Ist ein Leben ohne Auto machbar?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ich lebe komplett ohne Auto, bin selbstständig tätig, und das funktioniert wunderbar.

Fahrten zu Kunden funktionieren wunderbar per ÖPNV. Nicht nur, seit ich in Berlin wohne. Sondern auch früher in einer eher ländlich geprägten Region.

Wenn irgendwas zu transportieren ist, bestelle ich mir gern mal einen Kurier. Das kostet zwar durchaus Geld, ist verglichen mit der Ersparnis an lfd. Unterhaltungskosten für ein eigenes Fahrzeug immer noch günstig. Außerdem hat man dann gerade bei sperrigeren Dingen auch direkt den "zweiten Mann" zum Laden/Entladen vor Ort.

Baum1524 22.01.2017, 14:27

Und mir wird immer erzählt es sei vorallem in ländlichen Gegenden unmöglich :P

0
dan030 22.01.2017, 14:39
@Baum1524

Hängt stark davon ab, wo im ländlichen Raum. Wo ich damals gewohnt habe, gab es tagsüber zumindest einen stündlichen Busverkehr zu einer Stadt mit Bahnhof. Und die Fahrzeit war mit knapp 30 Minuten erträglich. Die Busse fuhren bereits recht früh morgens und auch noch in den Abend rein. Darüber hinaus wurde dann halt ein Taxi fällig.

Für manche Kundenfahrten zu "Unzeiten" hatte ich dann allerdings tatsächlich schon mal 150-Euro-Taxifahrten, um zu einem günstig gelegenen ICE-Bahnhof zu kommen... Sowas musste man dann vorbestellen. Und die Taxiunternehmen mit Trinkgeld gefügig machen. Das sind dann halt echte Mehrkosten, die man einrechnen muss.

Schwierig werden dürfte es in Gegenden, wo es wirklich kaum öffentlichen Nahverkehr gibt und die Besiedlung sehr(!) schwach ist. Oderbruch beispielsweise. Da fahren in etlichen Ortschaften nur 3 Busse am Tag, und da muss man ggf. erstmal mehrere km zu einer Haltestelle hinlaufen. Wenn dann diese Busse morgens um 6, um 8 und abends um 17 Uhr fahren, dann hat man schon mit einem Trivialeinkauf in der nächsten Stadt ein Problem. Weil man gleich einen ganzen Tag verlieren würde.

Nun bin ich Fahrradfahrer, habe auch einen Anhänger fürs Rad, und bin es gewohnt, ggf. auch mal einiges an Krempel auf Basis Muskelkraft zu transportieren. Insofern schrecken mich Infrastrukturdefizite nicht so stark ab. Aber so 'ne Anhängerfahrt mit 50 km Krempel im Gepäck kann bei Schnee und Minusgraden durchaus mal zu einem Abenteuer werden. Alles schon gehabt.

0

In der Großstadt hatte ich auch kein Auto und es auch nicht vermisst. Ab und zu wurde halt mal eins gemietet.

Jetzt auf dem Land mit 5 Bussen pro Tag könnte mir das nicht vorstellen.

das kommt drauf an wo man lebt und arbeitet.

wohnst du in hamburg und arbeitest auch da ist dein leben ohne auto einfacher als mit auto

Was möchtest Du wissen?