der höheren Mathematik, die deutlich übers Abiturniveau hinausgeht!)

  • Mikrobiologie

  • Klinische Chemie

.

Abgesehen von diesen "Highlights" im klinischen Studienabschnitt, musst du dich im vorklinischen Abschnitt mit sehr anspruchsvollen Fächern wie Chemie, Physik, Biochemie, Anatomie und Physiologie herumschlagen.

.

Wenn sich übrigens ein Patient besser mit seiner Erkrankung auskennen sollte, als der Arzt, ist er sicher beim falschen Arzt. Es ist ja klar, dass sich der Neurodermitiker besser mit seiner Krankheit auskennt, als der Augenarzt oder HNO-Arzt. Sicherlich kennt er sich aber nicht besser aus, als der Dermatologe. Dafür kennt sich der Dermatologe sicher nicht so gut mit einem Glaukom aus, als der Glaukompatient. Dafür gibts aber den Augenarzt.

.

Übrigens: Was haben Ärzte und Fußballtrainer gemeinsam?

Jeder Depp glaubt es besser zu wissen, als sie.

0
Ohmygod 02.05.2010, 15:45
@Naturmediziner

Einerseits hat Deine Kritik eine gewisse Berechtigung, andererseits kann nur ein ahnungsloser Idi sich das leicht vorstellen. Niemand, der wirklich einen Einblick hat, würde behaupten, daß das leicht ist.

0

Ich habe Achtung vor Menschen, die ein Medizinstudium abgeschlossen haben. Aber versuche mal, Steuerberater zu werden. Ich glaube, es hängt von den persönlichen Interessen ab. Ich würde z.B. beim Studium von Astrophysik kläglich scheitern.

weil die patienten die krankheit haben und den schmerz empfinden. der arzt kann sich da nicht reindenken.

Jaja alle Ärzte sind Trottel, lernen im Studium überhaupt nichts und wollen nur das Geld der Patienten! Du solltest ausschließlich zu Medizinmännern gehen, die werden von den Göttern unterstützt.

ZwiebelimKarton 30.04.2010, 00:41

ironischerweise will er Homöosoziopath werden. :-D

1

"Und wie kommt es, dass sich die Patienten mit ihrer Krankheit oft besser auskennen als der Arzt"

lach

Ja, genau.

"Herr Doktor, ich habe nasiphilies Dengufieber! Ich habe es ergoogelt!"

"Haben sie in den letzten 3 Monaten mit einem Nilpferd geschlafen?"

"Ähmm...nein?"

"Dann haben sie wohl doch nur einen Schnupfen. Was wäre mein Leben langweilig, wenn nicht jeder Depp meinte, er könnte via Google Arzt spielen."

Was möchtest Du wissen?