ist ein extra freigenommener urlaubstag eine Aufwendung?

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1 Antwort

Da hat der Besteller in beiden Fällen schlechte Karten:  Die Verschwendung von Freizeit ist kein Schaden, der sich in Geld beziffern und sich daher auch nicht als Aufwendung oder Schaden ersetzen lässt.

Und sofern der Handwerker zeitnah einen Nachtermin setzt, steht ihm kein Rücktrittsrecht zu.
Bei dieser weniger dringlichen Arbeit sind 14 Tage angemessen, mehr muss man sich aber auch nicht gefallen lassen.

Erst nach fruchtlosem Ablauf einer Nachfrist, die idealerwesie beweisbar schrifltich und zugangssicher in einem Mahnschreiben gestellt werden sollte, könnte man dies.

Es sei denn, man hätte einen Fixtermin mit Konventionalstrafe bei Auftragsvergabe vereinbart - nur wer macht das schon als privater Besteller?

G imager761

Danke nochmal für deine Antwort:) Ich hätte da  noch eine Frage: und zwar gilt die nicht sorgfältige Montage als eine Nebenpflichverletzung i.S.d. § 241 Abs.2 ? 

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@Rechtliebhaber

Das wäre sogar eine Hauptpflichtverletzung, falls er denn kommt und montiert. Hängt das Montierte schief, haftet er mit Nacherfüllung oder muss Minderung hinnehmen. Mit deiner Frage hat das aber nichts zu tun, er kommt ja nicht :-(

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@imager761

und was ist wenn er nur einen Teil montiert? kann er dann zurücktreten( er  hat erfolglos versucht den Unternehmer zu erreichen ), oder kommt nur Nacherfüllung in betracht? 

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@Rechtliebhaber

Auch hier gilt: Ein Rücktritt vom Vertrag kommt für den Auftraggeber erst nach fruchtlosem Ablauf einer angemesenen Frist von etwa 14 Tagen in Betracht, den Rest zu montieren. Für evtl. Rechtsstreit bitte alles dokumentiert zugangssicher mitteilen :-)

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@imager761

noch eine Frage zu diesem thema, könnte dies nicht als entgangener Gewinn nach §252 gelten? er hat sich ja extra einen Urlaubstag genommen. Hätte er aber gewusst, dass der Unternehmer an dem Tag seine Leistung nicht erfüllt, hätte er ja arbeiten und geld verdienen können. Oder? 

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@Rechtliebhaber

Nein. Vergeblich zu Hause zu warten statt im Biergarten zu sitzen  ist kein Schaden i. S. d. G.

§ 252 BGB subsumiert etwa Einkommenseinbußen eines Selbständigen; ein bezahlter U-Tag ist kein Gewinn i. S. d. Vorschrift.

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