Ist ein Englisch Kurs Fachsprache empfohlen?

1 Antwort

Ein Sprachkurs, der auf die inhaltlichen Bedürfnisse der Lernenden zugeschnitten ist, lohnt sich immer. Du musst natürlich prüfen, welche Qualifikation beim Anbieter dahintersteckt - vielleicht mal Bewertungen anschauen oder direkt danach fragen.

Ob so etwas gut für dich ist, entscheidest du selbst: kniffelige Zusammenhänge im IT ebenso wie bei Geschäftsenglisch sind nicht so einfach zu übersetzen, da du genaue Kenntnis der speziellen technischen Zusmmenhänge brauchst, um zu wissen, worüber überhaupt gesprochen wird. Die Einordnung, graduelle Abstufungen und Abgrenzung des Zusammenhangs sind wichtig - und man muss in beiden Sprachen wissen, was gemeint ist.

Ich habe lange in Frankreich gelebt und bin schon mit Kenntnissen der geschäftlichen Sprache für Handelskorrespondenz rübergegangen (natürlich noch nicht auf Uni-Niveau, das kam erst später). Mir begegnete dann bei technischen Übersetzungen -wenns ins Detail ging-  oft die Situation, dass ich mit einem Ingenieur sprechen musste, der mir die technischen Gegebenheiten und Prozesse beschrieb, wobei mir dann aber trotzdem die Begrifflichkeiten auf Deutsch fehlten, da ich die entsprechende technische Fachsprache nicht beherrschte - dazu hätte man diese Materie studiert haben müssen. Heute könnte man beim Wortschatz Anleihen bei mehrsprachigen QM-Handbüchern machen oder in technischen Normenblättern nachsehen. Aber mehrsprachig heißt immer, dass jemand das Feld fachlich in min. zwei Sprachen *beherrscht* haben musste, damit die Übersetzung stimmte.

Du brauchst ja nicht nur den schieren Begriff, sondern auch die Einbettung in einen Kontext sowie eine gewisse Routine. Und nicht zu vergessen, eine idiomatische Ausdrucksweise - so, wie man das in dem Land sagen würde - damit Leute, die deine Übersetzung lesen, nicht erstmal lächeln, bevor sie entscheiden, dass sie es eigentlich doch verstehen, was du gemeint hast! 
Auf jeden Fall bringen einen sichere Sprachkenntnisse professionell weiter. Dieser Punkt kann sogar mal das i-Tüpfelchen bei der Kandidatur um eine Stelle sein, weswegen du eine Position bekommst und andere nicht! Aber es zahlt sich gerade heutzutage auf jeden Fall aus, international zu denken!!
 Ich habe auch schon sehr früh international gedacht: damals war ich noch nicht mal volljährig und musste intensiv (und gegen Gefühlsbarrieren, denn der Krieg war noch nicht soooo lang vorbei) mit meinem Vater verhandeln, da er mir erlauben und ermöglichen musste, in Frankreich zu leben und zu arbeiten! Es hat sich gelohnt!

Daher meine Antwort: ja, brauchst du. Ggf. auch beide. 

Nachtrag: Und unterschätz bitte nicht die Möglichkeit, durch solche Kurse  Impulse in eine weitere oder völlig andere Richtung zu erhalten - durch den Kursinhalt oder durch Leute, die du da kennenlernst! (aus der Abteilung 'Lebenserfahrung').

Ich wünsche dir gute Entscheidungen!

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