Ist ein Hass auf die Menschheit berechtigt?

12 Antworten

Wenn du der Meinung bist, dass 90% der Menschen dumm sind und das du sie dafür hassen musst; damit berechtigst du dir diese Gedanken und Emotionen schon selbst.

Meiner Meinung nach wissen sich die "dummen" Menschen nicht besser zu verhalten, ganz nach dem Motto: man wird nicht "dumm" geboren. Ich bin traurig darüber, dass jene in solch einem Umfeld aufwachsen mussten, dass sie schließlich so wurden wie sie eben sind. Ich versuche solchen Menschen eine neue Perspektive zu schaffen, ich gebe ihnen eine Chance, leider ist es für manche Person schon zu spät. Bei mir ist es also nicht der Hass, sondern die Trauer.

Dazu noch:

allgemein bin ich gegen den Hass, vorallem gegen das ausleben des Hasses, es bringt nichts außer möglicherweise eine Endlosschleife zu bewirken. "Dumme" Menschen werden durch Provokation nur noch mehr gereizt, sich eben nicht darauf einzulassen was einem gesagt wird. Wer hört den schon auf Provokation und verletzende Worte? Damit besitzt man als "Hasser" nicht viel mehr an Niveau wie die "Dummen".

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Hass ist aber keine Emotion, die einen wirklich weiterbringen würde.

Ich bin auch manchmal von Leuten genervt, die z.B. Dinge sagen oder schreiben, die auf einem Menschenbild beruhen, das mir zuwider ist. Das heißt: die Emotion ist durchaus für mich nachvollziehbar. Ich denke später aber, dass diese negative Emotion keinen dauerhaften Bestand haben sollte, weil sie mich nicht weiterbringt.

Man kann ja die anderen nicht ändern (oder nur selten), nur sich selber.

Also versuche ich, mehr Kontakt mit den Leuten zu suchen, deren Menschenbild mir angenehm ist, und den Kontakt mit den Leuten zu verringern, deren Menschenbild mir zuwider ist. Von Zeit zu Zeit traue ich mich dann aber doch wieder, aus der Komfortzone herauszukommen.

Ich denke, dass auch große Philosophen ab und zu die Schnauze voll hatten. Warum sonst hatte Sartre "la nausée" (der Ekel) geschrieben? Das ist tröstlich, und mir gefällt es, von Zeit zu Zeit unverfängliche Dinge zu machen, bei denen ich niemandem in die Quere komme.

Ich fürchte, die meisten anderen finden das auch. Sonst würde es nicht so viel Schadenfreude oder Mobbing oder Ignoranz oder Falschheit geben.

Wir haben uns eben alle das zur gleichen Zeit leben und in räumlicher Nähe aufhaltend (oder online) und aufeinandertreffen müssen nicht ausgesucht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hassen bringt nie etwas. Ich bin auch niemand, der sich unter vielen Menschen wohlfühlt und merke zwar auch, dass einige Idioten dazwischen sein können und die auch noch am lautesten schreien, aber hassen muss trotzdem nicht sein. Die Energie spare ich kir lieber für Dinge, die mir wichtig sind.

Das ist doch mal ne super Einstellung. So sehe ich das auch.

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Theoretisch ja. Aber, was denkst du, woher dein Essen kommt? Wer dir deinen Lohn überweist? Wer dein Handy baut? Wer das Internet am laufen hält (also die Server etc.) Wer dich behandelt, wenn du krank bist? usw. Du bist von anderen abhängig!

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