Ist ein Langzeit-Ekg ohne Berichtsheft aussagekräftig?

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4 Antworten

Hallo!

Es gibt viele Menschen die Extrasystolen haben, das meist als "Herzstoplern" empfunden wird. Ich habe selbst auch manchmal welche und ich habe sie vermehrt, wenn es mir psychisch nicht gut geht und ich ungesund gelebt habe. (meist gehört das zusammen :-/ )

Eine regelmässige Bewegung tut gut. Bei körperlichen Aktivitäten wie wandern, Fahrrad fahren wirst Du dich nicht überanstrengen und es wird dir  gut tun.

 Mir wurde gesagt, dass die ES ungefährlich sind, aber ich frage mich jetzt nur, wie die z.B. erkennen können, dass der unregelmäßige Puls ungefährlich ist...

Ich würde dem Kardiologen vertrauen. Die kennen sich wirklich aus und sind in der Lage, gefährliche von ungefährlichen Sachen zu unterscheiden.

Das Unangenehmste beim Herzstolpern, finde ich, ist die Angst die man dabei bekommen kann. Wenn ich eine (oder 2 bis 3) Extrasystolen habe, dann atme ich tief durch und ich rege mich mittlerweile auch nicht mehr auf.

Was auch nicht gut ist, ist eine dauernde Selbstbeobachtung (Wie läuft mein Herz jetzt? Und jetzt? Und jetzt? ...) Man sollte versuchen das zu unterlassen, zum eigenen Wohlbefinden.

Und ich habe ehrlich gesagt Angst, dass der Körper schon gefährlich untrainiert ist. Das hält mich wiederum vom Sport ab...ein Teufelskreis der schon seit 3-4 Jahren anhält...

Ich glaube nicht, dass es "gefährlich untrainiert" gibt. Es gibt "untrainiert", "unsportlich" und dann sollte man nicht sofort einen Marathon laufen, sondern körperliche Aktivitäten ruhig angehen. Aber gerade ein untrainierter Zustand ist ein Grund mehr, sich mehr zu bewegen. Sich, weil man untrainiert ist, noch extra zu schonen ist wirklich kontraproduktiv, damit tut man sich keinen Gefallen.

Du brauchst ja gar keinen Sport machen. Dich einfach mehr bewegen wäre schon ein guter Anfang. Mal den Aufzug weglassen und zwei Etagen die Treppe nehmen. Mit einem Freund auf der Wiese Fresbee werfen oder Ball spielen usw. Vielleicht mal ne Runde Tischtennis oder Federball, das reicht völlig für einen Anfang. Optimal wäre, wenn man Spass dabei hat. :-)

Ok, ich wünsche dir alles Gute.

Grüsse

Das Gerät zum Langzeit EKG zeichnet alles auf so das der Arzt das alles auslesen kann. Somit ist auch nicht nötig irgendwelche Aufzeichnungen in schriftlicher Form zu machen.

Ein Puls von 60 ist doch gut, ich habe oftmals einen Ruhepuls von nur 46. In der Regel aber liegt er bei 80, also auch noch ganz i.O..

pfannkuchen94 14.05.2016, 00:39

Ja, aber der niedrigste Puls im Lz Ekg war bei mir 52. Der Arzt meinte zu mir, dass das doch normal ist wenn man z.B. schläft. Aber woher will er denn wissen wann ich geschlafen habe.              Und mein Ruhepuls schwankt irgendwie. Manchmal 60 manchmal auch 90. Das beunruhigt mich dann auch noch. Kann das nicht alles vom Mitralklappenprolaps kommen? Mein HA meinte zwar, dass das für mich keinen Krankheitswert hat, aber wäre das vllt möglich

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Lottl07 14.05.2016, 01:01
@pfannkuchen94

In der Aufzeichnung des Gerätes ist der Tagesablauf gespeichert. So sieht er was der Puls wann macht. Der Ruhepuls ist auch nur dann der Ruhepuls wenn du wirklich ruhig bist/liegst. Schon kleinere Bewegungen und der Puls geht schon etwas rauf.

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Sonnenstern811 14.05.2016, 00:47

80 als Ruhepuls ist zu hoch. Solltest du mal checken lassen.

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pfannkuchen94 14.05.2016, 00:55
@Sonnenstern811

Mir wurde gesagt, dass 60-80 normal ist. Ich mache mir keine Sorgen wegen einem zu hohen, sondern eher wegen einem schwankenden Ruhepuls.

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Wie alt bist du denn? Ist 22 Jahre richtig?

Hast du argen Stress, Untergewicht, hast/nimmst du dir die Zeit für gesunde Ernährung und Bewegung?

Ich frage deshalb, weil ich in 2011 morgens aufwachte und bis zu 15 ES in der Minute hatte. Den ganzen, beschissenen Tag lang! Ich kannte ES, aber nicht in dieser krassen Form. Nach LZ-EKG war auch klar, ist nicht gefährlich, aber für mich sehr einschränkend.

Allerdings war der Blutdruck in Ordnung, wenn auch im unteren Bereich.

Es gibt Faktoren, an denen man selbst was ändern kann, wie oben schon kurz angesprochen.

