Ist ein Jura Studium ratsam?

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4 Antworten

Mir ging es da ähnlich wie dir. Habe als Kind auch immer Anwalt werden wollen und auch ein Praktikum in dem Bereich gemacht gehabt. Mein "Traumberuf" kam dabei allerdings deshalb zustande, weil ich schon immer gerne amerikanische Anwaltsserien gesehen habe, was natürlich nicht annähernd vergleichbar ist... Nunja genug geredet: Als ich dann mein Abi in der Tasche hatte an der Uni für BWL, VWL und Jura beworben und für alles ne Zusage bekommen. Hab mich dann letztlich gegen meinen Kindheitswunsch Jura entschieden und BWL gewählt, weil einem halt neben den durchaus positiven (evtl. hohes Einstiegsgehalt [bis zu 100.000 brutto]) auch viele negative Seiten auffallen (schreibst du dein 2. Staatsexamen nicht mindestens Vollbefriedigend war dein Studium quasi für die Tonne...). Gut das es viele Jurastudenten gibt, ist bei BWL ähnlich :'D Studiere bisher auch Recht erfolgreich (bin im 3. Semester jetzt) aber ist halt teilweise sehr langweilig und seeehr Mathelastig. Habe jetzt im 2. Semester ein juristisches Fach belegt (Bürgerliches Vermögensrecht) und die Klausur mit 1.0 bestanden, was mich natürlich an meiner ursprünglichen Entscheidung hat Zweifeln lassen (ich hatte vorher spaßeshalber gesagt, wenn ich diese Klausur 1.0 schreibe, hänge ich ein Jura Studium an das BWL Studium dran, hab halt nicht geglaubt, dass ich's wirklich schreibe). Klar ist aber auch das so eine Klausur nur begrenzt mit der eines Jura Studenten vergleichbar ist.

Nun aber genug von mir und zu deinen Fragen: Grundsätzlich von 3000€ Einstiegsgehalt auszugehen ist sehr optimistisch. Es gibt diese Juristen, teilweise auch wie oben erwähnt mit höherem Einstiegsgehalt. Vorraussetzung dafür ist allerdings mindestens Vollbefriedigend als Abschlussnote und viel Glück. Ich kenne auch Anwälte die so gut wie nichts verdienen. Auch ist es so, dass sehr viele Richter und Notar werden wollen, was es auch nicht leichter macht. Auch auf die Aussagen deiner Arbeitgeber während eines Praktikums würde ich nur bedingt etwas geben, weil du da wohl kaum dein Talent als Richter/Notar/Anwalt zeigen konntest. Letztlich musst du es für dich entscheiden. Wenn du dir das zutraust dann zieh's durch! Lieber machst du sowas als dir später immer einzureden, dass du den falschen Studiengang gewählt hast. Im Endeffekt ist es so: Bist du ein sehr guter Jurist und hast etwas Glück wird es dir auch immer gut gehen. Denn es gibt zwar immer mehr Juristen, aber die Leute streiten sich auch immer häufiger vor Gericht. Bist du allerdings nicht besser als die Masse, bzw. fehlt es dir an Glück, Disziplin, Zielstrebigkeit oder sonstigem, kann es durchaus passieren, dass der ausgebildete Dachdecker mehr Geld nach Hause bringt als du mit deinen 7 Jahren Studium.

Danke für die aufschlussreiche Antwort! Ich muss mir das wohl nochmal gut überlegen..

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Ich habe auch die Voraussetzungen dafür

Eine gewagte Aussage, an Selbstvertrauen fehlt es Dir bestimmt nicht,

Zu den Regelstudienzeiten, die Du im Internet gefunden hast. Hört sich gut an, klappt aber in den seltesten Fällen. Gründe dafür gibt es unendlich viele.

Ich habe in meiner Schulischen laufbahn 3 Praktika gemacht (Anwaltt,Notar,Verwaltung im Gericht) und jedes wurde sehr gut beurteilt und jeder hat mir zu diesem weg geraten :) Ich hab einfach Zweifel sehr viel Zeit zu opfern für ein Anfangsgehalt von 3000 euro..

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@Leah1409

Und du glaubst für mehr Geld musst du weniger Zeit aufbringen? Man merkt, dass du noch nicht einschätzen kannst, was viel Geld ist. Denn 3000 Euro Netto sind ziemlich gut. Mal abgesehen davon, dass die Richterbesoldung schnell ansteigt. Gerade am Anfang.

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nur wenn du dich dann auch richtig reinhängst und einen guten Abschluss schaffst, sonst sieht die Bezahlung im Vergleich zur Studienzeit nicht besonders gut aus, vorallem weil es sehr viele Juristen gibt.

Danke! Aber was könnt ihr denn als sichere zukunft sonst empfehlen?

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@Leah1409

überlege dir erstmal was dir selber Spaß macht bzw für was du dich interessierst. Dann schau weiter was für Möglichkeiten es dafür gibt.

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@Phil093

Jura ist ja leider das was mir spaß macht deswegen weiß ich nun nicht weiter ich habe aber auch noch lange zeit trotzdem möchte ich mir sicher in meiner zukuft sein

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Die Ausbildung zum Gitarristen dauert 6 Jahre. Die wenigsten können die Musik zu ihrem Beruf machen - ergo sollte keiner je ein Musikstück erlernen. Merkst du was?

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