Ist ein "his 1" in der Musiktheorie gleichzeitig ein "c 2" (Violinschlüsselleser)?

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5 Antworten

@ Bswss: "Jeder, der ein bisschen Klavier spielt, kennt keine Note His (das wäre ja eine schwarze Taste) , sondern nur die "weiße" Note C. 
Ich jedenfalls habe bisher noch nie ein Notenblatt mit der Note His gesehen."

Du gehst von deinem Klavierspiel aus, hier hast natürlich recht.

Aber der Fragesteller Manleitner hat ausdrücklich von Musiktheorie gesprochen - und da gibt es wirklich einen Unterschied zwischen his und c.

Und bei Instrumenten, die - nicht so wie das Klavier - tonhöhenvariabel sind, da kann man den Unterschied spielen.

Meine Erinnerung an meine Klarinetten-Stunden hat mich nicht getäuscht. Ich wusste noch, dass ein Cis tiefer klingt als ein Des. Und im Internet fand ich genügend Beiträge dazu.

Hier nur so viel am Beispiel Cis und Des: Die Frequenz ist unterschiedlich.

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Kommentar von schmidtmechau
17.11.2016, 01:14

Hallo HansH41!

>Ich jedenfalls habe bisher noch nie ein Notenblatt mit der Note His gesehen.<

Da hast Du noch nicht viele Noten gesehen! Bach, Wohltemperiertes Klavier, Präludium und Fuge Cis-Dur, da ist das His sogar vorgeschrieben! Außerdem heißt ein Vorzeichen keineswegs, dass es eine schwarze Taste wird. His, Ces, Eis und Fes sind alles weiße Tasten - und was machst Du mit Cisis, Disis, Fisis, Gisis, Aisis, und Deses, Eses, Geses, Ases, Heses?

Du solltest - nur so zur Übung - einmal den Quintenzirkel von Deses bis His ausführen! Das trainiert das Hirn und die Notenlesefähigkeit ungemein und ist von den Alten immer gemacht worden!

Gruß Friedemann

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Den Ton "His" geibt es eigentlich nur in der Theorie. Jeder, der ein bisschen Klavier spielt, kennt keine Note His (das wäre ja eine schwarze Taste) , sondern nur die "weiße" Note C. 

Ich jedenfalls habe bisher noch nie ein Notenblatt mit der Note His gesehen.

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Kommentar von Monster1965
16.11.2016, 14:58

Dann hast du wohl noch sehr wenige (gute) Noten gesehen

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Am Klavier ist das gleich.

Ich spiele Klarinette und kann mich erinnern, dass mein Klarinettenlehrer schon einen Unterschied gemacht hat. Auf der Klarinette kann man die Töne etwas höher oder tiefer spielen als notiert. Ähnlich wird es auch auf der Geige sein.

Bin neugierig, ob jemand Genaueres weiß.

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Kommentar von Monster1965
16.11.2016, 15:00

Einer hier, der Ahnung hat. his und c ist eben nicht das gleiche! Nur weil die Klavierbauer meinten, den Unterschied braucht man nicht.

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Hallo Manleitner!

Solange man sich in der temperierten Stimmung bewegt (wie etwa am Klavier) klingt his1 und c2 gleich, obwohl es natürlich tonal immer noch einen Unterschied gibt: his ist die 7. Stufe in Cis-Dur oder die Dur-Terz in Gis-Dur usw., während c etwa die 7. Stufe in Des-Dur oder die Dur-Terz in As-Dur ist.

Verlässt man aber das tonale System, dann ist das his 12 Quinten vom c entfernt und unterschiedet sich damit durch das "pythagoreische Komma". Mathematisch gesehen ist dies der Unterschied zwischen 2^7 und 1,5^12, also 7 Oktaven, die woanders landen als 12 Quinten.

Musikpraktisch werden alle guten Spieler die Töne je nach der Tonart, in der sie sich bewegen, die Töne unterschiedlich spielen. Denn tatsächlich ist die temperierte Stimmung eben doch ziemlich unbefriedigend und man hört tonal. Damit wird man z.B. die 7. Stufe in Cis-Dur deutlich höher nehmen, als die 3. Stufe in A-Moll usw. Aber so etwas nur solange keine Tasteninstrumente dabei sind.

Gruß Friedemann

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Kommentar von Giani99
19.11.2016, 23:49

Endlich jemand der weiss um was es geht... Kompliment! Wofür gäbe es sonst die Werckmeisterstimmung, das universale Cembalo  oder ein Orthotonophonium? ;-)

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