Für dich und auch den behandelnden Arzt wäre es natürlich hilfreich, wenn du dir Notizen machst, wann das Problem auftritt, wenn es nur sporadisch vorkommt.

pfannkuchen94 14.05.2016, 00:34

Ich mache keinen Sport, weil ich Angst habe, dass ich das Herz zu stark Belasten könnte (und wegen den Uregelmäßigkeiten). Ich weiß, dass das kontraproduktiv ist aber was soll ich machen? Das geht jetzt schon seit 3-4 Jahren so. Also solange ich den Müll habe. Ich soll jetzt übrigens in einer Psychiatrie wegen einer schweren somatiesierungsstörung (laut meinem HA) aber ich habe Angst, dass ich nicht genug Untersuchungen machen lassen habe. Im laufe der 3-4 Jahre waren das:

Etliche Ruhe-Ekgs, 2 Langzeit-Ekgs, 2 Belastungs-Ekgs (beim zweiten schon in der zweiten Stufe einen Puls von 155!!! Ich war zwar nicht aus der Puste oder so aber deswegen haben dies erstmal abgebrochen. Das erste war soweit ich weiß ok), 2 Herzechos, 3-4 mal Blutuntersuchungen (auch Schilddrüse), ultraschall der Schilddrüse. Und 2 mal Notaufnahme und 2 mal Ärztlicher Bereitschaftsdienst kommt noch dazu. Wurde aber immer wieder nach Hause geschickt.

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michi57319 14.05.2016, 00:37
@pfannkuchen94

Wenn sich herzorganisch keine Befunde ergeben, solltest du wirklich und ernsthaft mal darüber nachdenken, tatsächlich einen Klinikaufenthalt zu planen. Wenn der Kopf durchdreht, tut es der Körper nämlich auch und das kann in einer psychosomatischen Klinik herausgefunden und behandelt werden.

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Sonnenstern811 14.05.2016, 00:45
@pfannkuchen94

Was heißt 2. Stufe? Man kann mit 25 beginnen, mit 50 oder auch höher. Der stark angestiegene Puls deutet auf einen völlig untrainierten Körper hin.

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pfannkuchen94 14.05.2016, 00:46
@michi57319

Weißt du vllt, ob die in der Psychiatrie auch den Körper untersuchen lassen? Ich habe irgendwie schiss, dass ich nicht in einer Psychiatrie sondern in ein Krankenhaus gehöre. Ich wurde übrigens noch nie über mehrere Tage in einem Krankenhaus durchgecheckt. Ich fühle mich aber so, als ob das muss.  

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michi57319 14.05.2016, 00:48
@Sonnenstern811

Du klingst hypochondrisch, wenn ich das mal so sagen darf. Mir hat immer gereicht "ist nicht schlimm", dann habe ich das als lästig, unangenehm, aber eben nicht als lebensbedrohlich akzeptiert.

Wenn du mal in einer psychosomatischen Klinik ankommst, wirst du auch sehr schnell den Unterschied zu einer Psychatrie erkennen, sofern du den überhaupt kennst.

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pfannkuchen94 14.05.2016, 01:25
@michi57319

Ich weiß nicht, wo das Belastungs-Ekg angefangen wurde...

Um ehrlich zu sein hab ich verpeilt, dass das was verschiedenes ist michi57319

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pfannkuchen94 14.05.2016, 01:30
@pfannkuchen94

Und ich habe ehrlich gesagt Angst, dass der Körper schon gefährlich untrainiert ist. Das hält mich wiederum vom Sport ab...ein Teufelskreis der schon seit 3-4 Jahren anhält...

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michi57319 14.05.2016, 15:19
@pfannkuchen94

Auch das ist ein Punkt, der in einer solchen Klinik gleich mit abgehakt wird. Da lernst du, auf deinen Körper zu hören, was ja ein großer Unterschied zu einer übersteigerten Wahrnehmung ist.

Wer keinen Sport macht, kann selbstverständlich NICHT gleich 2 km am Stück laufen. Das ist auch gar nicht nötig, weil es Schritt für Schritt, im wahrsten Sinne des Wortes, beginnt.

In der Psychosomatik steht die Psyche stark im Vordergrund, weil sie Auslöser für die körperlichen Probleme ist. Eine medikamentöse Behandlung kann dazugehören, muss aber nicht.

In einer Klinik sind Therapeuten, die dich auch auffangen, wenn du panisch wirst und mit dir zusammen einen Weg finden.

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Manche Ärzte erwarten ein Protokoll, aber das ist nicht mehr die Regel. Bei Auffälligkeiten wird man dich fragen, was du in dem Moment gemacht hast.

Es wäre also kein Fehler, bestimmte Tätigkeiten, zumal wenn sie etwas aus der Reihe fallen, für dich zu notieren.

Von Berichtsheften hab ich noch nichts gehört. Wir hatten schon etliche Langzeit EKGs.

Ein Pusl von 60 ist übrigens sehr gut.


pfannkuchen94 14.05.2016, 00:09

Denkst du ich sollte noch eins mit solchen Notizen machen lassen?

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Sonnenstern811 14.05.2016, 00:41
@pfannkuchen94

Sicher nicht in nächster Zeit. Hätte es etwas Außergewöhnliches angezeigt, wärst du schon darauf aufmerksam gemacht worden.

Es gibt gefährliches Hezstolpern, aber in den allermeisten Fällen ist es zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Warst du beim Kardiologen?

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pfannkuchen94 14.05.2016, 00:51
@Sonnenstern811

Wegen den beiden Herzechos war ich direkt beim Kardiologen. Der sah den Mitralklappenprolaps und sagte mir, dass das nicht gefährlich ist und dass ich eben mit den Rhythmusstörungen leben müsse. Die Ekgs wurden beim Hausarzt angelegt und dann vom Kardiologen ausgewertet. Alles laut ihm ungefährlich. 

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